Unsere Emotionen sind nicht unsere Menschlichkeit

Nicht Fühlen sondern  willensgeführtes Denken führt zum Menschen

Will man seine menschlichen Qualitäten entdecken, darf man nicht  seine „Urtriebe“ suchen, sondern muss sein Bewusstsein steigern. In der Sprache der „Hüte“ muss man den gelben Hut über den grünen stülpen und darf nicht den grünen Hut zugunsten des roten aufgeben. Psychologisch gesprochen darf man nichts verdrängen, sondern muss sich seines Wesens hell bewusst werden. Dies ist oft mit schmerzhafter Selbsterkenntnis verbunden und wird durch gesteigerte, intensive Aufmerksamkeit erreicht.

Die Delta dynamischen Methoden

Bewusstsein

  • Man muss im „Jetzt“ mit dem Delta Bewusstsein leben, also seinen individuellen Geist pflegen, nicht seiner tierischen Seele verfallen und glauben, dass man allein durch Fühlen gegenwärtig wird.
  • Anders gesagt, ist es nötig, eine Bewusstseinsweiterentwicklung durch Eigeninitiative an zu gehen, nicht in einen Rückfall in frühere Bewusstseinszustände durch Passivität zu kommen!
  • Schon Konfuzius, einer der wichtigsten chinesischen Philosophen des Altertums  sagte um 400 v. Chr.:

 

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.

 

Der Weg ist das Ziel. Wenn das Ziel fern ist, ist der Weg lang.

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.

 

 

Wir haben die Fähigkeit, unser Bewusstsein weiter zu entwickeln.

 

Denken

 

  • Beim Denken besteht immer die Gefahr, in alte Muster und Strukturen, d.h. in die Vergangenheit zu fallen. Man lässt alte Denkmuster und -strukturen abspulen und meint, man denke. Dabei wird einem nicht klar, dass dieses „Denken“ eigentlich von unseren unbewussten Gefühlen „gesteuert“ wird. Mit dem Delta Bewusstsein denken wir im „Jetzt“. Dieses hell bewusste Denken ist auch von unseren hell bewussten Gefühlen und unserem hell bewussten Willen durchdrungen. Wir sind nicht unbewusst, sondern im Denken, Fühlen und Wollen bewusst geworden.
  • Denken in der Gegenwart nennt man heute meditieren oder aufmerksam sein. Man setzt auch seine Sinne aufmerksam ein. Viele „wissenschaftlich“ Gebildete lachen immer noch über diese Möglichkeiten und lehnen sie ab.
  • Das Denken als nicht sinnliche Tätigkeit ist nahezu unbekannt. Deshalb will man in Mathematik vor allem in der Schule alles sinnlich darstellen.

 

  • Die übliche Definition von Denken kann jedoch sein: Schnell alte Denkstrukturen „betätigen“; sich erinnern oder Fakten durch z.B. „Googlen“ im PC suchen; keine eigenen Gedanken entwickeln, „abspulen“ von alten Strukturen und nicht selbst kreativ werden.

 

Denken ist ein Leben im „Jetzt“. Eine bewusste hundertprozentige Aktivität. Man entfaltet seine Kreativität und fühlt auch, was man mit Bewusstsein individuell will. Immer, wenn uns dies gelingt handeln wir frei.

 

Fühlen

 

  • Beim Fühlen nehmen wir uns selbst besser wahr, da wir in der Gegenwart leben. Z.B. beim Essen nützen uns Theorien nichts: Entweder schmeckt es uns oder ist  für unseren Geschmack nicht gut.
  • Wir realisieren meistens jedoch nicht, dass Gefühlsstrukturen uns  auch täuschen können. Auch Erlebnisse, die uns gut tun, sind gedanklich geprägt. Denn wir sind ein Mensch, der ein Gedankenwesen ist. Schlechte Angewohnheiten, Vorurteile usw. zeigen, dass auch bei den Gefühlen immer ein gedanklicher Faktor mitspielt, denn sie sind immer gedanklich geprägt..
  • Da das Fühlen beim Menschen immer von Gedanken durchsetzt wird, ist es durch den Sündenfall auch verfälscht worden. Als individuelle, ewige Gedankenwesen behandeln wir durch unser Verhalten oft auch die Tiere und die übrige Natur schlecht. Deshalb kann nur der Mensch als ewiges Gedankenwesen durch Entdeckung seines individuellen, menschlichen Willens, d.h. durch eine Steigerung seines Bewusstseins, nicht gegen die Natur arbeiten, sondern in ihr wieder im Einklang mit seiner Umwelt leben.

 

Er kann die Natur im Gegensatz zu früheren Zeiten bewusst gestalten und pflegen. Religiös gesprochen kann nur der Mensch die Natur aus dem Sündenfall erlösen.

 

Die Urtriebe

 

  • Die Urtriebe sind tiefe Muster, die von gesellschaftlichen Vorurteilen frei sein sollten. Aber auch bei ihnen schleichen sich Gewohnheiten, die unserem Ego gefallen und gut tun, ein. Wir glauben unsere von z.B. der christlichen Religion geprägten Verhaltensweisen abzulegen, die oft unbewusste Moral-Regeln (z.B. Kants) nicht mehr zu berücksichtigen und die technischen Zwänge nicht zu beachten. Statt diesen alten Strukturen zu akzeptieren und zu Steigbügelhaltern der Freiheit zu verwandeln, lehnen wir sie oft ab! Wir flüchten uns in andere Religionen und Kulturen im Glauben unser Leben auf diese Art besser zu führen.

Diese Urtriebe sind das Tier in uns (Sex, Spass …). Wir können aber so unsere Vorurteile (starre Gedanken und Gefühle) nie ablegen! Wir bleiben im alten Bewusstsein, wir gehen vom grünen Hut zum roten zurück, denn wir können unser Menschsein nicht abschütteln. Wir können nicht Tier werden, nur antigöttlicher Mensch.

 

Wir können unsere  Menschlichkeit, die mit der Möglichkeit sich eigen Ziele zu setzen, individuell zu denken, fühlen und wollen usw. zusammenhängt, nur verdrängen nicht „abschaffen“. Wir sind Menschen, keine 100-prozentigen Naturwesen.

 

Ethik

 

  • Wir haben das Potenzial zur Freiheit.
  • Die Liebe bedarf der Freiheit
  • Auf der Grundlage der Freiheit und Liebe handeln wir willentlich, sind also frei in unseren Tätigkeiten. Sonst denken wir nur frei oder willkürlich, handeln und fühlen aber immer unfrei.

 

Zum Bsp. kennt die Philosophie Kants diese Freiheit nicht, obwohl sie  von der Freiheit spricht. So kann man gar nicht frei sein, wenn man sich dem kategorischen Imperativ unterwirft und das Wissen aufhebt, um dem Glauben Platz zu machen.

 

Kurzer Blick auf wesentliche Aussagen Kants:

 

„Der kategorische Imperativ ist die oberste und allgemeinste Handlungsanweisung in der Philosophie Immanuel Kants, das höchste Prinzip der Moral.“

 

 

„Handle so, dass die Maxime (= subjektive Verhaltensregel) deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“

 

„Ich musste das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen.“

 

Immanuel Kant

1724 – 1804

 

 

Religion, Kunst und Wissenschaft müssen wieder zusammengeführt werden, dann besteht der Abgrund zwischen diesen Dreien nicht mehr.

 

 

 

 

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