Der physische Körper stellt dem Menschen ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem er Verbindungen zur Erde und um zum Kosmos oder Weltall aufnehmen kann. Dazu sind im Körper die Sinnesorgane geschaffen worden. In einer langen Evolution sind folgende Sinne entstanden:
Die drei Sinne des festen, physischen Körpers, die drei Sinne des flüssigen Energiekörpers, die drei Sinne des gasförmigen seelischen Körpers und die drei Sinne des wärmehaften Individualkörpers.
Die 12 menschlichen Sinnesorgane* finden wir im physisch sichtbaren und unsichtbaren Körper. Auf der materiellen Erde sind sie als Materie oder Wellen darstellbar.
* Die Bezeichnung der 12 Sinne wurde von Rudolf Steiner übernommen, der sie vor ca. 100 Jahren schilderte.
Wenn der Mensch im Laufe seiner Entwicklung auf der Erde seinen physischen Körper als «Wohnung» bezieht, kann er mit seinen 12 Sinnen Kontakt zur physischen, energetischen, seelischen und geistigen Welt knüpfen. Indem er seine Sinne schult, kann er differenzierter wahrnehmen und sich in den verschiedenen Welten, die alle auf der Erde durch den irdischen Menschen existieren, heimisch fühlen.
Die Aufgaben einer zeitgemässen Schule
Die Schule sollte ein wichtiger Ort sein, in dem alle Sinne gezielt geschult werden.
Nach der Geburt erlebt der Mensch die Welt hauptsächlich mit den Sinnen des physischen Körpers. Er hat aber unbewusst immer den Kontakt zu allen ihn umgebenden Welten. Die übrigen Sinne sind noch nicht differenziert im Körper verteilt und können vom Kind nicht als voneinander getrennte Sinne eingesetzt werden.
Die Sinneswahrnehmung
Um in einem Sinnesbezirk differenziert wahrzunehmen, muss der Mensch immer mehr als einen Sinn einsetzen.
Beispiele:
Um zu hören braucht der Mensch nicht nur die Ohren, sondern nimmt mit dem Tastsinn auch die Vibrationen der tiefen Töne wahr.
Der Gehörssinn und der Tastsinn sind aktiv.
Das Gleichgewicht kann der Mensch besser halten, wenn er auch sehen kann.
Der Gleichgewichtssinn und der Sehsinn werden eingesetzt.
Den Geschmack einer Speise nimmt der Mensch auch mit der Nase wahr.
Der Geschmackssinn und der Geruchssinn werden aktiviert.
Die Sinne des physischen Körpers
Zuerst wollen wir uns den unbewussten Körpersinnen zuwenden.
Körpersinne
Sie sind unbewusst, weil wir mit ihnen immer wahrnehmen, ohne dies zu realisieren.
Erst wenn wir eine Störung im Körper haben, merken wir, dass unser Tasten, Lebensgefühl oder Bewegen anders wahrgenommen wird als vorher. Unser Bewusstsein richtet sich nun auf das, was nicht mehr so ist, wie vorher.
Tastsinn
Wenn wir hellbewusst als aufmerksamer Erwachsener auf unsere Sinne schauen, bemerken wir einen Sinn, der viele Sinnesorgane besitzt: den Tastsinn.
Die ganze Haut, die den physischen Körper umhüllt, ist voller Tastkörperchen. Mit der Kopfhaut nehmen wir nur grob wahr, mit den Fingerspitzen haben wir eine sehr differenzierte Wahrnehmung.
Wenn wir etwas ertasten, sind wir sicherer, dass etwas existiert, als wenn wir es nur sehen. Es ist der sicherste Sinn für die körperliche Existenz oder das körperliche Sein.
Hilfe durch den göttlichen Körper
Der Tastsinn wird immer eingesetzt. Die Verbindung mit dem Körper ist immer wichtig und bestätigt uns in jedem Augenblick, dass wir existieren.
Dem hell bewussten Erwachsenen ist klar, dass sein Ich, das aus der geistigen Welt stammt, während des irdischen Lebens mit der körperlichen Welt verbunden ist.
Der Ich-Geist oder das Delta des Menschen lebt im Tagesbewusstsein wach in seinem Körper auf der Erde und fühlt sich als Ich.
Illusionen durch den materiellen Körper
Wenn der Mensch vergisst, dass in seinem Körper ein ewiges Ich-Wesen „wohnt“ und er sich als human animal – als menschliches Tier – fühlt, wird sein Ich zum Produkt seines Körpers – zum Ego -. Er glaubt dann, dass beim Tod seines Körpers – unter vielem anderen mit seinem Tastsinn – auch sein Ego stirbt und er nicht mehr existiert.
Er glaubt, dass sein Ich-Bewusstsein nur durch den Körper existiert, weil er nicht erlebt, dass der Körper nur sein Bewusstsein wach werden lässt, sein Ich-Wesen aber ewig existiert. Sein ewiges Ich-Wesen wird durch das Leben im Körper wach. Dieser Bewusstseinszustand ist nicht materiell und kann daher auch nicht sterben. Der Mensch kann heute ein bewusstes Ich-Wesen sein, das seine Verantwortung ergreifen kann.
Lebenssinn
Auch ist der Lebenssinn, der sein Sinnesorgan im Darm hat, enorm wichtig.
Es wird vom Lebenssinn immer angezeigt, ob es dem Körper gut geht.
Beim Spielen sollte es dem Kind immer gut gehen, damit es weiterspielt. Ihre Gesichter sind immer von Freude geprägt, auch wenn es anstrengend ist.
Der hell bewusste Erwachsene findet den Zusammenhang zwischen Lebenssinn und Gedanken-Sinn oder Denken und Körpergefühl.
Hilfe durch den göttlichen Körper
Der Lebenssinn ist eine körperliche Hilfe, damit wir die Gedanken und Gefühle der Anderen gut verstehen. Er ist auch eine Hilfe, damit wir uns mit der geistigen Welt auf der Erde gut verbinden können.
Bewegungssinn
Mit den Bewegungssinn verbinden wir uns mit der bewegten Welt. Auch unser Körper gehört dazu, denn wir sind nicht unser Körper, wie man uns oft glauben machen will.
Bei den meisten Spielen ist Bewegung wichtig und nötig.
Der hell bewusste Erwachsene kennt den Zusammenhang zwischen Bewegungs- und Wortsinn oder bewegen und sprechen.
Hilfe durch den göttlichen Körper
Die Körperbewegung ist eine Hilfe, dass wir uns mit der Bewegung in der Sprache und mit der geistigen Welt auf der Erde gut verbinden können.
Wenn wir uns bewegen, lernen wir die Sprache nachhaltig. Da beim Theaterspiel sich der Mensch immer bewegt, lernt der Mensch mehr, als wenn er die Bewegungen auf dem Bildschirm sieht.
Einige Spiele:
Es werden beim Spielen immer viele Sinne gleichzeitig eingesetzt.
Durch Kinderspiele, welche die Kinder gerne spielen, sind neben der Freude, die sie dem Kind bereiten, auch der unbewusste Einsatz des Tastsinnes, des Lebenssinnes und des Bewegungssinnes bei den körperlichen Sinnen wichtig. Selbstverständlich werden meistens auch viele andere Sinne gebraucht, um das Spiel aufmerksam zu spielen.
Tastspiele
Mit geschlossenen Augen (einer Binde vor den Augen) muss das Kind etwas erkennen. Dies kann ein Gegenstand, ein Tier oder Mensch usw. sein. Es gibt viele Varianten: Man darf z. B. 3 Fragen stellen, um das Ertastete einzugrenzen. Bei einer falschen Antwort muss man beispielsweise 3 Minuten auf einem Bein stehen usw.
Hüpfspiele
Eines der bekanntesten Hüpfspiele kennen Sie sicher noch aus
Ihrer Kindheit. Himmel und Hölle wird es in der Schweiz genannt,
Hickelkasten in anderen Ländern. An einigen Orten heisst es
Hopse, Paradiesspiel oder einfach Hüpfspiel.
Das Hüpfspiel ist ein einfaches Kinderspiel und kann mit beliebig
vielen Kindern gespielt werden.
Zusammen mit dem Gummitwist ist Hickelkasten oder Himmel und
Hölle das bekannteste und beliebteste Hüpfspiel bei Kindern.
Wie wird das Hüpfspiel gespielt?
Ganz verschieden, je nach Region und Land. Meist wird das
Hüpfspiel mit Kreide auf den Boden gemalt oder in den Sand
geritzt. Es gibt unzählige Varianten und Regeln, so bunt, so
vielfältig und wunderbar wie die Kinder sind.
Völkerball
Völkerball ist ein beliebtes Spiel, welches aus Tradition und aufgrund der einfachen Organisation oft gespielt wird. Die Spielidee, den Gegner abzuschiessen, wird aus pädagogischer Sicht oft kritisiert. Auch hat keines der grossen Sportspiele eine ähnliche Spielidee. Trotzdem oder gerade deshalb lebt das Spiel von einer sehr grossen Spannung.
Wichtig ist, dass die Spielregeln und das Spielgerät
(Softball) so ausgewählt werden, dass auch die schwächeren und ängstlichen
Schülerinnen ins Spiel integriert werden.
Die Intensität des Spiels kann durch einen zweiten Ball erhöht werden.
Die Kinderspiele
ist ein um das Jahr 1560 entstandenes Gemälde des flämischen Malers Pieter Bruegel des Älteren. Dargestellt sind 91 verschiedene Kinderspiele aus den Niederlanden des 16. Jahrhunderts. Heute befindet sich das Werk im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Im Buch (H. Langosch: Alte Kinderspiele – neu entdeckt, Freiburg 1991) werden viele Hinweise auf alte Spiele gemacht.
Der individuelle Ich-Geist als Spiegel des Körpers
Der physische Körper spiegelt den Individualkörper.
Die Verbindung mit der physischen Erde, zeigt im hellen Bewusstsein eine bewusste Verbindung mit der geistigen Welt. Mit dem hellen Bewusstsein erkennen wir, dass wir uns nur bewusst mit der Erde verbinden können, wenn wir schon mit dem Geist verbunden sind. Die körperlichen Sinne verbinden unbewusst den Menschen mit seinem Körper und der körperlichen Erde.
Andere Menschen und die Sinne im Körper sind eine Hilfe das geistige meschliche Wesen immer bewusster kennenzulernen. Ohne den Körper erkennt der Mensch den Geist auf der Erde nicht.
Die volle Erkenntnis über den individuellen Geist des Menschen ist erst als Erwachsener möglich, wenn die Sinne in der Kindheit eingesetzt wurden und gesund blieben.
Bei Paracelsus und der traditionellen chinesischen Medizin TCM kennt man den Zusammenhang zwischen oben und unten, zwischen Geist und Körper und Makrokosmos und Mikrokosmos.
