Das Wahrnehmen ist zuerst vom Hirn abhängig. Es findet unbewusst in der Gegenwart statt. Das heisst, unsere sichtbare Welt ist eine Vergangenheitsstruktur. Erst wenn wir Delta Dynamiker sind, erleben wir das eigene Beitragen zur Entstehen der Welt. Die Welt wird anders, wenn wir sie erkennen.
Zur Erkenntnis brauchen wir die denkerische Wahrnehmung. Anders gesagt nehmen wir ohne denken nichts wahr. Erst das Denken und die Beobachtung führen zur Wahrnehmung. Wir sind also an der Entstehung der Sinneswelt beteiligt, das die Quantenphysik für die materiebeeinflussten Bilder zeigt. Die Delta Dynamik zeigt uns dies auch für die unsichtbare, irdische Geisteswelt durch das unsichtbare, geistig göttliche Denken.
Das Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen läuft in der Gegenwart ab. Dies können wir im interessanten Buch von Jill Price – Die Frau, die nichts vergessen kann - nachlesen.
Es gibt also eine Gegenwartswahrnehmung mit den Sinnesorganen, der man das “Sehen” der Sinneswelt sagt, und eine Gegenwartswahrnehmung mit dem Gehirn, der man Erinnerung sagt. Bei beiden Wahrnehmungen sind das Produkt in der Vergangenheit.
Sie werden gedanklich oder meistens bildhaft als blasse oder “saftige” Sinneswelt oder Erinnerung wahrgenommen. Die Entstehung der Wahrnehmung verläuft in der Gegenwart.
Es ist nichts sichtbar, wenn unser Delta Wesen überbewusst und beim Delta Dynamiker bewusst mit Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen nicht dabei ist.
Beim Wahrnehmen müssen wir von materieller Sinneswahrnehmung und vom Körper nicht beeinflusster, unsichtbarer Sinneswahrnehmung sprechen. Bei der ersten brauchen wir gesunde Sinne mit einem gesunden Gehirn als Werkzeug. Bei der zweiten müssen wir durch unsere Aktivität die unsichtbaren Sinnesorgane zuerst bilden. Das geistig göttliche unsichtbare Denken, Fühlen und Wollen muss unsere unsichtbare Wahrnehmung auch durch unsere Aktivität durchdringen.
Das Wollen verbindet uns durch unsere Taten mit der Welt. Durch unser Fühlen können wir die Einwirkungen der Welt auf uns beziehen. Mit unserem Denken können wir die Zusammenhänge in der Welt erkennen. Der erste Schritt ist die Sichtbarmachung der Welt. Durch diese unterschiedlichen Erlebnisse individualisieren wir uns! Dies ist ein Sinn des Lebens.
Bei beiden Wahrnehmungsarten braucht es das Delta Wesen. Bei der materiellen Wahrnehmung können wir glauben, dass unser Gehirn denkt und unsere Sinnesorgane wahrnehmen, weil wir automatisch das Produkt in der Vergangenheit sehen und nicht merken, dass unser Denken, Fühlen und Wollen in der Gegenwart für die Entstehung der Sinneswelt auch nötig sind. Wir haben dann unser Bewusstsein noch nicht zum Delta Bewusstsein verwandelt und sind entweder Materialisten oder alternativ in der Vergangenheit denkend.
Diese Zusammenhänge können wir mit künstlichen Sinnesorganen und Prothesen einfacher einsehen, als mit einem gesunden Körper. Das Denken wird vom Computer, der mit den lebendigen Nerven verwächst, teilweise übernommen. Ohne das Delta Wesen funktioniert nichts. Man muss zuerst Wollen, Fühlen und Denken, damit man mit den künstlichen Sinnen wahrnimmt. Man braucht also eigene Aktivität, die normalerweise als Übung bezeichnet wird.
Es braucht immer den lebenden Menschen zum Wahrnehmen!