Archive for November, 2011

Die Sinnesorgane

Es gibt unbewusste oder schlafende Sinnesorgane.

Ihre Tätigkeit ist so selbstverständlich, dass sie uns nur auffällt, wenn etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Beispiele: Ich sitze auf Nägel, fühle mich krank, kann mich nicht mehr bewegen oder bin extrem schwindlig.

Dann wache ich auf und bemerke, dass ich einen Tast-, Lebens-, Eigenbewegungs- und Gleichgewichts-Sinn habe.

Es gibt aber auch Sinne, die mir halbbewusst sind oder die ich nur träumend wahrnehme.

Beispiele: Ich rieche etwas Eigenartiges, ich schmecke etwas Gutes, ich sehe etwas Schönes oder ich nehme etwas als angenehm warm wahr.

Ich erlebe träumend, dass ich einen Geruchs-, Geschmacks-, Seh- und Wärme-Sinn besitze.

Zuletzt kommen die Sinne, die nur ein Mensch besitzt und in seinem wachen Bewusstsein erleben kann.(Tiere haben gewisse Sinne auch, können aber mit ihnen das individuell Menschliche nicht wahrnehmen, da sie kein individuelles Wesen oder kein Delta besitzen.)

Beispiele: Ich höre menschliche Worte und nehme die unsichtbaren individuellen Gedanken, Gefühle und Willensimpulse des Menschen, der spricht, wahr.

Ich erlebe wach, dass ich einen Gehör-, Wort-, Empathie- und einen Delta- oder Ich-Sinn auch mein Eigen nenne.

Der Mensch nimmt die Welt mit zwölf Sinnen wahr und kann dadurch eine Verbindung mit der sichtbaren Materie und den unsichtbaren elektromagnetischen Feldern haben. Ist sein Körper krank oder verletzt, kann es sein, dass er die Verbindung zur Welt teilweise verliert. Die Welt existiert weiter, nur kann der Mensch sie nicht mehr vollständig erleben.

Diese zwölf Sinne kann man schulen und verwandeln. Wenn man dies unternimmt, individualisiert man sich dabei. Sein geistiges Individuum wird vielfältiger und bleibt es auch nach dem Tode.

Optische Täuschungen

Alle Sinne wirken beim Wahrnehmen der Welt zusammen. Auch der Hintergrund und die Farben werden einbezogen. Da das Hirn neben den Sinnen immer auch mitbeteiligt ist, glauben wir uns zu täuschen. So wirken z.B. die Strecken oder ganz allgemein die Masse anders, als wir annehmen.

 

Eigentlich sind die Wahrnehmungen bei gesunden Sinnen und vollem Bewusstsein (kein Rausch usw.) keine Täuschungen. Die „optischen Täuschungen“  zeigen uns nur, dass wir auf Grund der Farben, der Formen und des Hintergrundes anders gewichten. Denn unser Denken stellt die ganze Welt wieder her, nachdem wir sie mit den verschiedenen Sinnen wahrgenommen haben.

Beim ausschliesslichen Wahrnehmen mit den Sinnesorganen sehen wir nichts. Dies zeigt uns in der Technik ein Aufnahmegerät ohne Computer. Erst eine Kamera kombiniert mit einem Computer, der die Bilder mit Bekanntem blitzschnell abstimmen kann, hat die Möglichkeit Daten zu vergleichen und für den Menschen brauchbare Resultate zu liefern. Zudem kann nur ein Mensch, der die Ergebnisse analysiert, mit seinem menschlichen Denken etwas anfangen. Die Technik unterstützt immer den Menschen. Denn Technik (z.B. der Kampf von Robotern) ohne Mensch ist sinnlos!

 

Die Wahrnehmungen kranker und fehlender Sinneseindrücke werden durch andere Sinnesorgane (z.B. beim Blinden) und durch unser Denken richtiggestellt.

 

Die Sinnesorgane verbinden uns durch die Wahrnehmung mit der Welt. Ohne die Sinne im Körper können wir keine Verbindung zur Welt herstellen, obwohl die sinnliche Welt weiter existiert. Dann können wir durch unser Denken die Welt nicht verstehen, mit unserem Fühlen  nicht auf die Einwirkungen unserer Umgebung reagieren und mit unserem Wollen die Erde nicht gestalten. Ohne Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen des Menschen würde daher die Evolution der Welt nicht weiter gehen! Die Welt zu retten, indem man die Menschen vernichtet (wie einige glauben), ist sinnlos. Man muss bestrebt sein und helfen, dass die Menschen ihr Bewusstsein weiter entwickeln.

 

Der eigentliche Mensch nimmt aber auch ohne materielle Sinnesorgane und Hirn weiterhin wahr, denkt, fühlt und will, d.h. er existiert auch ohne seinen Körper. Er lebt nun in einer anderen Umgebung (Hinweise erhält man im Traum und im „wachen“ Schlafzustand).

So kann man viele Fragen beantworten (z.B. das Weiterleben nach dem Tod, den Schlaf und das Problem der Invaliden).

Deshalb ist der ganze Mensch ein ewiges, zeit- und raumloses Wesen, das sich auf der Erde seines Körpers bedient, dank seinem Körper viele Erfahrungen macht und dadurch sein Bewusstsein immer weiter entwickeln und verwandeln kann. Der Tod ist nur das Ablegen des Körpers, nicht das Auslöschen des Menschen.

 

Ja wir sehen und erleben sogar nur das, was wir glauben.

Beispiele: Der Mensch stirbt, wenn er glaubt, sich vergiftet zu haben, obwohl er nur Zuckerpillen schluckte, er erfriert in einem defekten Kühlwagen bei 5 Grad, wenn er überzeugt ist, in einem Kühlwagen, der funktioniert, eingesperrt zu sein, er überlebt ohne Lebenswillen eine komplizierte Operation nicht usw.

6 Haupttypen von Schülern

Die Einflüsse der verschiedenen Körper

1. Felder dominant

Der Mensch lebt in den Feldern. Er ist sehr sensibel und empfindet viel, weil er die bewussten Sinne gut ausgebildet hat. Seine Empathie ist sehr gross. Er kann sich sehr schlecht von seiner Umwelt abgrenzen. Die Gefahr ist gross, dass er in die Vergangenheitsfelder fällt. Dann kann er von grossen Ängsten und anderen  Strukturen beherrscht werden.

Man nennt diese Kinder nach einer psychologischen Abklärung ADS-Kinder.

Wird nicht nur das Denken und Fühlen, sondern auch das Wollen, das sich als unkontrollierte Bewegungen äussert, von den Strukturen und Mustern, die das Seelischen und den Körper durch Vererbung prägen, ergriffen, nennt man sie ADHS-Kinder. Sie sind unruhig, schwatzen und bewegen sich viel. In dieser Phase sind sie mit herkömmlichen Mitteln kaum zu erziehen. Man ist gezwungen menschliche Gesetze, die zur Delta Pädagogik geführt haben, anzuwenden.

Weitere Formen der unwillkürlichen Bewegung können so genannte Ticks sein. Kinder verziehen unter Stress z.B. ihr Gesicht.

Je nach Feld-Struktur handelt dieser Schüler cholerisch, sanguinisch, phlegmatisch oder melancholisch. Meistens sind es dünne, sehr sensible Kinder.

2. Physischer Körper dominant

Das Kind steht am meisten unter dem Einfluss seines physisch sichtbaren Körpers. Alles zieht nach unten, denn das Feste ist vorherrschend. Es kann keine gerade Haltung einnehmen. Auch seelisch äussert sich dieser Einfluss, indem es sich viele Sorgen macht. Daher ist es sehr seriös und vergisst selten etwas. Man bezeichnet  einen solchen Menschen auch als  Melancholiker.

3. Energiekörper dominant

Der Energiekörper, der auch mit der Ernährung zu tun hat und seinen eigenen Lebensrhythmus hat, prägt den Menschen. Er ist im Flüssigen vorherrschend. Daher kann man dicklich sein und runde Formen haben. Im  Seelischen überwiegen langsames und gemütliches Denken, Fühlen und Wollen. Man nennt diese Menschen seit der Antike Phlegmatiker.

4. Seelenkörper dominant

Der Seelenkörper zeigt sich in allen Symmetrien, Hohlräumen und im Nervensystem. Da die Nervenimpulse sehr schnell sind, ist dieser Mensch in seinen Bewegungen und seinem Denken, Fühlen und Wollen schnell und beweglich. Der Seelenkörper äussert sich im Gas, also z.B. in der Atmung. Ein Kind, das unter seinem Einfluss steht, ist oft blond, hat blaue Augen und bewegt sich viel. Es vergisst oft, fängt etwas an und geht ohne es zu beenden zu einer anderen interessanten Sache. Das können nicht beendete Sätze und Handlungen sein. Es ist meistens sehr nett und kann wegen seinem grossen Interesse an seiner Umwelt nicht ruhig sitzen. Diese Kinder werden als Sanguiniker bezeichnet.

5. Individualkörper dominant

Alles wird vom Individualkörper dirigiert. Dies sieht man am festen Gang, an der deutlichen Sprache, am gedrungenen Körper und an der Tatkraft. Das Denken und Fühlen sind klar. Der Individualkörper lebt ganz in der Wärme. Deshalb können diese Menschen “hitzköpfig” sein. Man charakterisiert sie mit dem Wort  Choleriker.

6. Materie dominant

Wenn die Materie vorherrschend ist, sind die Kinder sehr verhärtet, unbeweglich und in ihrem Körper versunken. Die vererbten Muster des Körpers “regieren”. Das Kind ist stumpf, hat keine grossen Empathiekräfte und kann sich daher kaum in den anderen hineinfühlen. Der menschliche Kern kann kaum die vererbten Strukturen der Seele und die Muster des Körpers im Zaume halten. Er kann dann wie ein seelenloser Roboter handeln. Je nach Struktur, die vorherrscht, wirkt er cholerisch, sanguinisch, phlegmatisch oder melancholisch.

Zusammenfassung

Bei allen Einseitigkeiten des Kindes, hat die Delta Pädagogik zum Ziel, dass das Kind die guten Eigenschaften seiner verschiedenen Körper frei einsetzen kann. Wir bemühen uns die Schüler immer mehr durch ihren Kern im Körper zu zentrieren oder zu “mitten”.

Zentriert ist man, wenn der Mensch mit seinen Tendenzen spielen kann und nicht von ihnen dominiert und bestimmt wird.

Zentrierung ist richtiges Eingreifen im Körper. Ekzeme, Allergien usw. sind Zeichen für nicht vollständiges Ergreifen des Körpers.

Alle Kinder können, wenn sie nicht zentriert sind, egoistisch sein und  von ihren schlechten Eigenarten beeinflusst werden.

Die Zentrierung im Körper kann man z.B. mit  dem Interesse am Stoff oder mit chemischen Medikamenten wie Ritalin erreichen.

Auf dem ersten Weg versucht man mit Delta pädagogischen Mitteln den Menschen zu fördern, auf dem zweiten mit chemischen Hilfsmitteln die Seele konzentrierter zu machen und den Körper ruhig zu stellen. Vielfach können die Nebenwirkungen den positiven Effekt zerstören. Die chemischen und andere Hilfsmittel kann man heute mit dem ersten Weg kombinieren. Sie sollten aber niemals die menschlichen Bemühungen ersetzen.

Das ICH oder DELTA, ganz allgemein der MENSCH, ist unterschiedlich entwickelt.

Weit entwickeltes Delta oder ICH kann Mühe haben den Körper ganz zu ergreifen (Delta oder ICH stärker als Körper). Noch nicht entwickeltes Delta oder ICH kann die gleichen Probleme haben (Körper stärker als  Delta oder ICH). Die Realität zeigt uns, was vorliegt.

Das Ziel ist immer: Zentrierung des Geistes im Körper.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich so zu zentrieren.

Ist Geist gleich Gehirn?

Mit dem normalen, wissenschaftlichen Bewusstsein fragt man sich, ob der Geist eine menschliche Ausdruckweise für das komplizierte Gehirn ist. Unter Denken, Fühlen und Wollen versteht man gewisse Hirnzonen, die mit anderen zusammenwirken. Der Mensch kann dadurch denken, fühlen und wollen. Die genauen Funktionsweisen kann man in vielen Büchern der Hirnforscher nachlesen. In diesen Büchern spricht man vom Hirn, das denkt, fühlt und will.

Weshalb sollte eine graue Hirnmasse aber denken, fühlen und wollen?

Wir wissen heute, dass die Synapsen im Hirn nur gebildet werden, wenn man aktiv ist. Sportlich ausgedrückt braucht es immer ein Training. Nichtgebrauch des Hirns führt sogar zu Abbau der Synapsen! Ist der Wille des Menschen, der für das Training eine Voraussetzung ist, nur das entsprechende Hirnzentrum oder baut sich der menschliche Wille dieses Zentrum erst auf?

Im ersten Fall beisst sich die Schlange in den eigenen Schwanz, im zweiten Fall haben wir das Problem zu lösen, wie ein nichtmaterieller Wille die Materie nach logischen Prinzipien formt.

Wir stehen vor dem alten Problem: Wie ist ein Zusammenhang zwischen Geist und Materie zu erklären. Gibt es überhaupt einen menschlichen individuellen Geist?

Die Antwort auf diese wichtige Frage bekommen wir, wenn wir das Deltagramm anwenden. Unsere eigene Aktivität ist verlangt.

Diese Aktivität kann zwei Wege gehen:

Vom Geist zur Materie (Meditationswissenschaft + Delta Dynamik).

Von der Materie zum Geist (Naturwissenschaft + Delta Dynamik).

Man muss die Selbstwahrnehmung (Delta Wesen im Geist)und die Körperwahrnehmung (Delta Wesen in der Materie) mit Willen durchdringen.

Die Selbstwahrnehmung wird durch Meditationen, Schicksalsschläge oder das bewusste Leben und die Körperwahrnehmung durch die Verwandlung der Sinne geschult.

Man muss aus dem ganzen Leben mit Aufmerksamkeit lernen!

Beide Wege werden im Deltagramm beschritten: Zuerst geht man von aussen nach innen, danach vom Innern oder vom Lichtzentrum nach aussen in die Felder und Materie.

Die Lösung des Menschen- und Welträtsels findet man nur im Beschreiten beider Wege, indem man das Deltagramm verwirklicht.

Ohne die Kenntnis des individuellen Geistes erkennt man auch seine Wirkung in der Materie nicht, die Schlange beisst sich mit dem normalen Bewusstsein in den Schwanz!

Delta Dynamik ist die Voraussetzung, um die Materie und den Geist zu verstehen.

Dann erlebt man an sich, dass drei geistige Arten von Wesen die Materie beeinflussen: Die göttlichen Wesen, die anti-göttlichen Wesen und der individuelle Mensch.

Bei der Bewusstseinssteigerung des Menschen mit Hilfe der göttlichen Wesen ist die Freiheit ein wichtiger Punkt.

Beim passiven Menschen wird das Bewusstsein herabgedämpft, obwohl er sich wach vorkommt. Denn die anti-göttlichen Wesen wollen sich nicht zu erkennen geben und verwirren den Menschen. Der Zwang ist ihr Mittel, um ihre Ziele zu erreichen. Der Mensch wird nur zum Konsumenten gemacht und leugnet dann den individuellen Geist. Der Materialismus, der die unsichtbaren Felder mitberücksichtigt, wird als alleinige Erklärung der Zusammenhänge gebraucht. So kommt es, dass auch die Erklärungen der Materie und der Felder voller Widersprüche für ein logisches Denken sind. Der Intellekt ist zwar auch logisch, biegt sich die Forschungsergebnisse so zurecht, dass sie je nach Interesse zum “Stimmen” gebracht werden. Ohne das Deltagramm zu begehen, bleibt alles intellektuelle Spekulation oder Theorie.

Dieses „Durcheinander“ wird nur durch die Eigenaktivität geklärt. Die Benutzung des Deltagramms ist ein Weg dazu.

Um den menschlichen Geist zu begreifen, muss man den Körper (die Materie) genau kennen. In einemmeiner nächsten Bücher werdenin der Menschenkunde auch die Zeiten erweitert und das Eingreifen des individuellen Geistes in den Körper erklärt.

Das Eingreifen des Geistes über die elektromagnetischen Felder in der Materie muss genau beschrieben werden. Dazu ist auch die Kenntnis der alten Elemente und der heutigen Aggregatszustände nötig.

Die Wirkung des Willens kann jeder Mensch an sich selbst erleben. Wie manche Beispiele von Behinderten, von Operierten und die Erlebnisse im Wassertank zeigen, braucht es keinen Körper, um seinen Willen zu erleben. Der persönliche Wille ist mit dem individuellen menschlichem Wesen gleichzusetzen. Der Körper ist jedoch eine grosse Hilfe beim Verwirklichen seiner Ziele auf der Erde. Ja man kann sogar sagen, dass man ohne Körper mit seinen Sinnesorganen die irdische Welt nnicht erleben kann.