Wie im letzten Blogbeitrag geschildert, sind die geistigen Sinne Werkzeuge des Körpers, um dem Menschen zu ermöglichen das ewige geistige Individuum des anderen Menschen sinnlich wahrzunehmen.
Sind wir wach und aktiv bei dieser Wahrnehmung, setzen wir bewusst die geistigen Sinne ein. Im halbbewussten, gefühlshaften Wahrnehmen spricht man von Empathie. Dann werden die geistigen Sinne träumend nur als seelische Sinne gebraucht.
Die Spiegelneuronen und das aufmerksame Gehirn sind die natürlichen, körperlichen Organe, die zusammen mit dem menschlichen Ich-Geist die sinnliche Wahrnehmung (auch Empathie) ermöglichen.
Geistig natürliche Sinne
Es gibt vier Sinne, mit denen der Mensch direkt das Individuum des Anderen wahrnehmen kann:
Den Ichsinn, den Gedankensinn, den Sprachsinn und den Gehörsinn¹.
1. Mit dem Ichsinn erlebt der Mensch das andere Individuum.
2. Mit dem Gedankensinn erlebt der Mensch, dass der Andere Gedanken hat, die mit Gefühlen und Willen durchdrungen sind. Er kann diese Gedanken un- bis hellbewusst wahrnehmen.
Der Andere ist ein geistiges Wesen mit einer Geist-Seele.
3. Mit dem Wortsinn erlebt der Mensch, dass die Sprache des anderen Menschen mit Worten, die etwas bedeuten, mit Informationen und Gefühlen uns seine Willensimpulse vermittelt².
Er ist auch ein seelisches Wesen, bei dem der Geist auch innerlich, seelisch ist.
4. Mit dem Gehörsinn erlebt der Mensch, dass es Geräusche gibt, die als menschliche Sprache auf der Erde gezielt eingreifen können.
Der Geist ist auch ein unsichtbares, leibliches Wesen, das auf der Erde handeln kann. (Der anti-göttliche Geist macht, dass der Leib als Körper materiell wird.)
Der geistig-göttliche individuelle Ich-Mensch kann denken, fühlen und wollen, denn er hat Geist, Seele und Leib.
Diese geistigen Sinne, die auch Teil des Körpers sind, können nur mit Aktivität im Jetzt bewusst eingesetzt werden.
In der Phase, in der der natürliche Körper des Menschen sich entwickelt, ist es wesentlich, dass das Kind ein oder mehrere menschliche Vorbilder hat, um den Körper gut auszubilden.
Die Natur lässt den Körper grösser werden. Es braucht aber andere menschlich-geistige Individuen, damit sich das Kind aufrichtet und auf zwei Beinen geht, sprechen und bewusst denken lernt³.
Der geistige Mensch ist ein geistiges Wesen in einem natürlichen Körper.
Der Geist braucht die Freiheit und der Körper gute Umwelt- und Sozialbedingungen.
Kinder
Das Kind ist offen und lebt im Jetzt, hat aber noch kein waches Bewusstsein. Durch sein Wesen werden die Spiegelzellen auch ohne bewusste Aktivität funktionstüchtig. Deshalb kann das Kind im Körper des Erwachsenen sein und seine Gedanken, Gefühle und Willensimpulse erleben. Es nimmt auch direkt (noch unbewusst) das Ich oder die Persönlichkeit des Erwachsenen wahr. Es ist ausserdem sehr empathisch.
Daher muss der Erwachsene ein Vorbild – auch mit seinem Innenleben – sein, damit das Kind gute Impulse zur Entwicklung bekommt. Wir dürfen nie vergessen, dass das Kind dank der Spiegelzellen im Anderen ist und unbewusst erlebt, was er als geistiges Wesen wirklich ist, denkt, fühlt und will.
Das Kind ahmt durch Imitation sein Vorbild nach.
Die Nachahmung geht so weit, dass es die Art des Sprechens, die Körperhaltung und Vieles mehr übernimmt.
Die weiteren Gesetze zur Entfaltung des Energie- und Seelenkörpers und die Aufgabe der Spiegelneuronen werden im nächsten Blog behandelt.
