Sinne
Mit den Sinnen kann der Mensch verschiedene Bereiche seiner Umgebung wahrnehmen. Zuerst hat er Wahrnehmungen seines materiellen Körpers:
Körpersinne
Mit dem Tastsinn kann er die Oberfläche seines Körpers und andere Oberflächen abtasten. Er kann ihre Beschaffenheit feststellen. Für ihre Formen, ihre Dicke usw. braucht er noch seinen Bewegungssinn, denn er bewegt beim Tasten z. B. seine Hand.
Mit dem Lebenssinn stellt er den Zustand des Körpers fest. Habe ich Schmerzen? Ist der Körper in einer bequemen Lage? Bin ich voller Energie? Ist mir übel? …
Mit dem Eigenbewegungssinn kann er die Stellung seiner Gelenke, die Geschwindigkeit meiner Bewegung usw. feststellen.
Mit dem Gleichgewichtssinn kann er bemerken, ob er im Gleichgewicht ist. Bei wiegenden Bewegungen im Car oder auf einem Schiff kann er Seekrank werden. Dann ist sein Gleichgewichtssinn überreizt.
Auf diese Sinneswahrnehmungen habe ich normalerweise keinen bewussten Einfluss. Sie sind einfach da. Deshalb kann auch von unbewussten oder körperlichen Sinnen gesprochen werden.
Seelensinne
Es gibt aber auch Sinne, die bei der Wahrnehmung begleitet sind von auf und absteigenden Gefühlen.
Wenn ich etwas rieche, steigen angenehme oder antipathische Gefühle auf und bleiben mehr oder weniger lange bestehen. Dies gilt auch beim Schmecken, Sehen und Empfinden der Wärme. Deshalb kann auch von halbbewussten oder seelischen Sinnen gesprochen werden.
Geistessinne des Menschen
Beim Hören und bei den Empathiesinnen ist es komplizierter[1].
Der Mensch kann gewisse Geräusche oder Töne als Musik bewusst geniessen und sehr deutlich von Geräuschen von Tieren oder Pflanzen unterscheiden. Ein Bergsturz oder Maschinenlärm ist für ihn niemals Musik als Kunstform.
Der Hörsinn und auch das bewusste Wahrnehmen der Empathie kann auch zur bewussten Wahrnehmung dienen. Es kann beim Menschen von bewussten oder geistigen Sinnen gesprochen werden.
Mit den Sinnen kann der Mensch seine körperliche, seelische und geistige Umgebung wahrnehmen. Deshalb kann man die Sinne auch in Willlens-, Gefühls- und Gedankensinne einteilen.
Drogen und ihre Auswirkung auf die Sinne
Ein grosses Problem stellt sich mit dem Gebrauch von Drogen.
Gewisse Drogen können Bilder hervorrufen, die einem Traum ähnlich sind.
Bsp. Gras und andere Drogen können dem Menschen vorgaukeln, dass er einen Adlerkopf besitzt und alles wie ein Adler ganz genau betrachtet. Ein Schmerzmittel, bei dem die Droge vom Arzt als Medikament eingesetzt wird, kann wunderschöne, aber irreale Bilder erzeugen, solange das Mittel wirkt.
Andere Drogen können Zeit und Raum beeinflussen, wieder andere machen die Welt zu einer klingenden. Der Mensch kann auf Tönen sitzen und umherreisen.
Mit materiellen Substanzen und anderen Manipulationen kann also erreicht werden, dass die feste Welt sich auflöst, dass der Mensch sich in anderen Menschen oder Objekten aufhalten kann usw.
Bei den Empathiesinnen hat die Wissenschaft Spiegelzellen im Gehirn gefunden, die möglich machen, dass der Mensch Gedanken und Gefühle sinnlich wahrnehmen kann. Er hat die Möglichkeit sich im Innern des Anderen aufzuhalten.
Zeit und Raum werden auch ohne Drogen mit den geistigen, materiellen Sinnen aufgelöst.
Es gibt keine materiellen Hindernisse mehr. Mit den Empathiesinnen können wir ganz normal, naturgemäss im anderen Menschen sein, die lange Distanz z. B. von Zürich nach New York ohne Zeitverlust überwinden usw.
Bsp. Mit dem Ich-Sinn kann ich (meistens unbewusst) wahrnehmen, dass eine mir bekannte Person mich in Zürich von New York aus anrufen will. Ich hebe mein Telefon, um den Anderen zu erreichen, ab und bin mit ihm ohne Klingeln schon verbunden.
Drogen und Geist
Es wird vermutet, dass Drogen die Grenze zum Geist aufheben können. Was mit den Empathiesinen unspektakulär möglich ist, kann durch Drogen viel ausgeprägter erreicht werden.
Sind es aber die selben Erlebnisse, wie mit den Sinnesorganen?
Wird vom gleichen Geist gesprochen?
Bei allen Sinneserlebnissen kann der Mensch mehr oder weniger bestimmen, was er aufnehmen will. Bilder, die er nicht sehen will, kann er z. B. durch das Schliessen der Augen vermeiden. Ebenso kann er etwas überhören oder im Extremfall sich die Ohren verstopfen.
Er hat die Freiheit z. B. mit den Empathiesinnen nichts bewusst wahrzunehmen.
Es kann sogar umgedreht werden: Um bewusst empathisch zu sein, muss der Mensch sich anstrengen. Er nimmt nur aufmerksam die Gefühle und Gedanken des Anderen wahr.
Nun wird nicht mehr von Empathie, sondern von der bewussten Wahrnehmung mit den geistigen, materiellen Sinnen gesprochen.
Dazu muss der Mensch innerlich aktiv sein. Er muss aufmerksam sein und im Jetzt leben,
Bei allen Wahrnehmungen mit den Sinnen hat der Mensch die Möglichkeit nichts wahrzunehmen, wenn er nicht will. Er lebt mit seinen Sinnen in Freiheit.
Sogar den Schmerz können gewisse Menschen unterdrücken.
Bei Drogenwahrnehmungen mit den Sinnen oder der Seele werden wir gezwungen, die drogenerzeugten Wahrnehmungen zu machen. Die Droge oder materielle Substanz bestimmt, was wir erleben. Wir haben keine Möglichkeit mit unserem Wesen einzugreifen. Wir können nur warten, bis die Wirkung vorbei ist. Ob wir etwas Schönes oder Grässliches erleben, können wir nicht vorhersagen. Wir sind wie in der Drogenwirkung gefangen.
Drogen zwingen uns Wahrnehmungen auf. Wir leben nicht mehr in Freiheit.
Diesen Zwang kann unmöglich vom Geist Gottes kommen. Wir sind in einer determinierten Welt eines anti-göttlichen Geistes eingesperrt, solange die Wirkung der Droge andauert.
Durch Drogen ist es unmöglich, näher zu Gott zu kommen und seine Erkenntnis zu erhöhen.
Man hat unter Drogeneinfluss ein erweitertes Erlebnis mit Zwang, ist diesem machtlos ausgeliefert und zerstört dadurch sich selbst.
Schulung der Sinneswahrnehmung
Bei der Schulung und Verfeinerung der Sinneswahrnehmung kann der Mensch den Raum und die Zeit auch überwinden und sich in den Anderen hineinfühlen. Ausserdem kann er auf der Welt natürlich auch mit den körperlichen und seelischen Sinnen unzählige Wahrnehmungen in Freiheit machen.
Der Mensch kann auf der Erde viele aufbauende Erlebnisse haben.
Wie der Mensch in Freiheit über die „weltlichen“ Erlebnisse hinausgehen und sich göttlich geistige Erlebnisse bewusst machen kann, wird im nächsten Blogbeitrag erörtert.
