Nur der Ich-Mensch braucht einen neu organisierten Staat mit z. B. einem bedingungslosem Grundeinkommen.
Denn es ist zeitgemäss, alle Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Religion und Macht gleich zu behandeln. Nachhaltig mit der Erde und den Menschen umzugehen und allen Freiheit im Denken zu gewähren. Dies zeichnet den modernen Menschen aus, der mit seinem individuellen Geist oder seinem Ich auf der Erde eingreift.
Der Ego-Mensch schaut auch heute, dass Minderheiten, zu denen er selbst gehört, mehr Rechte, mehr Ressourcen und Freiheit haben.
Beim Kommunismus werden theoretisch alle Menschen „gleichgemacht“, beim Kapitalismus hat nur eine Minderheit Freiheit und Reichtum. In den Gottesstaaten bestimmt die wahre Religion das Leben. Eine Minderheit von „Religiösen“ bestimmt, wie die Mehrheit sich verhalten soll. Es gibt noch andere Spielarten und Mischformen. Ihnen gemeinsam ist, dass eine Minderheit über die Mehrheit bestimmt.
Ego und Ich
Der Mensch wird auf der Erde meistens angeschaut als Wesen, das die verschiedensten Versuchungen erleidet oder in seiner Seele Bezirke hat, die vom Egoismus gesteuert sind: Geiz, Geldgier, Schönheit, grosser Besitz, usw. Er begehrt materielle Güter. Dadurch ist er ein Egoist. Er ist von seinem Ego geleitet und empfindet sich aber in einer stillen Stunde als Sklave seiner Triebe.
Wenn der Mensch passiv bleibt, wird er von seinen Emotionen Spass, Panik, Depression und Zerstörungswut gepackt. Er ist unfrei und verfällt ihnen.
Ich
In seiner Seele leuchtet aber von Zeit zu Zeit sein Ich-Wesen auf.
Solange sich der Mensch aktiv bemüht, ist er ein Ich-Mensch.
Dieses Ich hat als höchstes Gut die Freiheit. Der Mensch will in Freiheit leben, auch wenn er weniger materielle Güter dadurch haben kann. Sein Ich-Wesen will die anderen Menschen als gleiche, göttliche Wesen behandeln, auch wenn es seinen egoistischen Trieben zuwiderläuft. Ausserdem will er als Ich-Mensch nachhaltig handeln. Ihm ist es wichtig sozial zu leben, auch wenn er die materiellen Ressourcen teilen muss.
Der Mensch kann im Jetzt seine vier Hauptgefühle zu geistigen Bewusstseinszuständen seines individuellen Ich-Wesens verwandeln. Dadurch setzt er seinen Geist gezielt und bewusst ein, ohne auf die Hilfe einer Kirche, eines Tempels oder Mosche angewiesen zu sein..
Die vier Hauptgefühle Freude, Angst, Traurigkeit und Wut werden durch die bewusste, menschliche Aktivität zu geistigen Bewusstseinszuständen Glück, Vertrauen, Mitgefühl und Kreativität im physischen Körper auf der Erde verwandelt.
Diese innere Aktivität kann nur durch den Willen des Menschen geschehen. Denn der Mensch ist durch sie frei.
Diesen Widerspruch zwischen Freiheit durch Aktivität des Ichs und Zwang durch Passivität des Egos kennt jeder Mensch.
Das Ich findet z. B. im bedingungslosen Grundeinkommen ein Mittel, das dem Menschen überall auf der Erde seine Freiheit zurückgibt, den Menschen gleichwürdig wie jeden anderen macht und durch soziales Handeln wirkliche Menschlichkeit ermöglicht.
Das Ego will nicht den Faulen, auch wenn sie keine Lohn-Arbeit finden, den gleichen Betrag, wie den Fleissigen geben. Es findet viele Argumente, weshalb das bedingungslose Grundeinkommen nicht möglich und sinnvoll ist. Der Mensch hat keine Recht ohne Leistug zu existieren.
Der Mensch ein Wesen, das Denken, Fühlen und Wollen kann
Freiheit
Wenn der Mensch denkt, braucht er aktiv sein Gehirn, um die Gedankeninhalte, die im Geist beweglich existieren, im Körper als Spiegelprodukte zu erleben. Niemand kann den Menschen zwingen, etwas zu denken.
Der Ich-Mensch ist frei.
Er kann nur gezwungen werden, etwas zuerst nur gedanklich nachzuvollziehen, was andere gedacht haben. Nachher wird er unter Umständen diese erstarrten Gedanken auch zu tun.
Gleichheit
In jedem Menschen können die vier Hauptgefühle Freude, Angst, Traurigkeit, Wut und ihre Mischformen aus dem Seelenmeer auf- und abtauchen.
Der Ich-Mensch ist gleich wie jeder andere.
Sozialität
Jeder Mensch kann die Verantwortung über sein Wollen übernehmen. Verantwortliches Wollen ist immer lebensfördernd.
Der Ich-Mensch verhält sich sozial.
Er handelt nach den drei Idealen: Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen. Immer, wenn sein Ich aktiv ist, lebt der Mensch nach den drei Idealen.
Französische Revolution
Schon in der Französischen Revolution waren liberté, égalité und fraternité die Ziele, die dann leider sich ins Gegenteil verkehrten, weil nicht klar war, wo Freiheit, Gleichheit und Sozialität gelten.
Drei Systeme im Menschen
Wie der physische Körper des Menschen Systeme hat zum Denken (Nerven mit Gehirn), Systeme zum Fühlen (Atem-Rhythmussystem) und Systeme zum Wollen (Gliedmassen-Stoffwechselsystem), muss man die menschliche Gesellschaft auch drei Systeme, die sich gegenseitig durchdringen, zum Wohle der Menschen berücksichtigen.
Es muss der heutige Einheitsstaat verlassen werden, in dem Politiker über Bildungsfragen, genauer Fragen zu Wissenschaft, Kunst und Religion, Rechtsfragen und Wirtschaftsfragen mit oder ohne Volksmeinung beschliessen müssen.
Die Systeme, wie die Systemwissenschaften zeigen, durchdringen den ganzen physischen Körper, aber sind doch getrennt. So wird die ganze Gesellschaft auch von drei Systemen durchdrungen, die verschiedene Funktionen haben, aber trotzdem durch die Menschen verbunden sind.
Ein Mensch kann im Beruf im Wirtschaftssystem arbeiten, als Vater ist er direkt vom Geistesleben in der Schule seiner Kinder tangiert und als Bürger ist er bei Rechtsfragen betroffen.
Die alte Ordnung in Bauern, Handwerker und Klerus und Adel wurde durch verschiedene Menschen, die entweder als Bauern die Ernährung sicherstellten oder als Adlige das Land verteidigten usw., möglich gemacht.
In der Wissenschaft (auch der Schule) muss Freiheit gelten. Bei Rechtsfragen muss jeder Mensch gleich behandelt werden. In der Wirtschaft muss nachhaltig oder sozial gehandelt werden.
Diese Ideale sind nötig, um sich als Mensch lebensfördernd entwickeln zu können.
Delta Schule
Die Delta Schule Zürich ist eine Schule nach den Regeln der 3 Systeme organisiert. Sie ist ein lebendiger, durchgeistigter Organismus. Der individuelle Geist auf der Erde (der Mensch) kann sich entfalten. In der Delta Schule wird der Schüler als junger Mensch genommen, der ein gewisses Mitspracherecht hat. Das Ziel ist, ein freier, gleicher und sozialer Mensch als Erwachsener zu werden.
Die drei sich durchdringenden Systeme sind: das Kreativteam, die Rechtsteam und das Nachhaltigkeitsteam. Die ganze Schule wird von der Schulleitung nach außen vertreten.
So wird der Mensch als geistiges Wesen auf der Erde ernst genommen. Er kann sich entwickeln und seinen Kern oder sein Delta entfalten.
Die Situation heute in der Schweiz
Solange unser Staat noch nicht mit diesen unabhängigen, aber zusammenarbeitenden drei Systemen organisiert wird, ist das Schulgeld für die Eltern groß.
In einer Demokratie ist die Freiheit gewährleistet. Die Schule ist immer noch ein Glied des Staates. Weil sie privat organisiert ist, mischt sich der Staat in der Schweiz nicht zu viel ein.
Die Delta Schule kann auch in einem noch nicht mit den drei Systemen geführten Staat zeigen, dass sie funktioniert und den Menschen sich entfalten lässt.
Die Delta Schule in Zürich richtet sich nach dem Staat aus, der den Menschen als individuelles geistiges Wesen auf der Erde wahrnimmt und den Menschen sich entwickeln lässt.
Da es einen solchen Staat noch nicht gibt, können wir ein geeignetes Umfeld z. B. in einer Schule schaffen, wenn wir in einer Demokratie leben.
Wenn der Mensch immer mehr Zellen schafft, wo er sich entwickeln kann, wird es in einer Demokratie möglich werden, wenn die Mehrheit den Menschen als sich entwickelndes Wesen erlebt, dass Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen für seine Entwicklung auf einer gesunden Erde braucht. Diese verschiedenen Zellen können sich immer stärker vernetzen und dem zur Menschlichkeit strebenden Teil der Menschheit das Umfeld bieten, dass zur Entwicklung nötig ist.
Die Delta Schule in Zürich gestaltet immer besser einen Schulbetrieb nach den Regeln, mit denen der Mensch ein wirklicher Ich-Mensch werden kann.
