Was ist menschlich?

Wie werde ich ein richtiger Mensch? Dies ist eine berechtigte Frage. Obwohl jeder menschliche Körper mit einem menschlichen Namen bezeichnet wird, ist der Mensch ohne sein Zutun erst ein natürlicher, lebendiger, seelischer Körper. Er ist ein Produkt der Natur. Wie die Wissenschaft sagt, ist er ein human animal oder ein höheres Säugetier. Er ist noch nicht ein innerlich aktiver, individueller Mensch, der seine Verantwortung bewusst ergreift. Er ist noch nicht geistig erwacht. Dieser Zustand war früher normal.

Heute kann der Mensch jedoch erwachen und zum verantwortungsvollen, kreativen Menschen werden.

Der Ego-Mensch oder natürliche Mensch

Immer wenn der Körper nur ein Werkzeug des Egos ist, handelt der Mensch als Egoist. Er ist ein Herdenwesen, das lebenszerstörend werden kann.

Seine Taten sind auf seine halbbewussten Wünsche und unbewussten Triebe ausgerichtet. Beim Menschen haben alle nicht ganz bewussten Handlungen die Tendenz, lebenszerstörend zu sein. Der Mensch bemüht sich nicht, seine Menschlichkeit zu steigern und lebt in einem abgedunkelten Bewusstsein, glaubt aber, dass er wach sei. Seine Taten sind nicht individuell in dem Sinne, dass sein Körper von seinem individuellen Ich bewusst durchdrungen wird.

Der Ich-Mensch

Ganz anders ist es, wenn seine Geist-Seele im Körper wirkt. Der Mensch ist dann ein geistiges Wesen, das im natürlichen Körper bewusst wirkt. Sein lebendiger Körper ist ein Werkzeug, das die Taten einer erwachten, individuellen Geist-Seele ermöglicht. Der Mensch lebt in einem hellen Bewusstsein im Jetzt. Er versucht im Einklang mit seiner Umgebung zu sein und fördert das Leben auf der Erde.

Der Mensch ist ein individuelles Ich-Wesen, das seine Heimat im Geistigen hat. Er lebt in der Natur auf der Erde und „bewohnt“ einen mit den Sinnesorganen wahrnehmbaren Körper. Die ganze Natur oder Sinneswelt ist mit den Sinnen wahrnehmbar. Er ist nun ein göttlicher Mensch auf der Erde, der lebensfördernd wirkt.

Nun bestimmt das Ich oder der menschliche Geist, nicht der Körper. Der „tierische Körper“ wird nun von einem menschlichen Geist oder Ich bewohnt.

Körperdominanz (Ego)

Aphoristisch einige wichtige Punkte, um nicht in Abhängigkeit des Körpers zu kommen:

  1. Keinen Stress erleiden oder machen
  2. Kein Konkurrenzdenken bestimmen lassen
  3. Gefühle, nicht starre Emotionen pflegen
  4. Gefühle zulassen, nicht verdrängen
  5. selber denken, nicht „nachplappern“
  6. genau wahrnehmen, nicht phantasieren
  7. im Jetzt leben, nicht Vorurteile der Vergangenheit in der Gegenwart wirken lassen
  8. sich nicht als eine statistische Grösse fühlen und glauben, dass die Fakten auf einen selbst zutreffen müssen
  9. keiner Extrapolation in die Zukunft glauben
  10. offen für Neues sein
  11. Rhythmen ernst nehmen (z. B. Schlaf-, Ess-, Arbeitsrhythmus, …)
  12. sich selbst bestimmen
  13. für seine Taten verantwortlich sein
  14. Beweglich sein
  15. Sein Bewusstsein nicht abdämpfen lassen (z. B. durch Drogen, Ablenkung, …)

Vorstellungen über die Welt

Der Mensch kann auf zwei Arten leben (natürlich gibt es auch diverse Mischformen):

Erste Variante (Ego)

Der Mensch fühlt sich als „Bioroboter“ auf dem Staubkorn Erde im unendlich grossen Weltall. Der Tod ist das Ende seiner Existenz. Der Geist ist für ihn nur ein Wort für die Denkfähigkeit. Er weiss nicht, ob die Welt eine Illusion ist, die von seinem Gehirn erzeugt wird. Deshalb hat er die Meinung, dass seine Taten unbedeutend sind und er keine Verantwortung hat.

Der Mensch lebt den Materialismus und fühlt sich als höheres Säugetier.

Zweite Variante (Ich)

Der Mensch erlebt sich durch seine innere Aktivität als geistiges, individuelles und ewiges Wesen, das seinen Körper als Werkzeug von Gott bekommen hat oder bewohnt.

Der Mensch gibt und erfährt durch seine innere Aktivität Freiheit und Liebe. Er erlebt sich auch als schöpferisches oder kreatives Wesen, das für seine Taten verantwortlich ist.

Ewigkeit heisst für ihn der Bewusstseinszustand, der sich ausser Raum und Zeit befindet. Es kann also in dieser Welt nicht vom Tod als Ende einer Entwicklung in Raum und Zeit (Körper und Seele) gesprochen werden. Sein Körper kann nur auf der materiellen Erde und seine irdische Seele nur in den elektromagnetischen Feldern sterben oder sich auflösen.

Sein Ich – ein geistiges Wesen – hat jedoch durch die Erfahrungen auf der Erde ein anderes Bewusstsein ausser Raum und Zeit. Die Ergebnisse seiner Entwicklung bleiben auch ausser Raum und Zeit erhalten.

Die Entwicklung des Bewusstseins sind geistige Früchte, die in der geistigen Welt – 0 Dimensionen – nicht zugrunde gehen, sondern ewig existieren.

Der Mensch ist nun ein göttlich individueller Mensch und fördert die göttliche Entwicklung.

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