Das Gefühlshirn als Werkzeug für die Empfindungsseele

Im letzten Blog haben wir neben der Beschreibung der Empfindungsseele gesehen, dass die Empfindungsseele auch erstarren kann. Nun äussert sich nicht mehr das Ich des Menschen, sondern sein Ego. Die Gedankenmühle des Egos versklavt den Menschen durch an Ort kreisende Gedanken und Gefühle, die willentlich nicht aufzuhalten sind. Nun kann das Ich nicht mehr frei handeln.

Charakterisierung der Empfindungsseele

Empfindungen entstehen im seelischen Innenraum, wenn körperliche Stoffe den Körper und die Seele beeinflussen und prägen. In der Seele haben wir zuerst noch keine bewussten Gedanken und halbbewusste Gefühle.

Es wogen in der Seele Empfindungen.

Instinkte „steuern“ uns.

Der Mensch ist noch nicht frei.

Auch wenn der Mensch heute bewusst denken und halbbewusst fühlen kann, sind diese Empfindungen im ältesten Seelenteil oft viel stärker als die Gedanken und Gefühle. Es gilt noch heute, dass das Seelenleben im Menschen zuerst vom Körper mit seinen Hormonen und Transmittern durch starke Empfindungen beeinflusst wird.

Das Gefühlshirn als Tool der Empfindungsseele

In der ägyptisch/babylonischen Zeit beeinflusste das Gefühlshirn die Menschen stärker als das Grosshirn. Die Menschen konnten sich noch nicht  durch klare Gedanken steuern. Denn das  Grosshirn konnte zu dieser Zeit noch nicht vom Menschen bewusst als Werkzeug eingesetzt werden.

Das Gefühlshirn scheidet materielle Stoffe wie z. B. Hormone aus, die ins Blut gelangen und bis zu ihrem Abbau stark wirken. Heute kann der Mensch jedoch stärker als die Wirkung der Hormone sein. Der folgende Spruch zeigt es deutlich: „Man kann sich aufregen, muss es jedoch nicht.“

Erklärung: Das Ich des Menschen kann bis zum Abbau der Hormone im Blut bewusst verhindern, dass die Hormone (Materie) die Führung über den Menschen übernehmen und der Mensch seine oft destruktiven Handlungen nachher bereut.

Da der materielle Körper bei der Empfindungsseele das Seelenleben beeinflusst, ist das Bewusstsein noch nicht ganz klar.

Das Denken wird vom Menschen mit der Empfindungsseele noch nicht bewusst aktiviert, da er zur Zeit der Ägypter und Babylonier (ca. 3000 v. Christus) noch nicht im Energiekörper angekommen ist. Erst mit dem individuellen Denken (ab ca. Christi Geburt) kann das Ich Klarheit im Seelenleben schaffen. Es ist dann nicht mehr nur von den Empfindungen beeinflusst.

Der Mensch kann sich in der Entstehungszeit der Empfindungsseele mit der Empfindungsseele noch nicht ganz verwirklichen, da er den Energiekörper und den physischen Körper noch nicht vollständig mit seinem Ich durchdrungen hat.

Der heutige Mensch

Erst heute, wenn das Ich-Wesen den lebendigen, festen Körper ganz durchdrungen hat, kann es ganz wach in der Gegenwart leben und seinen Willen durchsetzen. Es kann frei sein.

Das Ich-Wesen kann heute nicht nur aufmerksam wahrnehmen, denken und fühlen, sondern auch aufmerksam seinen Willen ergreifen und im Handeln sich selbst in Freiheit seine Ziele setzen.

Die Selbstentwicklung des Menschen

Das Ego kann sich nicht mehr weiterentwickeln. Es wird immer wieder von den altbekannten Seelenstrukturen gepeitscht.

Nur das Ich kann das Alte bewusst loslassen und sich weiterentwickeln. Es kann die Zukunft mitgestalten. Zur Empfindungsseele kann es noch im Seelischen die Verstandes-Gemütsseele und die Bewusstseinsseele schaffen, im Körperlichen seinen physischen Körper ergreifen und schrittweise verwandeln. Auf diese Weise kreiert es vom Körper nicht mehr abhängige Bewusstseinsebenen auf der Erde.

Wenn wir auf unser Leben zurückblicken, kann uns auffallen, dass wir ab ca. 25 Jahren uns bemühen müssen, um uns weiterzuentwickeln.

Der Mensch ab ca. 25 Jahren kann mit hellem Bewusstsein sich aktiv weiterentwickeln. Es ist aber einfacher, Vorurteile, die sich im Hirn als „Nervenautobahnen“ bildeten, wirken zu lassen.

Immer tiefere Selbsterkenntnis lässt den Menschen vorurteilsloser und menschlicher werden. Denn der geistige Ich-Mensch schreitet immer weiter in die echte Zukunft¹ und bleibt offen für Neues.

Sind wir nicht innerlich aktiv, haben wir bis ans Lebensende keine neuen Empfindungen und Gedanken. Es sind nur Neukombinationen von Altem².

 

 

¹ Viele glauben, dass die Zukunft nur eine Fortführung der Vergangenheit ist.
² Es gibt viele ältere Menschen, die sich gleich kleiden wie Pubertierende, gleiche Games spielen, gleiche Actionfilme schauen usw. Auch die Schönheitschirurgen wollen die Menschen nicht älter werden lassen.

 

 

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