Vom menschlichen Geist zu den zwei Seelen

Einige historische Behauptungen und Erlebnisse

Aristoteles

Der Mensch ist nach Aristoteles die Durchdringung des Geistes von oben (nous poetikos) mit dem Geist von unten (nous pathetikos). Da der Geist alles durchdringt, kann er auf der Erde sowohl von oben als auch von unten kommen. Aristoteles nennt den Geist von oben den aktiven „Künstler oder Poeten“, den Geist von unten „den passiv Gefühlvollen“. Es entsteht der irdische Mensch oder der Mensch mit Seele.

Von der Erde aus wächst der menschliche Körper nach oben und richtet sich nach einiger Zeit auf. Dabei ist der Mensch unbewusst oder passiv. Er ist aber gefühlvoll. Die menschliche Geist-Seele bewohnt ihren gefühlvollen Körper. Ausserdem kann der geistige Mensch mit seinem Körper als sein Instrument denken, fühlen und wollen und auf der Erde eingreifen oder handeln.

Also von oben senkt sich der menschliche Geist nach unten und von unten wächst ihm sein Körper als Spiegelbild des Geistes entgegen.

Zwei Seelen

Der Mensch besitzt demnach eine körperliche Seele, die sterblich ist.

Die körperliche Seele ist ein Spiegelbild seiner unsterblichen, geistigen Seele, die unabhängig von der Materie und den elektromagnetischen Feldern des Körpers ist.

Goethe spricht nicht zufällig: Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) zu den Gefilden hoher Ahnen.

Meine Beobachtung

Die Seele des Menschen kann im Brustbereich gefühlt werden. Unsere echten Gefühle spüren wir mit dem Herzen.

Die Seele verbindet den Geist von oben mit dem Körper von unten.

Paracelsus

Es kann also gesagt werden, dass der Körper ein Spiegelbild des Geistes ist.

Schon Paracelsus sagte: „wie oben, so unten“.

Delta Dynamik

Die Geist-Seele des Menschen lässt im Herzbereich halbewusst – als Gefühl – den Geist von oben durch die Kopfregion einströmen und zur Seele werden. Von unten durch die Füsse strömt der Geist ebenfalls – aber unbewusst – zum Herzen und lebt bewusst bis unbewusst im aufgerichteten Körper.

Diese Behauptungen können heute mit einem gereinigten Bewusstsein selbst nachgeprüft werden.

Der Mensch muss sicher sein, dass er nicht von Lieblingsideen, von vergangenheitsorientierten Emotionen und von zerstörerischen, anti-göttlichen Willensimpulsen geleitet wird. Dazu gibt es diverse Übungen.

Der Mensch darf nicht von halbbewussten bis unbewussten Vorurteilen bestimmt werden. Er muss in der Gegenwart oder im Jetzt leben. Ausserdem muss er innerlich aktiv sein.

Einige Fragen

  • Kann ich mich als Erwachsener bewusst von oben her aufrichten oder bin ich nur aufrecht, weil ich als Kind gelernt habe, mich aufzurichten?
  • Weshalb kann ein Kind nur auf zwei Beinen gehen (sich aufrichten) und sprechen, wenn es von Menschen umgeben ist? (Lebt ein Menschenkind als „Wolfskind“ nur unter Tieren, kann es sich auf allen Vieren fortbewegen und Tierlaute ausstossen. Es wird sich aber nie aufrichten und sprechen.)
  • Wirkt meine Aufrechte auch auf mein Gefühl ein?

Viele weitere Beobachtungen können noch an sich selbst gemacht werden und bestätigen, was seit Aristoteles beobachtet wurde:

Der Mensch ist ein geistig göttliches Wesen, das in einem irdischen Körper auf der Erde lebt. Sein Körper ist ein Spiegelbild seines Geistes.

Auf der Erde kann der Mensch als seelisch-geistiger Mensch leben und bildet so mit seiner Seele die Verbindung zwischen Geist (oben) und Körper (unten).

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