Aktivität bei Freiheit und Liebe

Beim sich Freiheit schaffen und Liebe entfalten muss man sich innerlich und äusserlich anstrengen. Folgt man nur seinen Gedanken, wird man oft von Gedankenstrukturen geleitet, die den Begriff der Freiheit und der Liebe ausdrücken, aber ohne Probleme auftauchen können und immer noch mit Egoismus „verschmutzt“ sind, also schon einmal von mir eingesetzt wurden und nun einfach als Gedankenstruktur wiederholt werden. Die Handlungen, die daraus folgen können, sind keine  freien Handlungen.

Man kann zum „Freiheitsfanatiker“ und zur „Wohltätigkeitshyäne“ werden.

Man verteidigt die Freiheit, aber kann sie nicht leben. Man macht etwas und spiegelt das Gefühl der Liebe vor, aber liebt sich im Grunde genommen nur sich selber. Man begeht keine Liebestat!

Wenn man dermassen von seinen egoistischen Strukturen beherrscht wird, dass man gar nicht denkt und fühlt, wie man auf die anderen wirkt, lebt man das Leben des höchsten Lustgewinns für sich selbst. Man benimmt sich nicht als Mitglied eines Ganzen. Durch sein egoistisches Verhalten ist man einsam, will es sich aber nicht zugestehen. Man behandelt die Menschen, die einem noch lieben sehr schlecht.

Ein Schockerlebnis kann einen aufwachen und realisieren lassen, wie egoistisch man lebte. Man kann dadurch seine alten, egoistischen Strukturen verlassen und sich ändern.

Erst wenn man seine Gedanken und Gefühle  so verwandelt, dass sie in der Gegenwart neu geschöpft werden, mischt sich kein Egoismus dazu. Es sind keine alten Muster von Freiheit und Liebe. Man ist innerlich präsent und aktiv. Die Taten, die aus diesen Gedanken folgen, sind frei.

Echte Freiheit und mit ihr verbunden die echte Liebe sind so möglich. Dazu braucht man menschliche Beziehungen. Beziehungsarbeit ist das Primäre. Wenn die Beziehungen zu Menschen und der Natur geknüpft sind, ist erst alles andere möglich. Nur dann kann der Mensch zur Natur und den Mitmenschen nachhaltig und liebevoll sein. Er bemüht sich aus diesem Erlebnis in Freiheit, die Welt zu verbessern.

Diese Freiheit hat nicht mit Willkür zu tun. Sie schränkt die Freiheit der anderen nicht ein. Ebenso hat diese Liebe nichts mit Sex zu tun. Ein tiefes Gefühl der Liebe wird gelebt. Sie kann sich auch auf andere Menschen als den Geschlechtspartner beziehen. Wenn sie sich auf sich selbst richtet, ist keine „Selbstliebe“ gemeint, sondern man nimmt sich als geistiges Wesen genauso wichtig, wie die anderen Menschen. Nimmt sie auf die anderen Menschen Bezug, kann man sie mit der Liebe zur Menschheit oder unserer Menschlichkeit gleichsetzen.

Natürlich kann auch in einer Beziehung, die mit Sex verbunden ist, echte Liebe vorherrschen. Man nennt sie dann eine Liebesbeziehung.

Wenn man menschlich ist, ist man im überreligiösen Sinn auch gläubig, d.h. man weiss aus Erfahrung, dass man als Wesen der geistigen Welt die irdisch materielle Welt prägen kann. Dabei helfen uns geistige Wesen, welche die Menschheit mit verschiedenen Namen bezeichnete und heute auch noch mit Gott, Allah, Geist der östlichen Religionsgemeinschaften, Jesus, Christus, Engelwesen usw. benennt.

Freiheit und Liebe ist das Eingreifen als menschliches geistiges Wesen (Mensch) in die Sinneswelt mit Gedanken oder Taten.

Man setzt seinen Willen hell bewusst ein, deshalb ist man frei und menschlich, d.h. liebevoll!

 

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