Es gibt verschiedene Motive, eine Privatschule zu gründen und zu leiten. Ein Grund kann sein, den Einfluss des Staates, in den Punkten, in denen der Staat kein Spezialist für Bildung sein kann, zurückzudämmen. In der Schweiz ist man in der Schule diesen negativen Einflüssen des Staates fast nicht ausgesetzt, wenn man eine vom Staat unabhängige Privatschule ist.
Als Privatschule kann man aber sehr schnell in Abhängigkeit der Wirtschaft kommen, da das Schulgeld aus den Löhnen der Eltern, die oft ihre Kinder noch besser in die Wirtschaft eingliedern wollen und denen die Ausbildung zum Menschen nur zweitrangig ist, kommt.
Jede Schule muss sich auch vom Staat gewisse Vorschriften diktieren lassen, da die Lehrpläne von Staatsangestellten – Angestellten der Bildungsdirektion und Lehrern – entworfen und von Politikern dem Volk zur Abstimmung empfohlen werden.
Wenn man als Schule das kreative Potenzial ohne die negativen Einflüsse des Staates und der Wirtschaft fördern will, muss man eine menschengemässe Pädagogik den Eltern, die primär in ihren Kindern den Menschen und nicht den Angestellten der Wirtschaft oder des Staates sehen, anbieten. Finanziell wird es dann schwierig werden, weil nicht alle Eltern, die sich von einer menschengemässen Pädagogik angesprochen fühlen, sich eine Privatschule leisten können.
Damit echte Freiheit in der Bildung möglich wird, muss man diese Einrichtungen, die nur unter gewissen Bedingungen finanziert werden, durch entsprechende Gesetze unabhängig machen.
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Der Staat und die Wirtschaft müssen sich wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben besinnen.
Der Staat muss sich nur um die Rechte seiner Bürger kümmern und die Einhaltung der Gleichheit garantieren. Dazu braucht er Richter, Staatsanwälte, Polizisten und Soldaten.
Der Staat muss die Gleichheit garantieren.
Die Wirtschaft soll die das Leben fördernden Bedürfnisse der Menschen decken. In der Wirtschaft soll sich nicht eine Minderheit durch Spekulationen und Anderes bereichern und die Menschen manipulieren.
Die Wirtschaft soll nachhaltig und sozial sein.
In der Bildung, Kunst und Religion sollen die lebensfördernden Bedürfnisse der Menschen erforscht, ihnen gemäss unterrichtet und gelebt werden können.
Das Geistesleben muss sich in Freiheit entfalten können.
So hat die Schule nur etwas mit dem Staat zu tun, weil ihre Mitglieder (Lehrer und Schüler) Bürger des jeweiligen Staates oder Kinder von Bürgern sind.
Das Geistesleben, der Staat und die Wirtschaft sind für den Menschen da, nicht umgekehrt! Sonst hat der Mensch in ihm nichts mehr zu suchen. Das System wird menschenfeindlich und unmenschlich!
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Auf dem Weg zu diesen Forderungen, die nur aus der Einsicht der Menschen und deren menschengemässe Umsetzung in einer Demokratie möglich sind, kann man eine den Menschen ernst nehmende Pädagogik ausüben. Sie ist jedoch mit gewissen Opfern verbunden, da man heute noch gegen den Strom schwimmen muss.
