Das 1. geistige Bewusstsein II
Als Anhänger Goethes sucht man mit seiner “anschauenden Urteilskraft” die möglichst gut geordneten Urphänomene ohne die wissenschaftliche Theorie und ohne wissenschaftliche Apparate zu ergründen. Man kommt dann dem Aufbau der göttlichen, physischen Welt näher als ein heutiger Naturwissenschaftler, der immer, sobald er eine anti-göttliche Theorie und Apparate einsetzt, die uns vor Augen liegende Sinneswelt in den Bereich des Anti-Göttlichen zerrt.
Bei den wissenschaftlichen Therapien sieht man dies oft sehr deutlich. Der Mensch wird vielleicht Beschwerde frei, aber ist noch lange nicht geheilt. So heilt die auf Goethe aufgebaute Farbtherapie zum Teil oder ganz. Der Patient kann aber auf dem Weg zur Heilung immer noch Beschwerden haben.
Ganz allgemein kann man sagen, dass die “anschauende Urteilskraft” dem ersten Delta Bewusstsein entspricht. Gar nicht zu sagen, dass Goethe den “Erkenntnisgrenzen”, die schon von Kant aufgestellt wurden und von den modernen Menschen noch immer postuliert werden, widerspricht. Schon Goethe war mit den heutigen Worten ein Delta Dynamiker! Sonst hätte man ihn besser verstanden und würde ihn nicht als Genie noch heute feiern und ihn gleichzeitig in der “Museumskiste” verstauben lassen. Auch er lebte in der Sinneswelt und die von ihm gefundenen Gesetze entsprechen den göttlichen Gesetzen, nicht den anti-göttlichen, die einen ganz anderen Aspekt der sinnlichen Welt beschreiben. Man findet bei Goethe also keinen Widerspruch zur modernen, heutigen Wissenschaft. Er war seiner Zeit 200 Jahre voraus und ist heute gültiger denn je.