Der neue Führungsstil

 Heute ist ein neuer Führungsstil auch in der Schule nötig, wenn man die Menschen nicht als Maschine (Human Resource), sondern als motivierten Mitarbeiter anschaut.

Der Manager braucht viel Selbsterkenntnis und damit auch Menschenkenntnis. Diese kann er mit elektronischen oder konventionellen Medien, mit Coaches  und aus dem Leben lernen. Wichtig ist, dass er  seine Erkenntnisse nicht nur weiss, sondern mit seinen Handlungen auch entsprechend umsetzen kann.

Dazu ist es nötig, dass er sein Bewusstsein steigert und in der Gegenwart leben kann. Man nennt diese Eigenschaft häufig: aufmerksam und präsent  sein.

Um immer aufmerksamer zu sein, muss man folgende Haltungen bewusst schulen:

  1. Das Denken

Das Denken muss immer beweglicher und kreativer werden. Man muss sich bewusst werden, dass man vom Denkinhalt und vom Denkakt sprechen kann.

Der Denkinhalt – nicht die Assoziationen oder die Phantasie – kann von allen Menschen auch gedacht werden. Wir finden durch ihn, wenn nicht der Egoismus in seinen vielen Formen dominiert, Übereinstimmung. Bei ungelösten Fragen müssen wir einer Autorität, die wir akzeptieren können, glauben,  bis wir das Problem eigenständig gelöst haben.

 

Der Denkakt ist die urmenschliche Tätigkeit schlechthin. Er erfolgt absichtlich und mit Bewusstsein. Der Denkakt ist immer aktiv, mit Gefühlen und Willensimpulsen durchdrungen. Deshalb kann er sich auch in einer gezielten Handlung zeigen.

Der Einsatz von Computern, um Wissen oder Daten abzufragen, ist kein menschlicher Denkakt, sondern dass auf einem Bildschirm die Anzeige eines „Datenfriedhofs“ erscheint. Man muss mit seinem Denken und Fühlen  die Daten ordnen, beurteilen, begreifen usw.

 

Jeder Mensch kann aktiv den Denkakt vollziehen. Mit nicht ganz wachem Bewusstsein wird dann vom Denken gesprochen, bei dem man im  Denken nur auf den Inhalt schaut. Ebenfalls glaubt man häufig, dass das objektive Denken kalt und ohne Gefühle ist. Dabei handelt nur ein Mensch nachhaltig und gesundheitsfördernd für alle Menschen und die ganze Erde, der die Objektivität in seinem Denken und Fühlen anstrebt.

 

Im Team findet man oft eine bessere Lösung. Es ersetzt aber das eigenständige Denken nicht. Im Team kann man  durch Nachdenken oft eine bessere Lösung finden, weil verschiedene Menschen mit unterschiedlicher Lebenserfahrung sich um die beste Variante kümmern und sich gegenseitig inspirieren.

 

2. Das Handeln

Die Handlungen sollten immer auf Grund des beweglichen Denkens erfolgen. Intuitiv automatische Handlungen sollten den Grundsätzen folgen, die dem beweglichen Denken entsprechen. Das Ziel ist, dass man nicht manipuliert wird und seine Taten nicht wegen dem Lohn, dem Ruhm, dem Ehrgeiz usw. begeht. Hat man etwas angeordnet, das  im Nachhinein ungünstig oder sogar falsch war, gibt man den Fehler zu und korrigiert seine Anweisungen.

 

Nicht der Zwang sondern die Freiheit sollten gefördert werden.

 

Die Teamarbeit bündelt die Willenskraft verschiedener Menschen. Durch die gemeinsame Anstrengung erreicht man viel mehr, als ein einzelner zu Stande bringt. Deshalb ist Teamarbeit, die auf verschiedensten Erkenntnissen und Erfahrungen der Einzelnen beruht, viel wirkungsvoller. Denn man kann sich im Team mit anderen Menschen vernetzen.

Jeder nähert sich auf andere Weise der Lösung, die in dieser Situation am besten passt. Nicht blindes Handeln einer Gruppe, sondern gemeinsames Handeln von eigenständigen Menschen oder Individualitäten ist gefragt.

Damit man in diesem Sinne als Einzelner oder als Team handeln kann, müssen immer Offenheit, Positivität und Gleichmut geübt werden bis sie zu  unserer Haltung gehören und verinnerlicht  sind. Sie sind unsichtbare, seelische Eigenschaften, die aber einen grossen Einfluss auf die sichtbaren Taten ausüben.

 

3. Offenheit

Man soll alle Lebenssituationen offen anschauen. Nicht die Beurteilung auf Grund von alten Lebensmustern ist gefragt, sondern ein neues, kreatives  Einschätzen der Lage.

 

4. Positivität

Man soll das Negative sehen und korrigieren. Aber in jeder Situation kann man auch etwas Positives bemerken. Deshalb lässt man seine Stimmung nicht vom Negativen herunterreissen, sondern folgt den positiven Impulsen.Gleichmut

Man muss sich und seine Gefühle im Griff haben. Was man für alle fördernd erkannt hat führt man auch gegen Widerstände durch. Man wird nicht gefühlslos, aber lässt sich nicht nur von seinen Gefühlen bestimmen. Man lässt deshalb nicht zu, dass die Wogen der aus der Seele aufsteigenden  Emotionen seine Handlungen bestimmen.

 

5. Gleichmut

Man muss sich und seine Gefühle im Griff haben. Was man für alle fördernd erkannt hat führt man auch gegen Widerstände durch. Man wird nicht gefühlslos, aber lässt sich nicht nur von seinen Gefühlen bestimmen. Man lässt deshalb nicht zu, dass die Wogen der aus der Seele aufsteigenden  Emotionen seine Handlungen bestimmen.

 

 6.       Gleichgewicht

Mit grosser Aufmerksamkeit und Präsenz achtet man immer darauf, dass diese fünf Grundhaltungen im Gleichgewicht bleiben. Dies ist nur einem erwachsenen   individuellem Menschen möglich, weil er sein  Delta oder Ich bewusst selbst schulen kann. Er ist zur Selbstentwicklung fähig.

 

Diese Grundsätze sind in allen Strukturen und Betrieben des Geisteslebens (Wissenschaft, Unterricht, Kunst, Religion), des Rechts-Staates und der Wirtschaft nötig, wenn man die Freiheit, die Gleichheit und die Sozialität der Menschen verwirklichen will.

Viele Menschen glauben den  Autoritäten aus Wissenschaft oder Religion usw. nicht mehr. Sie wollen alles zuerst selbst begreifen, bevor sie etwas ausführen. Die oben besprochenen Grundhaltungen fördern diese moderne Einstellung.

Man muss aber aufpassen, dass man nicht in die Passivität abgleitet und nur noch ein guter Konsument, ein Rassist, Sektierer usw. wird. Dann ist man Zwängen ausgesetzt, statt in Freiheit sich selbst zu bestimmen.

 

Schule

Speziell in der Schule, in der Minderjährige unterrichtet werden, gelten diese Grundsätze für die erwachsenen Lehrer und Betreuer auch.

Von den Kindern kann man aber viel in Sachen bewegliches, kreatives Denken, Offenheit, und Positivität lernen. Nicht umsonst sagte schon Jesus Christus: „Werdet wie die Kinder!“

Deshalb muss man die SchülerInnen viel mehr in die Schule einbeziehen. Schule ist nicht mehr eine Lerninstitution- und Disziplinierungsanstalt, in der Kinder zu brauchbaren Menschen für die Gesellschaft geformt werden. Die Lehrperson ist nicht mehr „Paukerin“ und „Dresseurin“, sondern Begleiterin und Förderin.

Die Schule muss die Kreativität und das Lernpotenzial der Kinder nicht unterdrücken, sondern fördern. Wir müssen in jedem Kind einen individuellen Menschen sehen, der in Freiheit leben, in jedem Menschen ein ihm gleichartiges Wesen sehen und in der Welt sozial und nachhaltig wirken will.

Dazu müssen die Lehrpersonen auch Begleiter (Coaches) werden. Das Kind darf aber nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden. Man darf nicht alles von den Kindern erwarten. Im Denken, Fühlen und Handeln müssen die erwachsenen Lehrer Vorbilder ihrer Schüler sein. Sie müssen den Rahmen des Verhaltens, ihre Methoden und den Unterrichtsstoff festlegen und konsequent im Durchsetzen der von ihnen erkannten Ziele sein. Leider sind heute viele Fachgebiete für die meisten Schüler im Leben  nicht so wichtig, andererseits wird der Wert verschiedener Lernstoffe auch unterschätzt. Die Kunst wird nur als Hobby von Einzelnen angeschaut und bleibt einer Elite vorbehalten. Heute wird immer klarer, dass man mit Kunst bei allen Menschen viel erreichen und verbessern kann. Gewisse Methoden dienen nur schlecht den obigen Zielen und unsere ganze Gesellschaft fördert diese Haltungen auch in den sogenannten Rechtsstaaten nur teilweise.

Zusammenfassung:

Die Schüler sind junge, kreative, motivierte und begeisterte Menschen. Dieses grosse Potential müssen wir als Lehrpersonen fördern.

Die Lehrer sind erwachsene Menschen, die sich die oben kurz beschriebenen Haltungen durch aktive, bewusste Selbstschulung oder Selbstentwicklung aneignen können.

Die Funktion des Coaches ist in der Schule immer wichtiger. Man darf aber nicht vergessen, dass die Lehrer neben dem Coaching auch führen müssen. Nicht „entweder oder“, sondern beides soll im gesunden Masse ausgeführt werden!

Die Delta Pädagogik will für die Lehrpersonen ein Rahmen sein, was beachtet werden muss.

 

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