Reinkarnation und Karma

Aufwachen und im Jetzt leben

Die Voraussetzung, dass der Mensch während des Lebens aufwachen kann, ist die folgende: Der Mensch ist ganz inkarniert und lebt im Jetzt mit hellem Bewusstsein.

Geistig oder aufgewacht im Körper auf der Erde heisst, der Mensch ergreift das Physische ganz: den unsichtbaren physischen Individal-, Seelen- und Energiekörper und den sichtbaren physischen Körper. Er durchdringt die feste, flüssige, gasförmige Materie und die Wärme oder die elektromagnetischen Felder vollkommen.

Es heisst aber auch, der Mensch hat die Senkrechte voll ergriffen und hat sich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch-geistig aufgerichtet. Er ist aufrecht, ohne Lug und Trug. Er lebt die Wahrheit oder ist authentisch.

Dann ist er ganz zentriert und anwesend.

Die grösste Aktivität des menschlichen Geistes oder Ichs findet im Menschen statt, wenn er ganz im Körper «wohnt».

Nur im festen Körper haben wir die Freiheit, uns von der Materie und den Feldern bewusst zu lösen. Dann können die Materie und die Felder uns nicht mehr manipulieren.

Schicksal mitgestalten

Aufgewacht kann der Mensch sein Schicksal mitgestalten, indem er ganz bewusst sein Leben in die Hand nimmt und entsprechend lebt.

Beispielsweise verletzt er keinen Menschen, um sein Ego zu bestätigen. Dies würde wieder sein Schicksal extrinsisch prägen. Er verhält sich wahr und konsequent, ist aber immer liebevoll zum Anderen.

Den Schmerz, den der Andere nun eventuell erleben muss, ist ein selbst verursachter Schmerz. Er ist in diesem Fall ein nicht vom anderen Menschen verursachter Schmerz. Er ist verursacht vom Ego des Menschen selbst und führt zu Schmerzen, bis das Ego sich aufgelöst hat.

Hilfe

Wenn der Mensch aufgewacht ist, will er oft den Anderen helfen.

Wenn sich die Anderen aber nicht helfen lassen wollen, lässt er sie frei. Sie können in ihrem Elend verharren, solange sie wollen, weil sie noch nicht ganz aufgewacht sind. Sie leben zwar ihr Leben im Wachzustand, sind aber noch nicht geistig wach. Das Elend kann auch sein, dass die Menschen in unnötigem Luxus schwelgen usw. Sie sind noch nicht fähig, ihre Freiheit zu gebrauchen. Es bleibt für den aufgewachten Menschen nur noch das Mitgefühl für den Anderen. Verurteilung würde zeigen, dass der aufgewachte Mensch wieder „eingeschlafen“ ist, dass er den Versuchungen des Lebens auf der Erde erlegen ist.

Deshalb kann der geistige Mensch ihnen die Freiheit nicht aufzwingen, ohne selbst ein «Schlafender» oder geistloser Mensch zu werden.

Auch die Freiheit das Gute zu tun, ist schlecht, wenn sie befohlen wird. Dies hätte wieder negative Folgen für das Schicksal des «Eingeschlafenen». Das Gute wäre nicht selbstbestimmt und von außen geprägt, also schlecht.

Der von Gott geschaffene Mensch

Der göttliche Mensch ist ein ewiges, geistiges und individuelles Wesen mit seinem individuellen Schicksal.

Um sein negatives Schicksal abzutragen und zu verwandeln, muss sich das Ich-Wesen oder die Geist-Seele einige Zeit nach dem Tod in einen neuen Körper «begeben», um wieder auf der Erde sein Leben selbst gestalten zu können. Der Mensch kann dann neu in sein Leben intrinsisch eingreifen und sein zukünftiges Leben besser selbst gestalten. Denn jeder Mensch hat viel zu tun, bis er sein Leben zu 100% selbst gestalten kann. So kann er seinen Teil zu Gottes Schöpfung beitragen.

In gewissen Phasen kann der Mensch während seines Lebens noch nicht intrinsisch oder von innen heraus leben. Sie werden nach dem Tode in der Aussenwelt oder Sphäre der Toten, die noch nicht im Geistigen oder im Himmel angelangt sind, als extrinsisch bestimmt erlebt. Diese Phasen werden das Schicksal im nächsten Leben prägen.

Wir sind verantwortlich für unser Schicksal. Diese Erkenntnis erleben wir aber erst, wenn wir aufwachen.

Dieser Ablauf wird Wiedergeburt der Geist-Seele und selbst Gestalten-Können ihres Schicksals genannt oder kurz: Reinkarnation und Karma.

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