Beispiel aus der Praxis:

Künstliche Körpereile funktioniere nur mit Übung des Betroffenen. Dies ist eine Tatsache, die bekannt ist. Bei Prothesen mit Minicomputern muss man zuerst warten, bis die eigenen Nerven sich mit dem Silizium des Computers verbunden haben. Dies ist ein Nervenwachstumsprozess, der seine Zeit braucht. Man muss aber seine Nerven noch trainieren und muss intensiv und lange wollen, bis man mit Hilfe der Prothesen sich bewegen und etwas wahrnehmen kann.

Beispiel aus der Praxis:

Man hat wissenschaftlich in verschiedenen Studien bewiesen, dass die Aufmerksamkeitsmeditationen ebenso wirksam wie chemische Medikamente sind.

Man kann also seine Gefühle, die mit den heutigen bildgebenden Methoden sichtbar gemacht werden können, auch durch den eigenen Willen beeinflussen. Dies ist eine Umschreibung der Aufmerksamkeit.

Mit dem Intellekt geschieht im Hirn keine bleibende Veränderung. Dazu braucht es den bewussten menschlichen Willen, der bei der Aufmerksamkeitsmeditation eingesetzt wird. Dieser bewusste Wille richtet sich auch nach denselben logischen Gesetzen, die durch den Intellekt gefunden werden können. Mit dem Intellekt können wir aber die logischen Gesetze so abbiegen, dass sie unseren Absichten entsprechen. Deshalb gibt es z. B. Wissenschaftler, die uns beweisen, dass Kernenergie eine saubere Energieform ist. Andere Wissenschaftler zeigen uns ebenso logisch, dass Atomenergie auch schmutzig und extrem gefährlich ist.

Beide Arten von Wissenschaftlern haben logisch recht. Sie verfolgen aber eine andere Absicht. Man könnte noch tausende Beispiele beschreiben, mit denen Menschen ihre Absichten „logisch“ verfolgen.

Die Willenslogik folgt aber den Lebensgesetzen. Sie ist logisch, ohne auf die Interessen einzelner Menschengruppen einzugehen. Sie ist wahr. Wenn wir in diesem Sinn etwas von unserem Körper erleben, sind wir auf dem Weg zur Heilung. Schmerzen, die uns auf einen Lebenswiderspruch hinweisen, verschwinden dann sehr schnell.

Die Willenslogik kann man auch mit der Aufmerksamkeit gleichsetzen. Man nimmt in der Gegenwart wahr, was objektiv geschieht. Als Folge der Wahrnehmung kann man auch die Prozesse in seinem Körper verändern. Deshalb wirkt die Aufmerksamkeitsmeditation in dieser Weise.

Beispiel aus der Praxis:

Jede Lehrperson erlebt in ihrem Unterricht, dass es SchülerInnen gibt, die sehr schnell eine Frage stellen, die mit ihrer Ehrlichkeit beleidigend sind ohne es zu wollen, die sich bewegen usw. Macht man sie darauf aufmerksam, was sie gerade gemacht haben, sind sie darüber erstaunt. Es kommt häufig vor, dass sie behaupten, gar nichts gemacht zu haben. Man sagt oft spöttisch, sie hätten gehandelt, ohne ihr Hirn einzuschalten oder sie hätten kein Kurzzeitgedächtnis.

Diese Beispiele sollen die wichtigsten wissenschaftlichen Forschungen auch in der Lehrerpraxis bestätigen.

Diese Fragen und  Phänomene erkläre ich in meinem Buch ” Die Aufmerksamkeit in der Erziehung”.