Der empathische Mensch
Ein empathischer Mensch nimmt Stimmungen im Raum und Gefühle des Anderen wahr.
Mit den sich neu entwickelnden Sinnen kann er sogar hellwach oder hellbewusst den individuellen Kern des Menschen, der ausserhalb des Raumes und der Zeit existiert, wahrnehmen. Ausserdem kann er die Gedanken, Gefühle und Willensimpulse im Raum oder im Anderen erleben. Der Mensch muss dazu jedoch innerlich sehr aktiv sein und im Jetzt leben. Dies sind dann Fakten und Erlebnisse, die jeder sensible Mensch heute auf der materiellen Erde erleben kann.
Die drei Ideale der Freiheit, Gleichheit und Sozialität
Die drei Ideale der Freiheit, Gleichheit und Sozialität drängen bei immer mehr Menschen ins Bewusstsein.
Sie haben weder mit den Genen noch mit den Memen¹, die vererbt werden, zu tun.
Denn weder der Rückblick in die Vergangenheit, noch die Gesellschafts- und Familienprägungen können diese Ideale erklären.
¹ Das Mem ist Gegenstand der Memtheorie und bezeichnet einen einzelnen Bewusstseinsinhalt, zum Beispiel einen Gedanken. Es kann durch Kommunikation weitergegeben und damit vervielfältigt werden und wird so soziokulturell auf ähnliche Weise vererbbar, wie Gene auf biologischem Wege vererbbar sind.
Der vollständige Mensch (Körper und Geist)
Der vollständige Mensch ist nur erklärbar, wenn seine Vergangenheit (Vererbung, Prägung durch Gesellschaft usw.) und seine noch nicht bestimmte Zukunft beigezogen wird. Der Kern oder das Ich des Menschen lebt auf der Erde, wo das Leben des Menschen durch die Vergangenheit und die Zukunft bestimmt wird. Sein ewiger Kern oder sein Ich kann im Jetzt erlebt werden. Der Geist oder das Ewige kann nur im Jetzt – in der Gegenwart – eingreifen oder direkt wirken.
Die nicht fassbare Gegenwart ist die Tür oder das Delta zur Ewigkeit.
Weil der Mensch eine lebensfördernde Zukunft mit seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen mitformen kann, ist der Kern des Menschen, der ausser Raum und Zeit steht, ein göttliches, individuelles Wesen.
Der Mensch ist nicht nur ein Naturwesen (höchstes Säugetier), sondern auch ein geistiges Wesen.
Er lebt auf der Erde in einem natürlichen Körper, der durch die Gene und Meme mit der Vergangenheit verbunden ist.
Es wird aber heute erlebt und gesehen, dass viele Menschen ohne Freiheit, ohne Gleichheit und ohne Sozialität nicht glücklich sein können. Dies sind Gesetze des geistigen, bewussten Ich-Menschen, nicht des Naturmenschen.
Blick in die Vergangenheit
Der Blick in die alte Vergangenheit zeigt jedoch, dass der Mensch auch früher ein „soziales“ Wesen war, das nur in der Gruppe überleben konnte. Das Bewusstsein war früher noch ein Gruppenbewusstsein und noch träumerischer, noch nicht so klar wie heute.
Der Mensch war sozial, weil die Gruppe überleben musste.
Er hatte die brutale Alternative: Entweder überlebte er in der Gruppe, wenn er sich den Gruppenregeln unterordnete oder starb ohne Gruppe. Konkurrenzkampf innerhalb der Gruppe, Alleingänge, Egoismen und viele weiter Verhaltensweisen, welche die Existenz der Gruppe gefährdeten, führten durch Ausschluss aus der Gemeinschaft zum Tod des Einzelnen. Sozialität war eine Notwendigkeit, um zu überleben. Die Freiheit des Einzelnen war noch nicht wichtig.
Heute
Heute kann der Mensch mit klarem Bewusstsein, d. h. in Freiheit sozial, werden. Er kann aber auch als Egoist ohne Gemeinschaft überleben, wenn er genügend Geld verdient.
Durch die jetzige, akute Gefährdung des Lebens auf der Erde durch den Klimawandel, Atombomben, Umweltgifte usw. ist das Überleben der ganzen Menschheit in Gefahr. Wenn der Mensch in Freiheit die Notwendigkeit der Sozialität nicht einsehen will, kommt der Zwang einer «Ökodiktatur», damit die Erde als Lebensraum der Menschen nicht zerstört wird.
Sozialität, Nachhaltigkeit, Abrüstung, Vermeidung der Erzeugung lebensfeindlicher Gifte usw. sind nötig zum Überleben der ganzen Menschheit.
Die neue Sozialität
Die neue Sozialität ist aber nur heilsam, wenn sie aus Freiheit, aus Einsicht, bewusst gelebt wird. Sie ist keine Zwangssozialisierung und keine Gleichmacherei. Der Mensch sieht im Anderen ein ihm gleiches Wesen und fühlt sich nicht besser als der Andere. Er erlebt die ganze Erde mit seinen Tieren, Pflanzen und Mineralien als belebtes, gefühldurchdrungenes, gedankenerfülltes Wesen.
Die Erde ermöglicht ihm in Freiheit, individuell über die Zusammenhänge nachzudenken und ein immer freierer Mensch zu werden.
Aktivität ist Schöpferkraft oder Kreativität
Er wird durch seine innere und äussere Aktivität zum schöpferischen Wesen, das in Freiheit die Erde und alle Menschen mit lebensfördernden Kräften durchdringen kann.
