Geist für alle und Michaeli III

Herbstbeginn

Nach dem Sommer kann der Mensch die nicht manipulierte Sinnes-Wahrnehmung und Verwandlung seines Ich-Menschen ideal üben.

Michaeli

Das noch weitgehend unbekannte christliche Fest Michaeli beschreibt das göttliche Wirken – nämlich die Wirkung von Erzengel Michael – im menschlichen Körper. Dieses christliche Fest kann auch als das Fest des menschlichen Geistes, der vom Individuum Mensch verwandelt wird, bezeichnet werden. Dann ist es nicht mehr nur christlich, sondern ein Fest für alle sich entwickelnden menschlichen Wesen.

Im christlichen Kulturraum kann der Mensch sich bewusst werden, dass er mit der Hilfe Michaels den Drachen bekämpfen kann, der ihn in den Abgrund ziehen will.

Er kann sein Schicksal auf der Erde mit der Hilfe von Michael oder Gott mitgestalten. Dann erlebt er die Kraft von Michael im Fest.

Das geistige Selbst

Die Menschen auf der ganzen Erde können mit hellem Bewusstsein ihr Ich zu einem geistigen Selbst verwandeln. Dabei müssen sie die Gegenmächte von Gott in den Abgrund hinabdrücken, um nicht von der geistigen Welt abgezogen und von den Gegenmächten angezogen zu werden.

Es wird ihnen klar, dass ein irdisches Leben nicht reicht, dies mit Erfolg zu machen.

Mit dem geistigen Selbst wird allen Menschen die Lehre von der Wiedergeburt des menschlichen, individuellen geistigen Wesens und das Schicksal, das ihnen auf Erden beschieden ist, zur Tatsache.

Das geistige zentrale Bewusstsein im Festen oder im alten Element Erde ist das gleiche wie das zentrale Bewusstsein bei der festen Materie.

Das Umkreis-Bewusstsein im Flüssigen oder im alten Element Wasser ist das gleiche wie im unsichtbaren elektromagnetischen Feld.

Die beiden Bewusstseinsarten kann der Mensch auf geistige Art durch Meditation oder auf der materiellen und elektromagnetisch feldhaften Erde durch die materialistische Wissenschaft kennen lernen.

Danach kann er sich vom Einfluss der Materie und des elektromagnetischen Feldes durch die deltadynamischen Übungen befreien. Die dreifarbige Mütze zeigt dem Menschen, von welchen Versuchungen oder Erstarrungen er sich befreien kann, um wieder seinen ursprünglich göttlichen Zustand mit hellem Bewusstsein seines Wesens zu erringen. Wenn er sich von ihrem Einfluss freimacht, dann denkt er rein und wird nicht mehr manipuliert. Er ist nun Wissenschaftler des Geistes. Er betrachtet die Naturwissenschaft geistig und stellt Forschungen über die Zukunftsströmung von rechts an.

Trümmelbachfälle

In den Sommerferien 2020 besuchte ich die Trümmelbachfälle im Berner Oberland im Lauterbrunnental. Sie können als Bild zur Reinkarnation und Karma angeschaut werden.

Die Trümmelbachfälle sind Wasserfälle, die sich durch den Felsen gegraben haben und sich einen Weg in die Tiefe des Tales durch den Felsen gesucht haben. Sie stürzen nicht nur durch die Luft ins Tal.

Der Staubbachfall in Lauterbrunnen stürzt sich 300 Meter durch die Luft ins Tal. Goethes Gedicht über den Staubbachfall beschreibt das Wasser in der Luft zur Erde stürzend und sich wieder zum Himmel hebend.

Die Trümmelbachfälle sind ein Bild, wie der Mensch seinen Lebensweg durch den harten, festen Felsen sich oftmals bahnen muss. Von der Luft kommend muss sich das weiche, bewegliche Wasser oder die menschliche Seele im harten Felsen einen Weg graben.

Der Mensch kann mit den abgeänderten Worten (Fels statt Wind) von Goethe sagen:

Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser, Schicksal des Menschen wie gleichst du dem Fels.

Fels steht für die feste Erde. Wenn das alte Element Wasser mit dem alten Element Erde ergänzt wird, muss der Mensch statt Fels das Wort Erde nehmen. Der physische Körper erleidet sein Schicksal. Erst wenn wir den physischen Körper neben der Wärme, Luft und Wasser auch als Erde – z. B. als festes Skelett – erleben, können wir uns ganz bewusst werden und voll aufwachen.

Nun sind wir nicht nur Opfer, sondern wache Gestalter unseres Schicksals.

Reinkarnation und Karma

Goethe vergleicht das Wasser mit der menschlichen Seele, die in wiederholten Erdenleben (Reinkarnation) sich immer weiterentwickelt. Das Schicksal (Karma), das der Mensch auf der festen Erde erlebt, kann eher mit dem sich einen Weg-Schaffen des Wassers im harten Felsen bei den Trümmelbachfällen verglichen werden.

Dies ist ein Bild der Aktivität des Menschen, der sein Schicksal auf sich nimmt und harte Arbeit auf der Erde leisten muss. Der Mensch nimmt sein Schicksal oder Karma auf sich. Er braucht aber mehrere Leben oder die Reinkarnation, um sein Schicksal wach zu leben. Der Kern oder das Delta des Menschen ist der oder das Gleiche, nur die Namen der irdischen Persönlichkeit wechseln.

Staubbachfall und Trümmelbachfälle

Der Staubbachfall und die Trümmelbachfälle sind ein Bild für die Reinkarnation und das Karma.

Goethe erlebte nur den durch die Luft fliegenden Staubbachfall. Er brauchte ihn als Bild für die Reinkarnation.

Bei den Trümmelbachfällen kommt noch das Bild des Schicksals oder Karmas dazu.

Das weiche Wasser bahnt sich seinen Weg durch den harten Fels. Wenn der Mensch einen unbändigen Willen hat, meistert er seinen Weg auch durch harte Schicksalsschläge.

Er bekämpft auf Erden den Drachen und „schwirrt“ nicht ab.

Michaeli kann auch das Fest der willentlichen Verwandlung durch den Ich-Menschen (Schicksal gestalten) genannt werden.

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