Der Sommeranfang oder Johanni

Diese Woche war der Sommeranfang oder der längste Tag. Im christlichen Kulturraum wird er Johanni genannt. Es wird an die Geburt Johannes des Täufers, der Jesus im Jordan taufte, erinnert.

Die ganze Menschheit stammt vom selben Gott ab

Für alle Menschen auf der Ede gibt es den Sommeranfang oder längsten Tag auf der Nordhalbkugel. Dies ist unabhängig von Religion und Weltanschauung. Darüber gibt es keinen Streit. Wenn der Mensch religiös ist oder eine geistige Weltanschauung besitzt, erlebt er den Geist in verschiedenen Sphären auf der Erde wirken. Wie die Worte für den Geist und die einzelnen Sphären gewählt werden, ist von der Sprache und Weltanschauung abhängig.

Im Sommer wirkt das alte Element Feuer besonders. In der Wärme (37° Körpertemperatur eines gesunden Menschen auf der ganzen Welt unabhängig von Hautfarbe, Wohnort und Alter) kann sich das Ich des Menschen am besten entfalten.

Die Qualität eines sich entwickelnden Menschen ist sein Ich-Wesen. Sein Ego geht mit seinem Körper als Produkt seines verhärteten Körpers mit seinem Tode zugrunde. Während dem menschlichen Leben auf der Erde übernimmt immer wieder das Ego die Herrschaft. Der Mensch hat in dieser Phase ein abgedämpftes Bewusstsein. Um das Ich wirken zu lassen, muss der Mensch sich aktiv bemühen und sein Bewusstsein aufhellen. Dies kann er mit Konzentration machen.

Das christliche Fest Johanni ist das Fest des menschlichen Ich-Kerns.

Konzentration

Im normalen Bewusstsein lebt man im Vergangenheitsstrom. Der Mensch erinnert sich und extrapoliert aufgrund seiner Erinnerungen in die Zukunft. Ängste, die sich sehr schnell in Zukunftsangst oder sogar Panik verwandeln können, dominieren sein Bewusstsein. Es sind Ängste, die der Mensch sich auf Grund der Vergangenheit macht. Meistens werden sie nicht real, sondern sind nur Hirngespinste. Sie kommen aus dem erstarrten Vergangenheitsstrom.

Der geistige, bewegliche Vergangenheitsstrom, den der Mensch in der Konzentration erleben und erkennen kann, ist mit allen anderen Zeiten in Gott verbunden. Deshalb kann der Mensch in die Zukunft Vertrauen haben.

Wenn der Mensch in der Gegenwart lebt, hat keine Inhale, die er sieht, hört usw. Sonst sind es Impulse aus der Zukunft oder Gedankeninhalte aus der Vergangenheit.

Im Jetzt taucht er in göttliche Ruhe ein, aber bleibt innerlich aktiv.

In der Gegenwart des Geistes kehrt Ruhe ein. Der Mensch ist ganz wach, aber schläft nicht ein, obwohl er keine Inhalte erlebt wie Töne, Bilder oder andere Eindrücke.

Normalerweise würde er einschlafen. Seine Geist-Seele trennt sich dann von seinem lebenden Körper und verlässt die Welt. Er existiert in der geistigen Welt ohne Bewusstsein, bis er wieder aufwacht,

Die Zeit

Bei der Konzentration lebt der Mensch im Jetzt oder im Gegenwartspunkt.

Es kann auch gesagt werden: Nur in der Gegenwart kann der lebendige Geist verwandelnd wirken.

Konzentriert er sich nicht mehr aktiv, fällt er aus der Gegenwart heraus und fällt wieder in den Vergangenheitsstrom. Der Vergangenheitsstrom kann sehr schnell verhärten oder erstarren. Dann ist der Mensch nicht mehr frei. Das Ego statt dem Ich wirkt.

Die Verwandlung der vier Hauptgefühle

Die Gefühle Freude, Angst, Traurigkeit und Wut und ihre Mischungen tauchen aus dem Seelenmeer auf und ab. Wenn diese Gefühle verhärten, wird sehr schnell aus dem Gefühl Freude die Emotion Spaß oder Sucht. Aus dem Gefühl Angst die Emotion Panik vor der Zukunft. Aus dem Gefühl Traurigkeit wird sehr schnell die Emotion Depression oder den Menschen beherrschende Trauer. Aus dem Gefühl Wut entsteht sehr schnell die Emotion Zerstörungswut oder Vernichtung. Der Mensch sieht sich oft als Versager und als „Nichts“.

Die Emotionen beherrschen den Menschen. Er lebt als Ego-Mensch.

Er ist nicht mehr frei, denn die Emotionen verschwinden nicht so schnell wie die Gefühle. Diese tauchen nach einigen Minuten wieder ins Seelenmeer ab. Die Emotionen werden aber oft verdrängt. Sie werden ins Unterbewusstsein gestossen, beeinflussen den Mensch aber immer noch.

Man kann aber auch statt Angst Vertrauen in die Zukunft haben, die Freude zu Glück steigern, statt Traurigkeit Mitgefühl mit der Welt und allen Menschen haben. Die Wut kann aktiv in die Fähigkeit, kreativ zu sein verwandelt werden.

Bei der Verwandlung der Gefühle in geistig gedankliche Bewusstseinszustände ist immer ein hellbewusster, innerlich aktiver Mensch nötig, denn Bewusstsein ohne bewusstes Wesen ist nicht möglich.

Dies ist ein erster Schritt, ein geistiger Mensch auf der Erde zu werden und in der Gegenwart zu leben.

Übungen zur Aufhellung des Bewusstseins

Ein zweiter Schritt kann das Üben der Hauptübung und das Ablegen der farbigen Mützen sein. Er kann die Verwandlung der vier Hauptgefühle und ihre Mischungen in die vier geistigen Bewusstseinszustände fördern.

Wichtig ist immer, dass der Mensch in die Gegenwart kommt und sein normalerweise vergangenheitsbestimmtes Bewusstsein verlässt.

Kann er bewusst in die Gegenwart des Geistes kommen, ist er sich seines Ich-Wesens bewusst.

Er kann aber auch in die momentane Gegenwart kommen. Dann ist er sich seines ewigen Ich-Wesens noch nicht bewusst, ist aber aufmerksam. Auch hier fließt der unbewusste Zukunfts-Strom aus der Zukunft heran.

Folge auf der Erde der Übungen

Mit dem regelmässig oder noch besser mit dem rhythmischen Ausführen verschiedener Übungen durchdringt unser Ich-Wesen seinen Körper immer besser.

Die Atmung wird tiefer, der Mensch ist immer aufmerksamer geschickter.

Er kann seine Ziele immer besser erreichen.

Der Mensch kann nun Impulse aus der Zukunft von den Toten oder Engeln empfangen, wenn er aufmerksam oder genügend wach ist.

Freiheit

Er ist in der Sphäre oder der Welt, in die er die Freiheit hat, durch eigene Bemühungen angelangt.

Alle Übungen kann man nur in Freiheit ausführen. Der Mensch muss die Freiheit haben, sie machen zu wollen. Niemand kann ihn dazu zwingen.

Auch das Verwandeln der Gefühle in Bewusstseinszustände kann nicht befohlen werden. Nur in Freiheit kann der Mensch seine Gefühle zu Bewusstseinszuständen verwandeln. Nur in Freiheit kann man in die Gegenwart durch eigene Bemühungen gelangen.

Emotionen im elektromagnetischen Feld

An Johanni wurde im TAGI folgender Comic auf der Titelseite gedruck:

Lästern: Emotionen über einen nicht anwesenden Menschen können auch krank machen! Diese Emotionen gehen von Lebenden aus und helfen nicht, sondern schaden, indem sie ins elektromagnetische Feld gehen und dadurch den Menschen negative Impulse geben.

Das Wirken der Verstorbenen und Engel

In den Gefühlen, die im elektromagnetischen Feld als Welle dargestellt werden können, erhalten wir laufend Impulse der Verstorbenen und Engel oder geistiger, unsichtbarer Wesen.

Durch die Konzentration werden wir sensibel für diese Wahrnehmungen, die nicht von uns kommen.

Wir können diese für uns positiven Impulse ernst nehmen und ihnen entsprechend unser Leben einrichten.

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