Was bedeutet AD(H)S?
Man ist nie nur in der Phase des AD(H)S, wenn man vom AD(H)S bestimmt wird und seinen eigenen Willen verloren hat. Ohne eigenen Willen muss man jedoch das AD(H)S ausleben.
Man kann sich nicht lange auf die Gegenstände, die man z.B. in der Schule beachten sollte, konzentrieren und hat daher ein Aufmerksamkeits-Defizit. Die Motorik treibt einen an und man zeigt deshalb Hyperaktivität. Das Syndrom umfasst nämlich einige Phänomene, die immer zusammenspielen, und hat den Menschen in seiner Gewalt (ADHS).
Alle Syndrome (Hyperaktivität, Autismus, Depression, Asperger, Borderline usw.) sind immer mit autistischen Erscheinungen verbunden, weil man wie ein Roboter, ohne eigene Gedanken zu fassen, die das Verhalten des Körpers an die Umgebung anpassen könnten, handelt oder nichts tut. Man spricht teilweise wie ein Erwachsener und sehr intelligent, isst nur gewisse Speisen, ist ruhig in seine Depression versunken, lernt nichts, kann nicht üben oder macht bei ADHS Bewegungen, die keinen Sinn ergeben usw. Im Nachhinein sieht man ein, dass man unvernünftig gehandelt hat, kann seine Abläufe aus eigener Kraft jedoch nicht ändern.
Die Schule und AD(H)S
Jeder Lehrer, der diese Zusammenhänge und die aufbauenden vier Lerngesetze kennt, kann mit seinem bewussten Willen den AD(H)S-Schüler (und andere Syndrome) langsam heilen und erreichen, dass sich der Schüler selbst zentrieren kann und daher nicht so schnell und so lange das AD(H)S ausleben muss.
Der Lehrer und die ganze Umgebung des AD(H)S-Schülers erleben nämlich, dass er in der AD(H)S-Phase träumerisch und halbbewusst handelt, ganz von seinen Gefühlen bestimmt ist, ohne durch sein Denken die Folgen in der Zukunft abschätzen zu können. Sein bewusstes Gedächtnis, das über das Kurzzeitgedächtnis hinausgeht, kann in dieser AD(H)S- Phase nicht aktiviert werden, weil man dazu seinen Körper ergreifen müsste. Man erlebt, dass dieser Schüler daher alles vergisst und nur seinen Gefühlen folgt, die nicht von seiner Persönlichkeit „ausgewählt“ werden. Er ist hypersensibel und reagiert auf die Gefühle seiner Umgebung. Um menschliche Fähigkeiten, die über das Fühlen hinausgehen zu entwickeln, wäre ein Gedächtnis, das in die Vergangenheit reicht und deshalb schlechte Erfahrungen von guten Erlebnissen unterscheiden kann, nötig. Ausserdem müsste man durch sein Denken auch abschätzen können, was für Folgen durch sein Verhalten in der Zukunft entstehen. Da sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft in dieser Phase nicht vorhanden sind, lebt man ganz in der Gegenwart und zeigt das AD(H)S.
Was nun zählt, sind nur die gegenwärtigen Reize seiner Umgebung und die momentanen Wünsche des Körpers.
Das Kind mit ADH(H)S ist wie in einer krummen geschlossenen Linie der Reize, die sein Verhalten bestimmen, gefangen und reagiert auf die stärksten und neuesten Reize, die sehr schnell wechseln können. Es ist immer auf den letzten Reiz fixiert. Diese Reize können auch von Erziehungsmustern, die das Verhalten des Körpers wie Wünsche usw. beeinflussen, geprägt sein. Ist die Erziehung der Norm entsprechend, „funktioniert“ das Kind gut. Es werden aber meistens nicht von der eigenen Persönlichkeit umgeformte Strukturen und Muster aktiv. Diese Strukturen passen aber in der Regel nicht zu dem, was man vom Kind erwartet.
Erst wenn die eigene Persönlichkeit eingreifen kann, ist das AD(H)S ausgewachsen oder geheilt. Deshalb sind gute Strukturen, die Vieles erleichtern, auch in der Schule so wichtig.
Freiheit und AD(H)S
Der eigene Wille und das eigene Denken können die Handlungen des AD(H)S-Kinds nicht bestimmen. Es ist in Phase, in der es dem Symptom ausgeliefert ist, nicht mehr sein eigener Herr und kann nicht mehr selbstverantwortlich handeln. Nur sein „Roboter-Fühlen“ bestimmt die Abläufe und es handelt wie eine Maschine unter dem Zwang der äusseren Reize. Seine Menschlichkeit und seine Möglichkeit zur Freiheit hat es verloren.
Vergleich Tier – Mensch
Auch Tiere reagieren extrem auf Reize und leben immer in der Gegenwart.
Deshalb legt man gewissen Pferden Scheuklappen an, der Hundebesitzer muss eine Katze vor seinem Vierbeiner sehen, damit er vermeiden kann, dass sein Hund der Katze nachrennt usw.
Dass Tiere bewusst in ihrem Innenraum ihr Vergangenheitsgedächtnis nicht aktivieren können und die Zukunft durch ihr bewusstes Denken nicht kennen, erlebt man, wenn man z.B. sein Haustier alleine lässt. Es weiss nie, ob man zurückkommt und wie lange die Abwesenheit dauern wird. Bei der Rückkehr freut es sich, wie beim ersten Mal. Auch wenn man es weggeben muss, vergisst es den alten Besitzer schnell. Wenn der neue Besitzer schlechter als der alte zu ihm ist, fühlt sich das Tier nicht so wohl. Dieses diffuse Gefühl interpretieren die Menschen oft als Erinnerung an seinen ehemaligen Herrn. Begegnet ein Tier einem Menschen wieder, kann es sein, dass der Geruch, das Aussehen, die Bewegungen usw. im Körper des Tieres „gespeichert“ sind. Diese lösen Reaktionen wie Wedeln und „Anspringen“ aus, die oft mit einer bewussten Erinnerung gleichgesetzt werden. Man vergisst, dass ein Tier ohne äussere körperliche Reize sich nie an etwas erinnern kann. Dazu wäre das bewusste Erinnern im Seelenraum nötig, das ein Tier nicht kann.
Die Tiere sind alle genetisch und durch ihre Erziehung festgelegt.
Da sie keine individuellen Wesen sind, die sich ihre Ziele selbst geben können, haben sie keine eigene Persönlichkeit im menschlichen Sinn. Da die Tiere meistens von ihrer Umgebung und ihren Besitzern individuell geprägt sind, wird diese Prägung oft mit der Tierpersönlichkeit gleichgesetzt. Bei „Esoterikern“ wird das Tier sogar wiedergeboren, was nur bei einem individuellen Wesen einen Sinn machen würde.
Aus all diesen Gründen ist der Mensch für das Leben aller Tiere verantwortlich. Denn er kann mit seiner Persönlichkeit entscheiden, wie er seine Stellung gegenüber den Tieren auslebt.
Um dieses selbstbestimmte Verhalten als Erwachsener zu erreichen und die Verantwortung übernehmen zu können, muss der Mensch im Elternhaus und der Schule entsprechend erzogen werden. Die vier aufbauenden Lerngesetze müssen bekannt sein und angewendet werden.
Das AD(H)S und alle andern Syndrome machen den Menschen zum Tier, das in den AD(H)S-losen Phasen wieder ganz Mensch mit oft grossen Begabungen wird.
Dieser Wechsel von begabtem Menschen und „Tier“ war die Voraussetzung, dass eine autistische Frau mit ADHS (Gardener) zur grössten Rinderpsychologin wurde.
Folgen der Vermischung von Mensch und Tier
Dass der Mensch sich als höchstes Säugetier oder im englischen Sprachraum sich als human animal bezeichnet, zeigt auch das Nicht-Unterscheiden-Können von Mensch und Tier sogar in der Wissenschaft. Tierversuche, grosser Fleischkonsum, Umgang mit dem Tod und viele heutige Trends weisen darauf hin, dass diese wissenschaftlichen Gedanken auch die grossen Massen erfassen. Als Gegenreaktion können wir strenge Vegetarier oder sogar Veganer erleben, können sich immer mehr Sekten bilden und verhärten und bekämpfen sich die Religionen.
Die ganze Gesellschaft zeigt viele autistische Züge, die zu grossen Problemen führen. Unsere Gesellschaft ist eine „ADHS-Gesellschaft“ geworden! Viele Reize und künstliche Bedürfnisse, keine Aufmerksamkeit und Hyperaktivität sind doch typische Merkmale unserer Zeit.
