Ist ADS eine Gehirnstörung oder ein modernes Bewusstsein?
Ganz sicher sind Kinder oder Erwachsene bei denen man andere Hirnstrukturen findet unbequem für Menschen mit nur den alten Hirnstrukturen.
Was man vor allem von betroffenen Müttern erfährt, ist folgendes Phänomen:
Ihre Kinder werden nur schwierig und „gestört“, wenn ein System oder Erwachsene, die kein Verständnis für das andere Verhalten der ADHS Kinder haben, dazukommen. Beim Spielen und Anderem müssen die Mütter auf klare Strukturen achten, aufmerksam sein und die Kinder im herkömmlichen Sinn gut erziehen. Werden die drei Punkte gut beachtet, sind die Kinder weder gestört noch „aufmersamkeitsgeschwächt“. Sie sind aber unbewusst sehr aufmerksam. So wissen sie z. B. genau, wo etwas liegt. Auch haben sie eine gute Kenntnis von anderen Menschen. Sie hassen unveränderliche Systeme und sind daher nicht leicht zu bewegen, ähnliche oder gleiche Aufgaben ohne äussere Einsicht zu lösen.
Starre Systeme
Schule und Erwachsenenwelt sind oft Grosssysteme, die nach einem gültigen, immer gleichen Ablauf funktionieren. So geben Lehrpersonen Noten, die nach einer bestimmten Scala gemacht werden. Mit ihnen können sie Druck erzeugen und die Kinder selektionieren. Bewegung als Lebensprinzip, die in allen Therapien eingesetzt wird, ist in der Schule grösstenteils unerwünscht.
Im Beruf wird man normalerweise nach einem festen System entlöhnt. Der Vorgesetzte bestimmt oft wie und was man bearbeiten muss. Als Folge erhält man seine Stelle, vorausgesetzt man fügt sich gut ein.
Mit diesen Vorgaben haben die Kinder mit ADS und oder ohne Hyperaktivität und später als Erwachsene Mühe.
Folgerungen:
ADS Kinder sind meistens gesund und haben keine Hirnstörung. Ihre Umgebung versteht sie aber sehr oft nicht. Sie leben viel mehr als ihre Umwelt in der Gegenwart.
Sie werden aber auch viel mehr vom Negativen beeinflusst, weil sie aufmerksamer als andere Menschen sind. Daher kommt man auf die Hirnstörung, die für seriöse Forscher immer noch ein Rätsel ist.
Diese Phänomene erkläre ich in meinem Buch “ Die Aufmerksamkeit in der Erziehung“.