Mittlere, halbbewusste Sinne
(Wärme-Sinn, Seh-Sinn, Geschmacks-Sinn, Geruchs-Sinn)
Im Leben, im seelischen Leben und im geistigen, seelischen, belebten Menschen gelten eben neben den Gesetzen der toten Physik und Chemie noch andere Gesetze. Diese wurden in den vier Lerngesetzen aufgestellt.
Wenn man die künstlerischen Gesetze, die man mit den unteren Sinnen (Tast-, Lebens- , Eigenbewegungs- und Gleichgewichts-Sinn ; bestimmen der Form, wägen des Gewichts, wenn die Schwerkraft wirkt, bestimmen des Masses, der Zahl) überhaupt nicht erfassen kann, muss man eben die mittleren Sinne (Geruchs-, Geschmacks-, Seh- und Wärme-Sinn) dazu nehmen, um das Künstlerische, das immer beim Leben und seelischen Leben dabei ist, zu verstehen. Man muss kein Künstler im alten Sinn (sehr gute Technik und innerlich ein sehr guter Künstler als Musiker, Maler usw.)werden, sondern auf künstlerische Weise z.B. den Unterricht gestalten. Auch die mittleren Sinne weisen auf Gesetze hin, die man nur mit den unteren Sinnen nicht erklären kann. Z.B. existieren Farben (Wirkung der Gemälde und der Farben in der Kunsttherapie, besonders in der Farbtherapie) auch ohne Gegenstände. Sie sind nicht nur von Gegenständen „fixiert“, sondern haben ihre Existenz auch „freischwebend“. Man kann nur von der Wirkung des Rot oder Blau sprechen. Natürlich muss man in der sichtbaren Aussenwelt einen Gegenstand farbig gestalten, wenn man nicht farbiges Licht einsetzen will, um die erwünschten Wirkungen zu erzielen. Im Seelischen spricht man oft von einer roten Stimmung, von seelischer Wärme, die man einsetzen muss. Ein Mensch, der sich mit diesen Vorstellungen durchdringt, handelt auch sichtbar anders als jemand, der diese Vorstellung nicht hat. Die heutige Wissenschaft behauptet oft, dass ohne Hirn keine Farben, Töne usw. existieren. Die anerkannte Wirkung von Farben und Musik auf die Lebewesen sollte es demnach nicht geben. Alles ist nicht eingebildet und kann nicht nur als Placeboeffekt abgetan werden. In der Kunst werden die Schönheit und heute immer mehr die Hässlichkeit gezeigt und erlebt. Wird die Kunst immer mehr verwissenschaftlicht, kann man „gescheite“ Abhandlungen schreiben, verlässt aber immer mehr das Gebiet der Kunst.