Wie entrinnt der Mensch dem Materialismus?

Nur im Jetzt kann der Mensch aus seinem Körpergefängnis ausbrechen. Denn der Materialismus will ihn zu einer lebenslänglichen Haftstrafe mit keiner Hoffnung nach dem Tod verurteilen.

In der Gegenwart jedoch ist der Spalt zum lebendigen Geist offen. Da die Gegenwart sich immer vorwärts bewegt, kann der Mensch nur mit innerer Aktivität und seelischer Beweglichkeit in ihr bleiben.

Diese innere Aktivität kann heute auch als Aufmerksamkeitsmeditation bezeichnet werden.

Bei dieser Meditation oder Konzentration lässt der Mensch sich nicht von der Aussenwelt ablenken und von Emotionen der Innenwelt bestimmen.

Beim Nachlassen seiner Aktivität treibt er willenslos im Meer der elektromagnetischen Felder oder der Emotionen.

Die elektromagnetischen Felder wie die Emotionen sind vergangenheitsbestimmt.

So sind alle Computerprogramme in der Vergangenheit mit schon vergangenen Tatsachen programmiert worden. Deshalb können die Computer – auch die künstliche Intelligenz – nichts wirklich Neues schaffen. Sie können nur die Fakten der Vergangenheit auf vielfältigste Art neu kombinieren.

In den elektromagnetischen Feldern erlebt der Mensch die Zukunft nur als extrapolierte Vergangenheit – nicht als Realität.

Die Zukunft ist also nur ein Produkt der Vergangenheit, auch wenn sie in der Gegenwart erscheint. Diese Zukunft wird erst im Jetzt wirklich, ist dann aber nur ein Ergebnis der Vergangenheit.

Die Zukunft kann aber auch als ein Herabsenken des Geistes auf die Erde empfunden werden. Diese Zukunft ist wirklich, da sie schon die verschiedensten Möglichkeiten der Verwirklichung in der Gegenwart enthält. Was und wie etwas im Jetzt erscheint, hängt wesentlich von den menschlichen Gedanken, Gefühlen und Impulsen ab. Wir sind bei der Entstehung der Gegenwart mit hellem Bewusstsein dabei.

Der Mensch ist schöpferisch oder kreativ.

Unser helles Bewusstsein im Jetzt entsteht zwar durch die elektromagnetischen Felder auf der Erde, lebt aber auch auf der Erde in der geistigen Welt. Früher wurde in der Religion vom Himmel auf Erden gesprochen.

Der Mensch, der in seinem Körper auf der Erde die Verbindung zum Geist aktiv schafft, erlebt seinen Körper nicht als Gefängnis, sondern als Werkzeug.

Dann führt ihn sein Körper zum Geist und lässt ihn schon auf der Welt glücklich sein, Vertrauen und Mitgefühl haben.

Durch seinen Körper kann der Mensch die Verantwortung für seine Taten ergreifen und seinen eigenen Weg gehen.

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