Das Normalbewusstsein der Materialisten

Es gibt in der Philosophie das naive Bewusstsein. Heute glaubt man als Wissenschaftler, das naive Bewusstsein überwunden zu haben. Man ist nicht mehr naiv, sondern wissenschaftlich!

Was ist das naive Bewusstsein wirklich? Die Welt ist so wie sie ist. Sie ist farbig, riecht, tönt usw. Es ist die Welt wie sie von unseren Sinnen dargestellt wird. Sie erscheint uns als gegenständliche, sinnliche Welt. So nimmt man die sinnliche Welt mit dem normalen Gegenstandsbewusstsein wahr.

Der Wissenschaftler glaubt, diese „naive“ Welt überwunden zu haben. Für ihn ist sie eigentlich nicht farbig, nicht voller Gerüche, nicht tönend usw. Es gibt die sinnliche Welt gemäss der Wissenschaft nur in unserer Vorstellung der sinnlichen Welt. Hat der Wissenschaftler wirklich das naive Bewusstsein als Gegenstandsbewusstsein überwunden?

Für den Materialisten besteht die Materie aus Atomen. Aus der Vielzahl der Sinneserlebnisse nimmt man das Gewicht und die Schwere.  Atome sind also nicht farbig usw.  Sie sind aber schwer und halten sich im Raum auf! Man beschreibt die Atome und somit die Bausteine der Welt mit einer stark auf den Raum und das Gewicht reduzierten Sinneswelt. Mit dieser stark vereinfachten Sinneswelt will man nun alles, Gefühle, das Denken, die Wärme, die 3 Aggregatszustände usw. erklären. Dies kann nur ein Modell sein, das einem das Gegenstandsbewusstsein vorgaukelt.

Die Wissenschaft hat also das naive Bewusstsein nicht verlassen, sondern spricht mit ihren Theorien nur komplizierter darüber.

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