Empathie als Ausbruch aus dem „Körpergefängnis“

Empathie

Alle Sinne werden von uns sehr bewusst durchdrungen. Wir leben dann im Jetzt und sind sehr sensibel. Wir können nun sogar Stimmungen wahrnehmen. Wir spüren etwas, das wir denkerisch nicht begründen können.

Aus diesem Grund sind wir empathische Wesen.

Bei hellwachem Bewusstsein im Jetzt wird einem klar, dass es Sinne für das Wahrnehmen des anderen Ich, der Gedanken, Gefühle und Willensimpulse und des Zusammenhangs aller Dinge in der Sprache gibt. Es kann von der Wahrnehmung des geistigen Kerns – des Ichs – des Anderen, der Seele mit ihrem Denken, Fühlen und Wollen des Anderen und des Geistes in der Sprache gesprochen werden. Die Äusserungen des Geistes, der Seele und des Körpers können mit dem Ichsinn, dem Gedankensinn und dem Wortsinn wahrgenommen werden. Man könnte diesen Sinnen auch Empathie-Sinne sagen. Sie durchdringen alle andern und sind jedoch auch nur im Feld als Ichsinn, als Gedankensinn und als Wortsinn einsetzbar.

Die bewusste Wahrnehmung in den elektromagnetischen Feldern und nicht gleichzeitig in der Materie kann als bewusste Empathie bezeichnet werden.

Bsp. Bewusste Wahrnehmung von Gedanken und Gefühlen kann zu Folgendem führen: Man sieht mit dem Sehsinn und spürt mit dem Tastsinn nichts. Trotzdem kann man wahrnehmen, dass schlechte Gedanken den Raum „vergiften“ und schlechte Emotionen die Stimmung herunterziehen.

Bei Empathie werden die Spiegelzellen des Gehirns unbewusst aktiviert.

Hochsensibilität

Der halbwusste oder träumerische sehr intensive Gebrauch dieser drei Sinne und ihr Einsatz bei der Durchdringung aller anderen Sinne wird heute als Hochsensibilität bezeichnet.

Hochsensibilität ist keine Krankheit, solange man durch seine vielfältigen und intensiven Eindrücke nicht von ihnen abhängig ist und zu Handlungen genötigt wird, die man eigentlich nicht will.

Beispiele für negative Verhaltensweisen, die zu einer Übersteigerung führen können: Nicht ausgehen, weil man keinen Lärm erträgt; sektiererisch werden; in Krankheit «flüchten» usw.

Die hochsensiblen Sinneswahrnehmungen im Jetzt können ein Weg zum Ausbruch aus dem „Körpergefängnis“ sein.

 

 

 

9 Kommentare

  1. Ich nehme Bezug auf Folgendes: „Die bewusste Wahrnehmung in den elektromagnetischen Feldern und nicht gleichzeitig in der Materie kann als bewusste Empathie bezeichnet werden.“
    Was wäre denn bewusste Wahrnehmung gleichzeitig in der Materie (neben der im elektromagnetischen Feld)?
    Kann man als Mensch die Sinne zur Wahrnehmung der Materie überhaupt wirklich „ausschalten“? Ich denke kaum. Man kann deren Einfluss minimieren, z.B. durch Schliessen der Augen/der Ohren/der Nase. Was ist mit dem Tastsinn?

    Etwas Weiteres, das in eine ähnliche Richtung geht. Ich meine, dass die Spiegelzellen im Normalfall sowieso aktiv sind, deshalb würde ich nicht von unbewusster Aktivierung sprechen, eher vielleicht im Ausnahmefall vom Ausschalten derselben. Je nach Empathie-Grad sind wahrscheinlich mehr oder weniger Spiegelzellen aktiviert.
    Was denkst du dazu?

    1. Wahrnehmen mit möglichst vielen Sinnen und möglichst genau ist immer anzustreben. Die Materiewahrnehmung (mit den alten Sinnen) auszuschalten ist nicht sinnvoll. Denn auch der Körper zeigt durch sein Sein, wie der Mensch fühlt. Wenn man z. B. einen verspannten Menschen sieht, wenn er durch seinen Gang seine Verkrampfungen anzeigt, wenn man durch Abtasten seines Körpers verkrampfte Zonen spürt, wenn man durch seine Stimme seine Anspannungen hört usw. kann man mit seinen Empathiesinnen immer auch seinen inneren Zustand direkt wahrnehmen.

      Zum Thema Spiegelzellen: Die Empathiefähigkeit ist grösser, wenn mehr Spiegelzellen aktiv sind. Bei der Hochsensibilität feuern sehr viele Spiegelzellen, wie Forschungen gezeigt haben. Deshalb nehmen Hochsensible Vieles sehr genau wahr.

      1. Dann verstehe ich das jedoch immer noch nicht: „Die bewusste Wahrnehmung in den elektromagnetischen Feldern und nicht gleichzeitig in der Materie kann als bewusste Empathie bezeichnet werden.“
        In der Materie wahrnehmen heisst also, die äusserlichen und allgemein bekannten 5 Sinne zu gebrauchen. Welche Wahrnehmung in der Materie fehlt denn bei bewusster Empathie?
        Meinst du es auch so, dass die Wahrnehmung mit den 5 Sinnen nicht explizit in den elektromagnetischen Feldern stattfindet sondern abgrenzend dazu eben in der Materie?

        1. Zur 1. Frage: Jede Wahrnehmung in der Materie kann auch bewusst empathisch sein. Denn wir setzen dann bewusst auch unsere Empathie-Sinne, mit denen wir in den elektromagnetischen Feldern wahrnehmen können, ein. Es fehlt also keine Wahrnehmung in der Materie bei bewusster Empathie.
          Zur 2. Frage: Jede Wahrnehmung mit den altbekannten Sinnen findet auch in den elektromagnetischen Feldern und der Materie statt. Nur unser Bewusstsein kann noch stumpf sein und empathisch nichts merken oder sich bis zur Hochsensibilität steigern und so empathisch werden, dass man es noch mehr steigern muss, um nicht Sklave der eigenen Wahrnehmungen zu werden.

  2. Jetzt wo ich weitergelesen habe merke ich, dass die erste Frage durch den zweiten Abschnitt zur Hochsensibilität ja bereits beantwortet ist 😉

    Wenn man die bewusste Empathie beherrscht, wäre es nicht auch nützlich, die unbewusste Empathie in Form der sogenannten Hypersensibilität „ausschalten“ zu können? Wie kommt man dahin? Oder was spricht dagegen, sich zwischenzeitlich komplett nach innen abzukapseln?

  3. Das Abkapseln nach innen und Ausschalten der Hypersensibilität ist der falsche Weg. Nicht sinnlich weniger wahrzunehmen, sondern seinen Ich-Geist zu stärken, sich nicht abzukapseln, sondern sein Indivduum immer besser gegen schädliche Einflüsse von aussen zu schützen, muss versucht werden. Dazu gibt es viele Übungen.

    1. Man will und muss sich ja nicht immer auf das Aussen beziehen, sondern möchte sich vielleicht zwischendurch auf sich selbst besinnen, sich in einen Innenraum zurückziehen. Meinst du es ist deshalb nicht sinnvoll, weil man für diesen Zustand der Selbstwahrnehmung eigentlich die gleichen Sinne braucht, die eigentlich wie umgekehrt ausgerichtet sind – anstatt auf Andere auf sich selbst?

      Können äussere Einflüsse tatsächlich schädlich sein? MUSS man sich schützen? Oder muss man vielleicht nur „bei sich“ sein? Eindrücke richtig einordnen, damit sie nicht scheinbaren Schaden anrichten können?

      Hast du ein paar Beispiele, welche Übungen man machen könnte?

      1. Zur 1. Frage: Die Sinnesorgane richten sich immer auf die Aussenwelt. Für die Selbstwahrnehmung brauchen wir die Sinne nicht, weil es sich um einen geistigen Vorgang handelt. Wir sind aber ein geistiges Wesen, das einen Körper besitzt, um die Welt wahrzunehmen.
        Allerdings gehört der eigene Körper auch zur «Aussenwelt». So nehmen wir z. B. beim Bewegungssinn den Spannungszustand unserer Muskeln und noch Vieles weitere wahr. Unser Körper ist unser Werkzeug, das wir im Leben immer besser machen können. Unser Selbst ist aber unser geistiges Ich-Wesen, das keinen Raum einnimmt und für das keine Zeit gilt.
        Alles, was mit Wellen oder der Materie beschrieben werden kann, sind nicht wir. Wir leben mit unserem Körper auch auf einer Welt, die mit Wellen und Materie charakterisiert werden kann.
        Zur 2. Frage: «Bei sich» zu sein ist der beste Schutz. Man kann dann die Erscheinungen mit seinem Denken richtig einordnen. Wenn man «bei sich» ist, kann man die schädlichen Einflüsse nicht «herein lassen». Sie können uns dann nicht schaden.
        Zur 3. Frage: Ganz allgemein ist jede Stärkung unseres Willens eine gute Übung. Ich kann bei Situationen, wo ich bis anhin die Entscheidung den Anderen überlassen habe, selber entscheiden.
        Siehe auch Übungen unter Delta Dynamik. Detailliertere Übungen werde ich im Blog noch beschreiben.

        1. zur 3. Frage/Antwort: Ich deute diese so, dass man also dahin kommen soll, wo man aus sich/aus der eigenen Kraft heraus agieren kann. Dann geht es in Bezug auf Antwort Nr.2 gar nicht unbedingt darum, sich zu schützen oder etwas „nicht herein zu lassen“, sondern es geht darum, seine Kraft und Individualität vom Rest zu unterscheiden und daraus sich nicht entkräften/verunsichern zu lassen, sondern Herr oder Frau zu sein über das eigene Leben.

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