Hat man es nun geschafft, offen zu bleiben , muss man die Energie noch steigern und im Land der Grünhüte Gedankenstrukturen suchen, mit denen man eine äusserlich negative Situation nicht nur negativ sieht. Es geht nicht darum das Negative positiv darzustellen. Wichtig ist, dass man in jeder negativen Situation auch das Positive sehen kann. Mit der Kraft aus dem Gegenwarts-Feld, die ja auch im Land der Gelbhüte wirkt, kann ich jeder Negativität auch etwas Positives abgewinnen.
Einige Beispiele:
• Eine Krankheit kann einen ungesunden Lebensrhythmus unterbrechen und dem Patienten Zeit zum Überdenken seiner Situation geben;
• ein Unfall kann fest gefügte Strukturen aufbrechen neue Perspektiven zeigen;
• eine Trennung kann den Weg frei machen, im Rückblick eine bessere Beziehung einzugehen;
• der Verlust der Arbeitsstelle kann eine Chance für einen Neuanfang sein.
Es soll nicht das Leid in der entsprechenden Situation wegdiskutiert werden. Der Mensch soll jedoch seine innere Kraft aktivieren, das Negative als Chance für eine Verwandlung seiner Situation zu ergreifen. Diese Übung kann auch mit kleinen alltäglichen Negativitäten erfolgreich durchgeführt werden.
Einige Beispiele dazu:
• Das Tram fährt mir vor der Nase davon. Ich lebe meine Enttäuschung und Wut auf den Tramführer nicht aus und bleibe aufmerksam. So entdecke ich einen alten Bekannten, den ich schon seit Jahren nicht mehr getroffen habe.
• Der Absturz meines Computers und die damit verbundene Löschung meines Textes motivieren mich, den Text nochmals neu zu gestalten.
• Die leere Autobatterie verhindert, dass ich bei Glatteis mit dem Auto losfahre. Vielleicht habe ich so einen Unfall vermeiden können.
