Die Wirklichkeit des Buddhismus und der Delta Dynamik I

Die Wirklichkeit

Die Zeit ist auf Erden nur ein Phänomen der Wirklichkeit. Nun will ich die verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit, die schon bei der Zeit gebraucht wurden, beschreiben.

Nochmals ein wörtlicher Auszug aus der 2009 erschienenen Autobiographie vom weltberühmten Dalai Lama.1

„Der Buddhismus bietet eine Methode an, die uns hilft, uns zu verbessern.

Dabei versuchen wir, die wahre Natur der Dinge zu erkennen, ohne uns vom äusserlichen Schein trügen zu lassen. Die Phänomene, die sich unseren Wahrnehmungsorganen darbieten, haben keine höchste Realität…… Diese Begriffe, die wir für die „Wirklichkeit“ halten, sind nichts als eine intellektuelle Erfindung, die keine unabhängig existierende Realität beinhalten. Nach der Lehre des Buddha existieren wahrgenommene Phänomene lediglich als Bezeichnungen und Konzepte, die wir ihnen zuweisen. … Man könnte die Erscheinungen mit einer Fata Morgana vergleichen: Je näher man ihnen kommt, desto weiter entfernen sie sich, um irgendwann ganz zu verschwinden. Genau so verschwinden die Phänomene vor dem Geist, der sie analysiert.

Es macht die Sache einfacher, wenn man zwei Wahrheiten unterscheidet: eine relative Wahrheit, die das Äusserliche der Phänomene betrifft, ihr Erscheinen und Verschwinden, und eine letzte Wahrheit, die das Fehlen einer den Phänomenen innewohnenden Wirklichkeit bezeichnet. ….

Der Buddha leugnet nicht, dass die Dinge erscheinen, sondern geht davon aus, dass Erscheinung und Leerheit dasselbe sind. ……“

Die Technische Wirklichkeit

Die Technik und mit ihr die heutige Naturwissenschaft leisten Hervorragendes. Was sie beschreiben, funktioniert auch mit der Materie. Die Theorie dazu beschäftigt sich ausschliesslich mit der toten  Materie. Die tote Materie ist nur bei den Maschinen tot. Deshalb funktionieren die Maschinen gemäss der Theorie. Schon die Pflanzen wachsen und vermehren sich. Hier spielt auch noch das Leben mit. Die Tiere haben fast Totes in Form von Zähnen und anderem, Lebendiges und Seelisches. Der Mensch besitzt noch seinen individuellen Geist. Die Pflanzen, Tiere und Menschen lassen sich wie tote Maschinen manipulieren, nur stimmt die Theorie des Toten immer weniger. Da die Ebene des Materiellen auch den anderen Wesen vorhanden ist, lassen sich zum Teil mit der Theorie des Toten erklären. Aber auch das Leblose, Tote ist durchgeistigt. Man trifft seine ganze Wirklichkeit nur, wenn man auch es als Produkt des Geistes versteht.

Die technische Wirklichkeit gibt es für den Menschen nicht, da er nicht zentriert ist. Sie ist eine Wirklichkeit der anti-göttlichen Wesen und kommt auch von ihnen. Die Wirklichkeit der göttlichen Wesen ist die unbelebte Natur. Ihr kann man sich nur mit dem Delta Bewusstsein als Mensch oder mit der von Goethe beschriebenen anschauenden Urteilskraft, welche dasselbe ist, nähern. Es ist auch die Wirklichkeit des geistigen, individuellen Menschen. Der Mensch ist dann durch seine eigene Aktivität zentriert und durchdringt mit seiner Geist-Seele die Strukturen.

Die Buddhistische Wirklichkeit

Der Buddhismus und andere geistigen Richtungen wissen und können durch Meditation erleben, dass alles letztlich alles aus dem Geist kommt. Sie treffen die Wirklichkeit schon auf höheren Ebenen als nur der toten. Sie können aber meistens nicht unterscheiden, ob etwas vom individuellem, ganz erwachten menschlichen, vom göttlichen oder vom anti-göttlichen Geist kommt oder beeinflusst ist.

Den Phänomenen der sinnlichen Welt billigt der Buddhismus von heute in der ersten Wahrheit ihre Erscheinung, in der zweiten Wahrheit sagt er jedoch, eine den Phänomenen innewohnende Wirklichkeit gibt es nicht. Diese zwei Wahrheiten weisen auf ein mangelndes Durchschauen der 4. Ebene hin. Sie erinnern auch an die schon von Kant eingeführten Erkenntnisgrenzen.

Die Buddhistische Wirklichkeit ist auf der Erde nur der flüchtige Moment der Gegenwart. Nur im aufmerksamen Bewusstsein erhaschen der Dalai Lama und andere einen Zipfel der Wirklichkeit. Da sie sofort bei ihrer Meditation zur Atmung und nicht aufmerksam bewusst zu den Sinnen gehen, fehlt ihnen ein Verständnis der sinnlichen Welt. Weil sie kein Delta oder Ich Bewusstsein, sondern ein diffus geistiges Bewusstsein entwickeln, können sie auch nicht zwischen göttlichen und anti-göttlichen Wesen unterscheiden. Für sie ist die sinnliche Welt Maya oder eine Illusion.

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