Drei „Kästen“ und ein „Schlauch“

Drei „Kästchen“ und ein „Schlauch“ waren mein Lebensgefühl nach einer fünfstündigen Hirnoperation.

Dieser Zustand blieb mir ca. 3 Wochen erhalten. Ich konnte kaum aufsitzen, aber mein Denken, wenn ich es „einschaltete“, funktionierte so wie immer. Der „Schlauch“ , wie ich später feststellte, – mein ganzer Körper, ohne die Funktion meiner „Kästchen“ – war horizontal ans Bett gefesselt. Heute nach 15 Wochen schaue ich auf das Ereignis zurück. Ich war immer normal, sogar in den schlimmsten Momenten vor und nach der Operation. Ich war dissoziiert – wie die Ärzte sagten -, dies etwa 3 Wochen lang. Ich nahm aber alles als normal wahr.

Zum Glück hatte ich meinen Sohn Christian, der noch alles, was ich schon vorher geschrieben habe, noch veröffentlichen konnte. Heute kann ich wieder selber schreiben, etwas langsamer als früher. Bis zum Frühling wird jedoch alles „Behindernde“ vorbei sein, wie ich selbst bestätigen kann. Die modernen Gehirnforscher schauen dies auch als wahr an, wie das Buch – Norman Doidge, Neustart im Kopf, wie sich unser Gehirn selbst repariert, Campus, 2008.- zeigt.

Die 3 Kästchen waren die 3 Bewusstseinsarten der Delta Dynamik. Das Bewusstsein für Gefühle (roter Hut), das Bewusstsein für Gedanken (grüner Hut) und das Bewusstsein des Bewusstseins (gelber Hut), sonst das das Bewusstsein für Handlungen.

Der „Schlauch“ waren alle Sinne, die am Anfang dissoziiert waren. Mit dem Gleichgewichtssinn kämpfe ich noch heute, da er unter anderem mit den Augen, die noch nicht alles mitmachen, assoziiert ist.

So viel für heute.

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