Bewusstseinsseele
Im diesem seelischen Bewusstsein kann der Mensch wach oder bewusst denken und fühlen. Da er auch im Willen aufgewacht ist, kann er bewusst wollen oder bewusst die Verantwortung über seine Taten übernehmen. Unter Taten versteht man auch die Gefühle und Gedanken, die man nicht sehen kann, aber dennoch eine grosse Rolle spielen.
Das Fühlen in der Bewusstseinsseele
Nun befindet sich der Mensch mit seinem Ich auch noch in seiner Umgebung. Er setzt sein Umkreisbewusstsein zusätzlich zu seinem Punktbewusstsein ein. Er kann im Zustand der Bewusstseinsseele exakte, gedankendurchdrungene Wahrnehmungen der Gefühle machen. Nun spricht man nicht mehr von Empathie wie beim Verstandes-Gemütsseelenbewusstsein, sondern exakte von Wahrnehmungen mit den Sinnen des Individualkörpers. Über das Denken in der Bewusstseinsseele gab es schon einen Blogbeitrag (11.11).
Die zweite Schicht nach dem Denken in der Bewusstseinsseele ist das Fühlen. Beim Fühlen ist der Mensch ausgebreitet und „umhüllt“ den Anderen und die Gegenstände der Aussenwelt. So kann das Fühlen ein Echo der Welt geben, das im Bewusstsein im Jetzt nicht verdrängt wird, auch wenn nicht alles angenehm ist. In der zweiten Schicht dieses Bewusstseins ist der Mensch ausgebreitet, nicht im Zentrum. Im Vergleich zum Zentralbewusstsein der ersten Schicht kann von Umkreisbewusstsein gesprochen werden. Mit ihm ist die Synthese wichtiger als die Analyse mit dem scharfen Punktbewusstsein der ersten Schicht.
Das nichtmanipulierte, helle Denken ist beim Fühlen immer vorhanden. Nun soll vor allem über das Fühlen mit der Bewusstseinsseele gesprochen werden.
Da die Bewusstseinsseele noch mit dem Körper verbunden ist, aber nicht mehr vom Körper beeinflusst wird, haben wir in ihr noch alle Gefühle, die wir auch früher hatten. Wir können nun unterscheiden zwischen egoistischen Emotionen, die uns bestimmen, und lebensfördernden Gefühlen, die uns frei lassen.
Da wir auch mit dem Individualkörper verbunden sind, können wir mit der Bewusstseinsseele auch die noch fast unbekannten Sinne des Individualkörpers bewusst einsetzen. Es sind der Ich-Sinn, der Gedanken-Sinn und der Wort-Sinn. Beim Wahrnehmen mit diesen Sinnen müssen wir nicht mehr von Empathie sprechen, sondern können mit Bewusstsein die Wahrnehmungen unterscheiden:
Wir nehmen mit dem Ich-Sinn die geistige Individualität des Anderen wahr, mit dem Gedanken-Sinn die von Gefühlen erfüllten und bewusst gewollten Gedanken des Anderen, mit dem Wort-Sinn die Sprache als gedankliche, gefühlte und gewollte Äusserung des andern Menschen.
Diese Sinne kann der Mensch nur mit der Bewusstseinsseele einsetzen.
Mit einem hellen Bewusstsein im Jetzt können wir alle Gefühle, die in unserer Seele auftauchen, in vier Hauptkategorien unterscheiden.
Die vier Hauptkategorien sind: Freude, Angst, Traurigkeit und Wut¹.
Wir sind von Freude erfüllt, wenn wir uns als Ich-Wesen erleben. Wir haben Angst, weil die Zukunft nicht determinierbar oder festlegbar ist. Die Angst bewahrt uns auch vor gefährlichen Situationen. Wir fühlen Traurigkeit über das, was vergangen ist. Denn es ist nicht mehr änderbar. Die Wut äussert sich, weil wir uns hilflos fühlen, die Welt in unserem Sinne zu verändern.
Es gibt natürlich auch unzählige Mischformen. Es kann aber in diesem Bewusstsein immer entschieden werden, welche Gefühle aus den vier Hauptkategorien das jeweilige Gefühl ausmachen.
Dieses Fühlen kann nun mit Bewusstsein analysiert werden. Deshalb wird es auch im Possibility Management als bewusstes Fühlen bezeichnet.
Die Gefühle steigen nun aus der Seele auf, und können gedanklich klar erfasst werden.
Das Bewusstsein im Jetzt, das wir durch unsere innere Aktivität erzeugen, ist im Denken, Fühlen und Wollen aufgewacht und klar. Weil wir im Jetzt leben, unterliegen wir keinen Vorurteilen – Vergangenheitsstrukturen. Wir nehmen wahr, was ist und spekulieren nicht.
Wichtig ist jedoch, dass wir eine positive Kraft, die hinter allen Gefühlen steckt, ausmachen können.
Diese lebensfördernde Kraft wird im nächsten Blog beschrieben.
¹ Im Possibility Management wird dies ausgearbeitet und ist eine Grundlage, die zur Selbsterkenntnis führen kann.
