Das verwandelte Denken II

Wenn der Mensch auch im Fühlen und Wollen immer wacher wird, spricht man davon, dass er mit seiner Eigenaktivität sein Denken selber verwandelt. Nun hat sein Denken keine gefühlsmässigen, automatischen Anteile mehr. Assoziationen stellen sich nicht mehr wie von selbst ein. Man spricht vom Flow.

Seine Gefühle sind keine hallbewussten Emotionen mehr. Der Mensch kann nun mit seinem Fühlen, das nun ein tieferes Denken ist, die Welt und seine Taten kontrollieren. Man hat nun das Herz-Bewusstsein entwickelt.

Erst, wenn der Mensch neben seinem Denken auch sein Fühlen und Wollen ganz verwandelt hat – nur noch sein individueller Geist massgebend ist – wird das menschliche Bewusstsein als rein spirituelles Bewusstsein bezeichnet.

Es ist das hellwache, individuell bewusste Denken. Es kann sich in drei Stufen zeigen. Es ist nicht mehr auf die Materie des Körpers angewiesen.

1. Der Flow

Es handelt sich beim Flow um ein geistiges Bewusstsein in der Materie des Körpers. Man lebt im fleischlichen Körper, handelt aber im Jetzt gewissermassen zeitlos. Das Handeln wird immer von bewusstem Denken, das auch ein Fühlen und Wollen ist „gesteuert“. Der Mensch denkt bewusst und kann auch mit Gefühl aktiv handeln. Er nimmt genau wahr, ist sich aber noch nicht voll bewusst, dass er mit seinem hellen Denken wahrnimmt. Er nimmt nur den für alle gleichen Denkinhalt über seine Sinnesorgane als Gegenstand, als Geruch, als Wärmezustand usw. wahr, ist sich aber noch nicht bewusst, dass die ganze Welt aus Gedanken aufgebaut ist.

Spitzenchirurgen, -Künstler, -Sportler, -Artisten usw. können in diesen Bewusstseinszustand kommen oder ihn bewusst herbeiführen.

Die Freiheit wird als Sieg des Geistes über die Materie erlebt. Der Kern des Menschen, nicht die Materie bestimmt, was geschieht.

 

Erst wenn noch tiefe Gefühle und bewusster Wille die Spiritualität hellbewusst erleben lassen, wird vom Herz-Bewusstsein gesprochen.

 2. Das Herz-Bewusstsein

Durch eine aktive Bewusstseinsentwicklung können wir uns auf der Erde entfalten und das Herz-Bewusstsein phasenweise aktiv herstellen.

Erst jetzt erleben wir, was Freiheit auch im Fühlen bedeutet.

3. Das weiterentwickelte, spirituelle Bewusstsein

Das spirituelle Bewusstsein kann immer weiter entfaltet werden. Im Buddhismus wird vom Geist gesprochen, aber konkrete individuelle geistige Wesen werden nicht erwähnt. In vielen Nahtoderlebnissen wird ein individueller, persönlicher Gott oder Christus beschrieben. Diverse Meditanten und christliche Heilige beschrieben die geistige Welt mit einem individuellen, persönlichen Gott. Auch heute wird über geistige Erfahrungen mit einem individuellen, persönlichen Gott und den Engelshierarchien berichtet.

Man muss jedoch auch in Betracht ziehen, dass man sich auf jedem Niveau täuschen kann. Man kann aus dem Herz-Bewusstsein auch ohne es zu merken herausfallen, sich von alten Strukturen und vom Egoismus leiten lassen.

Es ist uns hellbewusst, dass wir zum aktiven Beobachten auch unser aktives Denken mit einem individuellen Denkakt brauchen. Wir sind nun auch im Wollen vollständig aufgewacht.

Das reine, spirituelle Bewusstsein kennt aber keine Grenzen des Erlebens und Wissens über die geistige Welt.

 

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