Die Delta Dynamik
Bei der Sinneswahrnehmung sind immer unbewusst Denken, Fühlen und Wollen beteiligt. Dies zum Bewusstsein zu bringen, ist eine Aufgabe der Delta Dynamik.
Diese Erkenntnis wird bei vielen pädagogischen und therapeutischen Massnahmen angewendet:
Erstes Beispiel: In der Delta Pädagogik erzieht man die Kinder unter bewusster Berücksichtigung des Denken, Fühlens und Wollens. Ganz zentral ist die bewusste Förderung des eigenen, individuellen Willens.
Zweites Beispiel: Die Trauma–Therapie kann traumatisierende Erlebnisse zum Bewusstsein bringen und auflösen.
Drittes Beispiel: In der Verhaltenstherapie setzt man bewusst den eigenen Willen ein, um das Verhalten zu ändern. Sie erschöpft sich nicht in Diskussionen und Analysen von Problemen, sondern ermutigt zum aktiven Ausprobieren von neuem (äusserem und «innerem») Verhalten.
- Durch die Neuropsychiatrie entdeckt man für immer mehr psychische Störungen organische Ursachen.
- Der Körper kann dann nicht richtig eigesetzt werden. Die Seele ist zwar unsichtbar, wird aber durch eine Therapie des Körpers geheilt. Seelenärzte behandeln also auch den Körper. Nur richten sie ihre Aufmerksamkeit beim Körper mehr auf seine elektromagnetischen Felder und die Materie des Hirns. Diese beiden Bereiche konnten erst in den letzten Jahren mit Einsatz des Computers untersucht werden.
- So wurden etwa Erkrankungen wie Zwangsstörung, AD(H)S, Tourette-Syndrom und Schizophrenie bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts primär psychoanalytisch/psychologisch erklärt, fallen aber heute ganz wesentlich in den Forschungs- und Deutungsbereich der Neuropsychiatrie, die das Hirn – also einen Teil des Körpers – untersucht.
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Leiden der Seele sind also Krankheiten des Körpers.
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Der ewige menschliche Geist
Will man die geistigen Ursachen, die nicht primär mit der Materie zusammenhängen, untersuchen, muss man sein Bewusstsein verwandeln und den Geist des Menschen auch ohne Umweg durch den Körper studieren. Man muss den Menschen als individuelles, geistiges Wesen, das nach dem Tod weiterexistiert und in Zukunft in einem neuen Körper wieder auf der Erde leben kann, verstehen.
Ganz wichtig ist zu wissen:
| Wenn die Umgebung (Therapeuten, Mitmenschen, Ortswechsel usw.) anders gestaltet werden und der Eigenwille des Menschen wieder in seinen Körper eingreifen kann, ist Vieles (Heilung, Überwindung von traumatischen Erlebnissen, genauere Sinneswahrnehmung, anderes Gefühlsleben, mehr Konzentration usw.) wieder möglich. |
In der Delta Dynamik lernt man, immer genauer zu beobachten und alle Sinne einzusetzen und nachhaltiger zu handeln. Man ändert willentlich sein Bewusstsein.
Je wacher man lebt, desto mehr erlebt man in der Welt. Man weiss dann genauer, wie man eingreift und kennt viele Motive seines Handelns.
Auch wenn man verzerrte Gedanken hat und nicht zentriert oder wach ist, verändert man die Welt. Die Frage ist nur, ob man sie im positiven Sinn verändert und nachhaltig wirkt.
Die Technik kann einem bei der Nachhaltigkeit und der positiven Veränderung helfen oder bei fehlendem Bewusstsein verheerende Auswirkungen auf die menschliche Seele und die Welt haben.
Denken
Die erste Stufe im Seelischen ist das Denken. Es ist am einfachsten, etwas bewusst zu denken. Wenn es einem gelingt, den Egoismus zu durchschauen oder sogar zu überwinden, kann man die echten Zusammenhänge der Welt erkennen (Gesetze). Man sieht dann auch seine eigene Stellung in der Welt. Der Egoismus verzerrt immer auch die Wahrnehmung, weil das Denken seinen Lieblingsideen folgt. Er spiegelt dem Menschen auch vor, dass die Gedanken “frei” sind und deshalb nichts bewirken können. Heute weiss man, dass jeder Gedanke und jedes Gefühl etwas verändern. Man kann sogar mit einem Computer in den elektromagnetischen Feldern die Veränderung nachweisen oder den Menschen manipulieren.
Mani Matter z.B. konnte in einfachen Liedern diese Zusammenhänge mit Humor überspitzen und zu Gehör bringen, weil er eine genügende Distanz zu sich selbst hatte.
In der Delta Dynamik lernt man, Distanz zu sich zu erreichen und sein Bewusstsein zu verwandeln. Dann verdrängt man viele Zusammenhänge nicht mehr, sondern sieht immer klarer ihre Bedeutung in der Welt.
Man ist fähig, gedanklich das Richtige im Innern zu erkennen. Die Umsetzung im Leben kann aber noch nicht oder nur von Zeit zu Zeit gelingen.
Fühlen
Seine Gefühle kann man noch schwerer beherrschen und willentlich steuern. Deshalb ist die zweite Stufe das Fühlen. Wenn es einem gelingt den Egoismus zu überwinden, kann die Welt auf uns so wirken, dass echte Gefühle entstehen. Der Egoismus in all seinen Varianten ist wirksam, wenn das Fühlen zu Emotionen aufgepeitscht wird. Man kann die Emotionen nachvollziehen, aber sie dienen nicht dem Ganzen und können den Menschen krank machen.
Wenn uns dies gelingt, können wir auch im Unglück noch Dankbarkeit für gewisse Teilaspekte entwickeln und nicht alles nur schwarz sehen.
In der Delta Dynamik lernt man, auf seine Emotionen zu achten und sie zu realistischen Gefühlen zu verwandeln. Man ändert willentlich sein Bewusstsein.
Dann verdrängt man seine Emotionen nicht mehr, sondern lässt die Welt gefühlsmässig so auf sich einwirken, dass man in ihr gesunden kann.
Als Folge kann man aber immer noch nicht in jeder Situation entsprechend handeln.
Wollen
Um immer richtig und gesundend in die Welt eingreifen zu können, muss man seinen Willen bewusst beherrschen. Dies ist die dritte und schwierigste Stufe im seelischen Eingreifen. Um seinen Willen zu schulen, muss man klar denken können. Auch darf man nicht der Spielball seiner Emotionen sein.
Das Leben setzt uns genügend Widerstände entgegen, um sie zu überwinden. Es ist mühsamer aktiv zu werden und oftmals gegen den Strom zu schwimmen, als passiv zu konsumieren und sich mit den Modeströmungen mittreiben zu lassen.
In der Delta Dynamik lernt man, seinen Willen bewusst in den Griff zu nehmen. Man ändert willentlich sein Bewusstsein und handelt der Situation entsprechend.
Wir greifen in die Welt ein und handeln bewusst.
Wenn man sein Denken, Fühlen und Wollen nicht ergreift, wirkt alles Körperliche krankmachend oder sogar böse.
Wenn der Körper sich selbst überlassen wird, weil der Mensch seinen Willen auf der Erde nicht mehr einsetzen kann, schädigt oder zerstört er sich und die Umwelt.
| Man kann aber auch sagen, dass wir als geistiges Willenswesen mit unserem Denken die echten Zusammenhänge herstellen, als seelisches Wesen mit unseren Gefühlen die Welt unverfälscht wahrnehmen und als körperliches Wesen positiv in die Welt eingreifen können. Deshalb finden wir die Trinität auch im Menschen. |
