Aus dem 2007 in der 2. Auflage in Deutsch erschienenen Buch: Sharon Begley, Neue Gedanken-Neues Gehirn, Goldmann.
Ich will einige Passagen aus dem 3. Kapitel: Das sich verändernde Selbst S. 122 zitieren.
“Im Gegensatz zur jüdisch-christlichen Tradition leugnet der Buddhismus die Existenz eines starren und unveränderbaren persönlichen Selbst, das ein Wesen im Leben und im Jenseits durchströmt und inspiriert. …..In ähnlicher Weise kann man eine Person als eine Mischung von fünf Elementen sehen – dem physischen Körper, den Gefühlen oder Empfindungen, den Gedanken oder mentalen Aktivitäten, den geistigen Bildern oder Wahrnehmungen und dem Bewusstsein. … Buddha glaubte, dass die Menschen von ihren Bindungen, die zum Verlangen und so zum Leiden führen, frei werden können, wenn sie die Vorstellung von einem individuellen Selbst aufgeben …. .
Soweit aus dem Buch über Neuroplastizität, an dessen Ursprung der Dalai Lama als führender Buddhist dabei war, zitiert.
Die Delta Dynamik kennt auch die vier körperlichen Stufen wie der Buddhismus oder die heutige Wissenschaft.
Die heutige Wissenschaft kennt die vier körperlichen Stufen aus der Beobachtung der Gehirnteile (Motorische, emotionale und mentale Strukturen. Dazu kommen noch die Strukturen für Wahrnehmungen.). Die lebenslange Bildung neuer Zellen, die sich in bestehende Strukturen einbauen, zeigen, dass auf körperlicher Ebene alles im Fluss ist. Bei Ratten hat man gesehen, dass Bewegung, die nicht aufgezwungen wurde, und kein Stress die Bildung neuer Zellen fördert.
Der Buddhismus und alle aufmerksamen Medidationspraktiken kennen diese vier Stufen von innen durch Selbstbeobachtung. Wie die Wissenschaft gezeigt hat, ist die Steigerung der Aufmerksamkeit und die freiwillige Bewegung zum echten Abbau von Stress notwendig. Aufmerksame Meditationspraktiken bauen also sicher Stress ab. Zudem kann das aufmerksame Beobachten zur Abschaltung der Hirnzentren führen. Statt Materielles wird Geistiges beobachtet.
Das Geistige kann jetzt relativ passiv beobachtet werden. Dann braucht man den Körper als Eintritt ins Untermaterielle. Man kommt zu einem nicht individuellem Erleben auf verschiedenen Stufen des Geistig-Antigöttlichen.
Erst jetzt unterscheidet sich die echte Delta Dynamik vom alten Buddhismus, anderen aufmerksamen Meditationspraktiken und der an der Materie haftenden Wissenschaft. Die Aufmerksamkeit wird nun noch gesteigert und man kann Göttlich-Geistiges beobachten. Man schaltet die Hirnzentren ebenfalls aus und gelangt mit erhöhter Aufmerksamkeit in den übermateriellen Bereich der göttlichen Mächte.
Ausserdem erlebe ich deutlich mein geistiges individuelles Selbst. Es ist die Instanz, die die Aufmerksamkeit steigert und neue Nervenzellen wachsen lassen kann. Wenn sie statt des Egos wirkt, sind wir im Gegenwartsfeld und haben keinen Stress mehr. Es ist alles in Bewegung, weil im Gegenwartsfeld nichts mehr statisch ist. Je grösser unsere Aufmerksamkeit sein kann, desto weiter entwickeln wir uns. Unser individuelles Selbst kann also in einer ewigen Entwicklung nach “oben” sein!
Jetzt haben wir die vier Stufen und die fünfte, das individuelle menschliche Bewusstsein aus eigener Beobachtung kennen gelernt und sind echte Delta Dynamiker geworden.