Schon in der Französischen Revolution wurden die drei Ideale – liberté, égalité und fraternité – erwähnt.
Die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wurden aber in einem Atemzug ausgesprochen. In welchem Gebiet des Staates sie gelten müssen, habe ich in den letzten Beiträgen gezeigt. Werden diese Ideen falsch angewendet, entstehen die politischen Systeme, unter denen die Mehrheit der Menschen leiden.
Man muss diese Ideen, ohne der Materie zu verfallen, leben. So muss der Mensch ein Gebiet, wo die Freiheit wichtig ist, als Geistesleben bezeichnen. Die Aktivität des menschlichen Geistes wird hier verlangt.
Das Gebiet des Rechtslebens ist der eigentliche Rechtsstaat, der auf der Demokratie aufgebaut ist. Gleichheit wird hier gelebt. Niemand ist „gleicher“ als der andere. Das Geschlecht, die Ausbildung, das Vermögen, um nur einige Beispiele zu nennen, dürfen keine Rolle spielen.
Die Brüderlichkeit oder die Sozialität ist in der Wirtschaft wichtig. Nur so kann nachhaltig produziert werden. Die Schädigung der Konkurrenz wird nicht mehr angestrebt, da sie alle Menschen schädigt. Dieser Wirtschaft kann man mit M. Yunus menschliche Marktwirtschaft oder soziale Marktwirtschaft sagen.
Geht man vom sich selber bestimmenden Menschen aus, vom Menschen, der über sich die Verantwortung ergreift, kommt man zwingend auf die Ideen von M. Yunus. Deren Wirkung hat er jahrzehntelang selbst im Alltag in Bangladesch beobachtet.
Nimmt man den Menschen als komplizierten Roboter, der fremdbestimmt ist und von andern manipuliert wird, muss man die Ideen von M. Yunus bekämpfen.
Ein weiterer Anfang dieses menschlichen Weges ist das bedingungslose Grundeinkommen. Der Unternehmer Werner Götz ist ein Verfechter davon und redete auch an der Tagung in Berlin. Als Idee „der sozialen Dreigliederung“ wurde das menschliche Leben auf der Erde schon 1919 von R. Steiner formuliert. Eine wichtige Vorreiterin der Geld- und Zinspolitik ist heute M. Kennedy. Ich weise auf ihr bekanntes Buch hin, das man auch im Internet lesen kann.