Individuum
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Nähere dich geistig-seelisch dem Individuum des Schülers, des Teammitglieds und des anderen Menschen und erkenne sein Individuum immer besser!
Lass dich nicht von den Schwächen und Egoismen der Menschen, d.h. dem „Allzumenschlichen“ ablenken! Das „Allzumenschliche“ gehört nur am Rande zum menschlichen Individuum, denn jeder Mensch kann seine Beherrschung irgendwie verlieren oder gestresst werden und dadurch vom Egoismus mehr oder weniger geprägt sein. Dann bestimmen ihn seine seelischen Strukturen und körperlichen Muster. Er handelt als Produkt der Vererbung und Erziehung. Sein Ego fühlt sich als Opfer. Er will und kann die Verantwortung für seine Taten nicht übernehmen. Sein Eigenwille ist schwach. Kurz in einem alten Bild gesagt: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“
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Der Mensch kann aber auch aufwachen und präsent sein. Dann handelt er mit vollem Bewusstsein und erlebt mit seiner Empathie die Strukturen und das Individuum des Anderen. Er nimmt dann die Selbstbestimmung und die Freiheit des Anderen wahr.
Um den Anderen als Individuum wahrzunehmen und entsprechend zu handeln, muss zuerst das eigene Individuum erlebt werden. Ohne sich selbst bewusst zu erleben, ist eine Wahrnehmung des anderen Individuums nicht möglich.
Beispiele
Bsp. Die Zentralaufgabe der Schule ist es, den Schülern „Live Erlebnisse“ zu ermöglichen. Nur so wird der Mensch zu einem sozialen Wesen, das mit seiner Empathie den Anderen als ganzen Menschen erlebt.
Bsp. Es kann der Schüler, ganz allgemein der Andere, auch mit geschlossenen Augen als Individuum wahrgenommen werden. Dies kann nur „live“ erlebt werden.
Im Gegensatz dazu bleibt bei elektronischen Medien (Filme, CD usw.) beim Augenschliessen und Gehörunterbrechen nichts mehr übrig. Der Mensch fühlt auch die Persönlichkeiten der Schauspieler und Sänger nicht mehr, denn es wird nur der Seh- und Gehör-Sinn eingesetzt.
Es darf aber nicht vergessen werden, dass die Gefühle und Gedanken, die beim Anschauen der Medien entstehen, auch das Hirn prägen und das Unterbewusste des Menschen mitprägen, auch wenn er den Anderen nicht wahrnimmt.
Bsp. Erlebe den Unterschied zwischen einer Live Aufführung oder Live Sendung und einer medialen Wiederholung. Die unsichtbaren Sinne des Individualkörpers können ja auf Distanz in den Feldern auch die Menschen im Studio wahrnehmen.
