Das zentrale und periphere Bewusstsein

Punktbewusstsein ist ein Zentralbewusstsein

Der Körper ist auf der dreidimensionalen Erde der Sitz aller Sinnesorgane. Er ist das Zentrum des Menschen.

Als Neugeborenes ist der ganze Körper ein grosses Sinnesorgan. Der ganze Mensch ist immer von allem betroffen.

Bsp. Stillen: Das gut Schmecken der Muttermilch äussert sich im ganzen Körper. Das Kind erlebt alle Qualitäten seiner Mutter und der Muttermilch mit dem ganzen Körper, also ganzheitlich:
1. Es nimmt – ohne ein Bewusstsein davon zu haben – das Ich der Mutter wahr.
2. Auch ihre Gedanken und Gefühle beim Stillen nimmt der Säugling unbewusst wahr.
3. Ebenso ihre Worte als gedankengeprägte Sprache.
4. Selbstverständlich hört er die Geräusche in der Umgebung.
5. Er spürt auch die Wärme beim Liegen auf dem Arm der Mutter.
6. Er sieht am leuchtenden Blick der Mutter, dass die Welt gut ist.
7. Er schmeckt und
8. riecht die gute Milch.
9. Er fühlt sich bei der Mutter sicher und muss keine Angst vor dem Herunterfallen haben.
10. Er spürt die Ruhe und ist froh, dass seine Mutter keine hektischen, nervösen Bewegungen macht.
11. Er fühlt sich in seinem Körper wohl.
12. Er verschmilzt mit der Brustwarze im Mund. Er ist unbewusst froh, dass er keine Ersatzbrust in Form einer Schoppenflasche oder Plastikschnullers (Nuggis) bekommt.
Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass dies das Kleinkind absolut unbewusst erlebt. Ausserdem kommt es darauf an, was die Mutter denkt und fühlt. Nicht nur die Umgebung beeinflusst den Säugling.
Um diese 12 Qualitäten immer bewusster und differenzierter wahrzunehmen, entwickelt der Mensch mit Hilfe seiner Eltern, Lehrpersonen usw. kindsgemäss (d. h. zum richtigen Zeitpunkt – siehe Delta Pädagogik -) die 12 Sinnesorgane¹.
Die Sinne des Individualkörpers (Ich-, Gedanken- und Wortsinn) kann er sich nur selber ganz bewusst machen. Sonst sind sie als halbbewusste Empathie bekannt.

Das Kind hat sein Zentrum im Körper, der von seinem Ich-Wesen (seinem ewigen Individuum oder Geist-Seele) eingehüllt wird. Als Mensch auf der Erde ist er noch unbewusst.

Seine Bewusstwerdung wird zuerst durch seine Umgebung (Elternhaus und Schule usw.) gefördert und kann als Erwachsener durch ihn selbst an die Hand genommen werden.

Er durchdringt mit seiner Geist-Seele immer besser seinen lebendigen Körper.

Wenn alle seine Bedürfnisse durch das Stillen gestillt sind, bietet die Umwelt das ideale Milieu, so dass der Säugling wohlig ruht oder sich bewegt ohne zu schreien.

Als Erwachsener kann der Mensch die Umwelt mit seinen Sinnesorganen differenziert wahrnehmen. Er wird immer bewusster und nimmt als Erwachsener, wenn er sich selbst zentriert, sogar die unsichtbaren Gefühle, Gedanken und Willensimpulse der Anderen mit seinen Geist- oder Empathiesinnen wahr.

¹ Heute sind von der Wissenschaft noch weniger Sinne  definiert. Sie kennt zwar die Wirkung eines Ichs der Mutter, eines Computers, mit dem man auch die Gedanken- und Gefühlsmuster speichern und mit Bekannten vergleichen kann usw. Aber die Wissenschaft kann sich nicht vorstellen, dass ein Mensch Sinnesorgane besitzt, die diese unsichtbaren Tatsachen sinnlich wahrnehmen können. Dazu müsste der Mensch als geistiges Wesen akzeptiert werden, das auch ohne Körper  (Gehirn) Denken, Fühlen und Wollen kann. Solange die Wissenschaft mit der nur materialistischen Brille die Erde betrachtet, ist dies nicht möglich.

Zentralbewusstsein

Sein Ich bildet im Körper ein Zentrum aus, von wo aus es immer bewusster und differenzierter die Welt mit seinen 12 Sinnen wahrnehmen und erleben kann. Mit der Zeit lernt es, die Welt mitzugestalten. Seine Eingriffe in die Welt können immer bewusster werden.

Es kann die Verantwortung als Erwachsener über seine Taten ganz übernehmen.

Das Menschen-Ich lebt also immer mehr im Zentrum, das sein Körper (aus dem All betrachtet ein Punkt) bildet. Wenn er zentriert ist oder sich bewusst selber zentriert, ist er ganz bei sich und kann, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt, seine Ich-Impulse zu 100% verwirklichen.

Er hat ein waches Zentralbewusstsein.

Peripheres Bewusstsein

Wie wir gesehen haben, umhüllt sein Ich den Körper. Es reicht bis zu den Sternen.

Es füllt den ganzen Raum aus, ist dabei aber normalerweise ohne Bewusstsein. Erst durch seinen Körper auf der Erde erringt es sich Schritt für Schritt ein Bewusstsein. Zuerst wird das Ich noch automatisch durch die Materie des Körpers gebildet.

Als Erwachsener kann das Bewusstsein von unserem Ich im Körper auf der Erde auch ohne Hilfe des materiellen Körpers von uns selbst gebildet werden.

Die Entwicklung vom Kleinkind zum Erwachsenen

  1. Das Kind muss am Anfang seines Lebens die physikalischen Gesetze, denen es auf der Erde unterliegt, kennen lernen. Bsp. Alles fällt nach unten. Dies und das kann/sollte ich unterlassen, da es Schmerzen verursacht (heisse Herdplatte berühren usw.). Es entwickelt seinen physischen Körper und wird auch physisch immer unabhängiger von seiner Mutter und Umgebung.
  2. In der Schule entwickelt es sein bewusstes Denken. Sein Energiekörper wird geformt. Sein Intelligenzkörper als Teil seiner Seele wird bewusst, im Erwachsenenalter unabhängig und frei vom unbewussten Energiekörper.
  3. Ab der Pubertät werden seine Gefühle ihm bewusst und wichtig. Sein Seelenkörper wird differenziert und gestaltet. Sein Gefühlskörper als Teil seiner Seele wird halbbewusst  und vom Seelenkörper unabhängiger.
  4. Erst als Erwachsener kann es sich von den Einflüssen seines Körpers ganz losreissen und sich selbst weiterentwickeln. Es kann nun ganz bewusst sein peripheres Bewusstsein entwickeln, indem es seine Empathie bewusst schult und einsetzt. Sein Ich-Wesen kann nun eingreifen und die Welt gestalten. Es ist nur intrinsisch motivierbar oder braucht die Freiheit, um sich zu engagieren.

Das Ich-Wesen merkt, dass unsere Sinne zu geistigen, seelischen und körperlichen Sinnen gruppiert werden können. Mit den geistigen oder emphatischen Sinnen nehmen wir mit unserem peripheren Bewusstsein wahr. Wir müssen dabei aktiv sein, sonst nehmen wir nichts mehr wahr.

Dieses Bewusstsein, durch das der Mensch an Auffahrt noch nichts sah (Christus entschwand in den „Himmel“), ist schwieriger zu erreichen als das Zentralbewusstsein. An Pfingsten wurde die Möglichkeit von Gott geschaffen, es zu entwickeln.

Der Mensch kann sich im Laufe seines Lebens ein waches peripheres Bewusstsein erringen.

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