Von der Empathie zur Sympathie und Antipathie

Die „normale“ Sinneswahrnehmung

Die Sinneswahrnehmung, wenn wir ganz wach und präsent sind, gibt dem Menschen die Welt wieder, wie sie ist. Er wird nicht manipuliert.

Nur Menschen, die sich manipulieren lassen, erleben verschiedene Welten.

Die Manipulationen können vielfältig sein. Jeder Mensch spricht auf andere Manipulationen an.

Bsp. Ein Nachbar parkiert sein Auto vor der Garage des Hausbesitzers. Der Hausbesitzer kann nicht mehr wegfahren, denn er ist blockiert. Er weiss nicht, wer der Halter des Autos ist. Nach einer Stunde Suche des Autohalters, lässt der Eigentümer der Garage das unbekannte Auto abschleppen.

Nach 10 Uhr abends ruft der Nachbar beim Hausbesitzer sehr emotionell an und schiebt alle Schuld auf ihn. Um den Besitzer der Garage zu diskreditieren, erpresst der Nachbar ihn mit ganz anderen Tatsachen, die er sich wiederum zurechtbiegt. Seine Sprache ist sehr grob und primitiv. Sie ist voller wilder Emotionen. Er will ihn mit einer Tatsache, die nicht der Realität entspricht, – einer Illusion – erpressen.

Statt einer Entschuldigung will der Nachbar den Besitzer der Garage so manipulieren, dass er Angst bekommt und nichts mehr gegen ihn unternimmt.

Die Sinneswahrnehmung mit den Spiegelneuronen

Auch die Sinneswahrnehmung im elektromagnetischen Feld oder ausserhalb des Körpers hat ihre Sinnesorgane im Körper. Man kennt sie heute noch nicht genau. Es ist aber sicher, dass die neu entdeckten Spiegelneuronen ein wichtiges Element der Sinnesorgane sind.

Auch hier gilt: Wenn der Mensch ganz wach und präsent ist, können seine Eindrücke nicht manipuliert werden. Diese Organe zeigen uns dann ein wirkiches, nicht manipuliertes Abbild der Welt an. Nur „sehen“ wir keine Gegenstände, sondern nehmen ausserhalb unseres Körpers Gefühle, Gedanken und Willensimpulse und das individuelle Wesen, welches denkt, fühlt und will, wahr.

Wenn wir unsere Konzentration noch steigern oder die physischen Erlebnisse in den Geist heben (spiegeln), sehen wir gedankenerfüllte und gefühlsgeladene Bilder, die uns aber freilassen. Denn wenn wir nicht mehr innerlich tätig sind, verschwinden sie sofort. Diese Bilder sind keine Illusionen und zeigen uns Realitäten.

Der Körper und seine Sinnesorgane helfen uns Menschen auf der Erde und in unserer Umgebung, welche bis in den entlegensten Winkel der Welt gehen kann, wahrzunehmen, was ist.

Beim „Einschalten“ der Sinnesorgane oder beim aktiven Gebrauch unseres Körpers können wir Einiges wahrnehmen. Wir sehen z. B. Landschaften und empfinden Gefühle. Man sagt, dass wir die Augen aufmachten und unsere Sensibilität steigerten. Das Wahrnehmen von unsichtbaren Gefühlen, nennt man auch das Empathisch-Sein oder Empathie. Wir sind präsent und driften nicht in Träume ab. Wenn wir unser Bewusstsein durch unsere innere Aktivität steigern, erfahren wir, dass wir die Innen-Welt als auch die Aussen-Welt mit 12 Sinnen differenziert erleben können.

Die geistigen Sinne auf der Erde

Nun sprechen wir von geistigen Sinnen, seelischen Sinnen und körperlichen Sinnen im Körper auf der Erde.

Die Empathie durchdringen wir mit unserem nicht manipulierten, gesteigerten Denken und können dann zwischen Ich-Sinn, Gedanken-Sinn und Wort-Sinn unterscheiden.

Mit diesen Sinnen können wir das Individuum des anderen, seine Gedanken und seine Geräusche, die er in der Luft macht, als sinnerfüllte Worte erkennen.

Die neutrale Empathie wird zum Ort im Körper, wo ein Strom, der aus der Zukunft oder von vorne heranströmt, sich mit einem Strom, der aus der Vergangenheit oder von hinten kommt, vereinigt. Dieser Wirbel, der dadurch entsteht nennen wir in unserer Seele unseren Ich-Punkt. In diesem Punkt empfinden wir für alles, was aus der Vergangenheit kommt – die Empfindungen – Sympathie. Alles, was aus der Zukunft kommt, besonders das Denken, entsteht nur mit unserer eigenen, inneren Aktivität. Wir erleben unseren Strom von vorne als Antipathie.

Die beiden Ströme: Sympathie und Antipathie oder Fühlen und Denken

Es sind beides göttliche Ströme, auch wenn wir üblicherweise etwas Negatives mit der Antipathie verbinden.

In der göttlichen Natur gibt es auch die Prozesse des Blühens und Welkens, des Lebens und des Todes usw.

Es braucht beide Pole auf der Erde.

Ohne Tod wäre neues Leben nicht möglich. Wenn die Blüten nicht welken würden, gäbe es keine neuen Pflanzen usw.

In der göttlich geistigen Welt gelten die drei Ideale: Freiheit im Denken, Gleichheit im Fühlen und Sozialität im Wollen.

Die göttlich geistige, wie die göttlich natürliche Welt kann auf der Erde existieren, wenn der Mensch seinen göttlichen Kern lebt.

Dazu gehören die Kräfte der Sympathie und Antipathie.

2 Kommentare

  1. Bei genauerer Betrachtung kann man die Bedeutung von Antipathie noch weiter differenzieren. Wahrend die Sympathie einen Zustand von harmonischer Resonanz, also Harmonie und Vereinbarkeit beschreibt (das, was der Andere in sich tragt, tragt man selbst in sich und fuhlt sich deshalb mit ihm verbunden), beschreibt die Antipathie einen Zustand von disharmonischer Resonanz ( Dissonanz ) und deutet auf eine Unvereinbarkeit oder einen Widerspruch hin. Damit beide Seiten existieren konnen, ist eine Distanz oder eine Grenze zwischen ihnen notig. Die Antipathie ist die reine Wahrnehmung dieses Unterschiedes und der Notwendigkeit einer Grenze, damit beide Seiten weiter existieren konnen. Eine Wertung findet unter dieser Betrachtungsweise nicht statt.

    1. Die Grenze wird durch das Ich des Menschen gemacht. Wenn es das ungeläuterte Ich – das Ego – wäre, würde der Mensch werten. So aber wirken die Kräfte der Sympathie und Antipatie im Weltgeschehen wertfrei. Sie sind beide göttlich.

      Diese Kräfte der Sympathie und Antipathie können aber vom Ego-Menschen als gut und schlecht gewertet werden. Dann verlassen wir die göttliche Sphäre und werten oder verurteilen. Wir glauben, dass unsere Meinung richtig sein muss. Als aufgeschlossener Zeitgenosse sagen wir unsere Meinung nicht so deutlich, weil wir nicht als Besserwisser dastehen wollen. Es gibt auch den Fall, dass wir nicht merken, welcher Mechanismus automatisch wirkt. Wir verdrängen diese Manipulation von aussen ins Unterbewusste.

      Die Grenze kann auch als senkrechte Spiegelachse aufgefasst werden, die den Strom der Sympathie, der von hinten kommt nach vorne spiegelt. Dann kommt er als Strom der Antipathie von vorne auf uns zu. Er ändert seine Richtung. Aus Leben wird Erkenntnis. Dies geschieht jedoch nur durch unsere innere Aktivität.

      Diese Bewusstswerdung fordert unsere Aktivität, wie dein Kommentar auf andere Weise mit seiner Beschreibung von Konsonanz und Dissonaz zeigt.

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