Auffahrt oder Himmelfahrt

Auffahrt

 

Wie z. B im nicänischen Bekenntnis von 381 gesagt wird, wird die Himmelfahrt oder Auffahrt Christi mit einem sich Entfernen von der Erde und in den Himmel Entweichen charakterisiert. Die Vorstellung, dass die Jünger dazumal Christus von unten in den Himmel entschwinden sahen, hat sich bis heute in den christlichen Kirchen als Tradition festgesetzt.

Die Auferstehung von Christus an Ostern hat sicher nicht auf der Erde stattgefunden, damit sich der Auferstandene kurz nachher in den Himmel – fern der Erde – zurückzieht.

An Himmelfahrt konnte der Mensch mit seinem Bewusstsein Christus nicht mehr sehen und hat sich vorgestellt, dass er im Himmel sei. Diese Vorstellung erklärt den Bewusstseinsmangel des Menschen und nicht den Aufenthaltsort von Christus.

Wenn der Mensch in seinen alten Vorstellungen und Traditionen lebt, wenn er alte Vorstellungen nicht loslassen kann, wenn er nicht beweglich ist, kann er sein Bewusstsein nicht so erweitern, dass er Christus sehen kann.

Diese Möglichkeit wird an Pfingsten für alle Menschen, die wollen, geschaffen.

Dann wird diesen Menschen, die in Freiheit ihr Bewusstsein steigern, klar, dass der Himmel seit der Auferstehung auch auf der Erde zu finden ist.

Das Bewusstsein von Auffahrt

Punktbewusstsein oder Zentralbewusstsein

Mit ihrem Auferstehungsbewusstsein konnten einzelne Menschen Christus im Auferstehungsleib sehen, wie er z. B. durch Wände ging und zu den Jüngern sprach.

Von seinem Zentrum – seinem Körper mit den Sinnesorganen – aus sieht, hört, fühlt usw. der Mensch Christus.

Das Auferstehungsbewusstsein kann also als Zentralbewusstsein beschrieben werden.

Das Ich des Menschen kann den menschlichen Körper in einem Punkt zentrieren. Das Ich lebt aber auch im Umkreis. Es ist in der Umgebung, die bis zu den Sternen reichen kann.

Peripheres Bewusstsein

Das Auffahrtsbewusstsein ist ein Umkreis- oder Peripheriebewusstsein.

Christus füllt mit seinem Wesen alles aus. Deshalb kann Christus heute von vielen Menschen, die an verschiedenen Orten auf der Erde leben gleichzeitig erlebt werden. Christus kann auch gleichzeitig an verschiedensten Orten helfen. Mit dem Umkreisbewusstsein kann Christus überall, wo seine Hilfe gewünscht wird, erlebt werden.

Dieses Bewusstsein ist schwieriger zu erlangen als das Zentralbewusstsein. So ist die normale Wahrnehmung mit den alten Sinnen einfacher, als eine bewusste Wahrnehmung ausserhalb des Menschen. Bewusste Empathie ist schwieriger zu erreichen und braucht mehr Konzentration als die Wahrnehmung mit den alten Sinnen.

Das Zentralbewusstsein und periphere Bewusstsein ist ein ganzheitliches Bewusstsein, um im lebendigen Körper auf der Erde geistig wahrzunehmen.

So kann gezielt und wach – mit beiden Beinen auf dem Boden – menschlich gehandelt werden. Es ist kein Bewusstsein, um ferne Ereignisse, die nicht auf der Erde stattfinden, wahrzunehmen.

Himmelfahrt ist kein Entschwinden Christi von der Erde, sondern ein noch nicht geistig Wahrnehmen und bewusst menschlich Eingreifen können des Menschen auf der Erde.

 

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