Ostern
Wir können aber auch den Karfreitag durch unsere Aktivität überwinden. Krieg, Zerstörung und Fundamentalismus haben ihren letzten Ursprung immer in unseren Denkstrukturen. Wenn wir von den vergangenheitsbeeinflussten unsichtbaren seelischen Strukturen und sichtbaren körperlichen Mustern zum in der Gegenwart handelnden Menschen fortschreiten, verändern wir unser Bewusstsein.
Unser Bewusstsein wird ein Gegenwartsbewusstsein. Wir sind aufmerksam oder achtsam. Unser Denken, Fühlen und Wollen ist menschlich. Wir erkennen nicht nur die Todeskräfte, sondern wir fördern aktiv die Lebenskräfte.
Wenn wir unser Bewusstsein über die Felder hinweg zum von den Feldern nicht mehr beeinflusstem individuell geistigem Bewusstsein transformieren, erleben wir die Überwindung der dem Tod geweihten Strukturen und Muster. Wir lassen den Menschen auferstehen und erleben den Ostersonntag.
Dieser Bewusstseinswandel kann von jedem Menschen angestrebt und erreicht werden. Es ist eine globale Tatsache. Man schreitet vom Körper unterstützten Ich-Bewusstsein zum Körper unabhängigen ICH-Bewusstsein. Das Bewusstsein bleibt von gleicher Qualität, nur hat man im ICH-Bewusstsein den Egoismus abgestreift. Es ist noch heller und klarer geworden, da es der Körper mit seinem Hirn nicht mehr „trübt“. Buddhistisch ausgedrückt hat man das Ich oder Ego überwunden. Man ist in die Stille gekommen. Modern gesagt hat man das Ego nicht verdrängt, sonst hätte man ja eine neue Verdrängungsstruktur mit ihren entsprechenden Komplexen geschaffen.
Unser auferstandenes Bewusstsein ist ein Ostersonntagsbewusstsein. In ihm erleben wir die sonst abstrakten Begriffe „Wahrheit“, „Freiheit“, „Gleichheit“ und „Sozialität“. Ja wir verhalten uns im Leben unter Menschen so, dass wir diese Eigenschaften immer besser fördern.
Wir haben uns das volle Delta Bewusstsein geschaffen.