Prof. M. Yunus wohnt in Bangladesh. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in den USA. Als er vor ca. 30 Jahren in seine Heimat zurück kehrte, erlebte er die Toten und Hungernden auf den Strassen von Bangladesh. Er war erschüttert und realisierte, dass die Theorien seines Studiums nur für die Reichen Gültigkeit hatten.

Er lernte nun von den Ärmsten der Armen. Am meisten von den Frauen. Nun machte er alles nach den Regeln, die er von diesen Frauen hörte und gründete die Grameen Bank. Heute ist diese Bank sehr gross, hat eine grosse Kreditrückzahlungsmoral ihrer Mikrokredite (gegen 100%) und erlebte keine Weltwirtschaftskrise.

Prof. M. Yunus wurde als Vater der Mikrokredite mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und war die zentrale Figur an der Tagung in Berlin.

Er braucht die Ideen, die ihn zur Gründung der Grameen Bank brachten, nun auch für seinen zweiten und grundlegenden Impuls, den er „Social Business“ nennt.

Die Firmen, die den social business Impuls verwirklichen, machen Gewinne, die Werktätigen haben gute, landesübliche Löhne und sind durch diese Ideen extrem motiviert, weil sie von den Ideen, die dahinter wirken, überzeugt sind.

Verkürzt gesagt wird der Gewinn der Firma ausschliesslich in die Firma investiert. Auch gehört sie vollumfänglich allen in ihr arbeitenden Menschen. Der einzige Zweck der Firma ist die Lösung eines sozialen Problems. Die Betroffenen (haben z.B. kein unvergiftetes Trinkwasser) sind keine Almosenempfänger, sondern zahlen einen Preis, den sie sich leisten können und wollen, für die Leistung, die die entsprechende Firma erbringt.

Keine Privatisierung der Gewinne!

Der Betrieb gehört allen, die dort arbeiten!

Eine soziale Aufgabe wird im Betrieb gelöst. Die Wirtschaft ist für die Menschen da!

Der Mensch als Konsument ist aktiv! Er ist kein Almosenempfänger!

HUMANE MARKTWIRTSCHAFT

Mit einigen Sätzen habe ich die Prinzipien der HUMANEN MARKTWIRTSCHAFT, die in Bangladesh schon in den Betrieben, die Prof. M. Yunus gegründet hat, funktioniert.

Prof. M. Yunus kam nach Berlin, weil die Ideen, die er in einem Entwicklungsland die Armut überwinden werden, auch bei uns nötig sind, um die Wirtschaft auf einen menschlichen Boden zu stellen.

Die Mauern unseres Denkens müssen auch bei uns in den reichen Ländern fallen!