Die geistigen Sinne und das Spiel

Der Körper als Spiegel* des Geistes

Durch den Körper oder im Körper können wir aufwachen und unser Bewusstsein steigern. Damit ist nicht nur das Aufwachen am Morgen zum Tagesbewusstsein, sondern auch ein weiteres Aufwachen gemeint. Es ist das bewusste Hineinwachsen in den Geist. Der Mensch lernt sich als ewiges, individuelles Wesen kennen, das auch existiert, wenn sein Körper stirbt. Dieses Aufwachen zum Geist kann auch im Leben geschehen. Es kommt aber nicht automatisch, sondern geschieht nur, wenn der Mensch bewusst und innerlich aktiv ist.

Der Körper ist das Widerlager oder der Spiegel des individuellen Ich-Geistes auf der Erde.

*Erklärung im Kapitel: Spiele (Buch von Joachim Bauer)

Ernährung und Bewegung

Der Körper muss sich auf der Erde ernähren und bewegen.

Demzufolge muss der individuelle Geist im Körper des Menschen auch Nahrung bekommen. Diese Nahrung wird keine sichtbare Nahrung, sondern eine Nahrung anderer Art sein. Wie die körperliche Nahrung vor allem mit dem Tastsinn, Geschmackssinn und auch mit dem Sehsinn wahrgenommen wird, wird die geistige Nahrung mit den geistigen Sinnen in den verschiedenen Körpern wahrgenommen. Das Ich-Wesen „ernährt“ sich vor allem von der Sprache des Anderen, die er mit dem Gehörssinn und dem Wortsinn wahrnehmen kann. Ausserdem geben ihm die Gedanken der Anderen Kraft, die sein Ich-Wesen oder sein Kern mit dem Gedankensinn wahrnehmen kann.

Ebenso wie der Mensch seine körperlichen Bewegungen mit dem Eigenbewegungsinn wahrnimmt, sind die Gedanken der Anderen auch beweglich. Sonst sind sie erstarrt und keine neuen, kreativen Gedanken.

Die Ernährung der Kinder

Es ist sehr wichtig, dass ein Kind in einer Umgebung aufwachsen kann, in der die Welt mit beweglichen, neuen und kreativen Gedanken wahrgenommen und in sie eingegriffen wird. Denn jedes Kind nimmt noch unbewusst die Gedanken der Anderen wahr.

Die Gedanken in der Sprache und die Gedanken der Anderen sind demnach die geistige Nahrung des Menschen.

Da die Gedanken mit Licht zu vergleichen sind, kann auch von Lichtnahrung gesprochen werden.

Wir nehmen immer Lichtnahrung zu uns, auch wenn wir uns mit materieller Nahrung ernähren.

Es kommt immer auf die Qualität der Gedanken bei der Ernährung an. Wird die Nahrung nur nach materialistischen Kriterien (Intellekt, Zweckgedanken usw.) beurteilt, schaut man nur auf die Quantitäten. Der Begriff der Qualität wird nicht ernst genommen. Der Mensch setzt chemische Spritzmittel usw. ein, profitiert von den finanziellen Vorteilen der Massentierhaltung und beachtet alle Nachteile für den Menschen nicht.

Wir sollten unsere Kinder nicht nur mit qualitativ guten Lebensmitteln ernähren, sondern sollten auch darauf achten, dass sie auch mit qualitativ guten „Lebensmitteln“ des Geistes – lebensfördernder Sprache und aufbauende Gedanken – auf der Erde versorgt werden.

Nur intellektuelles, materialistisches Denken schaut nicht auf die Qualitäten, sondern nur auf die Quantitäten beim Denken. Fragen wie „was bringt’s? was nützt es? Werde ich dabei reich? usw.“ sind beim rein intellektuellen Denken die Regel. Das nicht manipulierende, nicht intellektuelle Denken ist aber auch ein Fühlen und Wollen.

Die Aufgaben einer zeitgemässen Schule

In der Schule sollten diese Erkenntnisse verwirklicht werden. Die Ernährung und die Sinneseindrücke müssen gezielt neu angeschaut und entsprechen gehandelt werden, wenn die Kinder optimal gefördert werden sollen.

Die Sinne des Individualkörpers

Die drei Sinne des Individualkörpers oder die ersten drei geistigen Sinne haben ihre Heimat in der nullten Dimension oder im Punkt. Daher durchdringen sie den Körper, aber sind auch ausserhalb zu finden. Im Körperinnern haben die Wissenschafler die Spiegelneuronen entdeckt, mit denen der Mensch auch in den elektromagnetischen Feldern wahrnehmen kann. Sie nehmen überall wahr: außen und innen. Um sie bewusst benützen zu können, muss der Mensch ein ganz helles Bewusstsein haben.

Der Mensch muss seinen Denkwillen aufmerksam einsetzen, um die Empathie in die geistigen Sinne zu verwandeln.

So kann der Mensch die Empathie zu klaren, geistigen Sinnen bilden. Dann hat er sein Bewusstsein verwandelt.

Durch das aufmerksame Denken hat er es von einem seelischen zu einem geistigen Bewusstsein transformiert.

Ohne bewusste Ich-Aktivität kann der Mensch mit den geistigen Sinnen oder Sinnen des Individualkörpers nicht wahrnehmen. Er verbidet sich bewusst mit der Wärme oder mit dem elektromagnetischen Feld, um seine Wahrnehmungen zu machen.

Sonst ist er nur empathisch: fühlt oder träumt. Er hat seine Gefühle noch nicht zu einem klaren hellen Denken verwandelt. Er hat sein Denken noch nicht bewusst erlebt. Er erlebt nur, was er denkt, nicht seine Aktivität, mit der er die Gedanken schöpft.

Der Mensch ist sich im alten Bewusstsein noch nicht bewusst, dass er beim Denken aktiv ist.

Im neuen Bewusstsein muss er sich die Bewusstseinsseele erschaffen. Er muss seinen bewussten Willen einsetzen.

Dies ist die höchste Stufe der Denkt-Aktivität, die im Körper bewusst wird. Wir haben uns das neue Bewusstsein errungen.

Dazu muss der Mensch im Jetzt leben und aufmerksam sein.

So wie es die Sinne des festen physischen Körpers (Tast-, Lebens- und Eigenbewegungssinn) im Körper zu finden sind, gibt es auch die Sinne des wärmehaften Individualkörpers (Ich-Sinn, Gedanken-Sinn und Wort-Sinn). Diese Sinne nehmen im elektromagnetischen Feld oder ausserhalb des Körpers mit Sinnesorganen, die im Körper zu finden sind, wahr.

Der Mensch muss bewusst im Jetzt leben, um die Sinne des Individualkörpers benutzen zu können. Er kann nur hellwach oder aufmerksam das fremde Ich, die Gedanken und die Gedanken in der Sprache des Anderen wahrnehmen.

Die Sinneswahrnehmung

Die Wahrnehmung mit den Sinnen ist das Zusammenspiel zweier Pole: Das Denken als meistens unbewusste Ich-Aktivität und die Inputs der Sinnesorgane.

Bei den geistigen Sinnen muss der Mensch sich seines ewigen, individuellen Ich-Wesens hellbewusst sein, sonst nimmt er nichts wahr. Wenn er sensibel ist, kann er als empathischer Mensch die Gefühle der Anderen ausserhalb seines Körpers erleben.

Der Mensch kann die geistigen Sinne nur mit Hellwachheit und innerer Aktivität im Jetzt einsetzen. Deshalb ist das Denken bei ihnen das reine, nicht manipulierte Denken. Da das reine, unverfälschte Denken ein Wollen, ein Fühlen und ein Denken ist, nimmt der Mensch mit ihnen unverfälscht wahr.

Alle Sinne des Individualkörpers haben ihr Spiegelbild (Spiegelneuronen beweisen diese Feststellung) oder Abbild im physischen Körper:

Der Ichsinn findet seine Entsprechung im Tastsinn und den Spiegelneuronen, der Gedankensinn im Lebenssinn und den Spiegelneuronen und der Wort- oder Sprachsinn im Bewegungssinn und den Spiegelneuronen.

Der Ichsinn

Der Ichsinn ist ein Spiegel des Tastsinns.

Beim Tastsinn gilt auch die Festellungen von Paracelsus: „Wie unten, so oben“ oder „Der Mikrokosmos ist das Spiegelbild des Makrokosmos.“

Der Ichsinn hat seine Heimat auf der Erde in der Wärme oder den Null-Dimensionen. Wir können durch Tasten das Ich des anderen Menschen und sein Produkt – seinen Körper – erleben. Wie die Wärme durchdringt der Ichsinn den ganzen Körper. Denn der Körper ist das Abbild des Ich-Wesens auf der Erde. Heute wird uns auch durch die Forschung bewusst, dass wir mit unseren Wellenkörpern auch das All durchdringen können. Zeit und Raum können wir überwinden, weil wir mit unserem individuellen Ich-Wesen den Raum und die Zeit verlassen können. Nur unser materieller Körper lebt in den drei Dimensionen des irdischen Raums in den uns bekannten Zeiten.

Der Ichsinn als Sinn des Individualkörpers findet im Tastsinn des physischen Körpers sein Abbild. Mit dem Ichsinn nimmt der Mensch das Ich des Anderen bewusst wahr. Mit dem Tastsinn nimmt er die Grenzen seienes Körpers wahr. Sein Körper ist für sein Ich-Wesen wie ein Stück Aussenwelt, das er mitgestalten konnte.

Ein Hinweis dazu zeigt sich, weil bekannt ist, dass ein Kind sich erst seiner Existenz bewusst ist, wenn es durch seinen Tastsinn sich und die anderen Menschen als voneinander verschiedene Existenzen erfährt, indem er die Grenzen des Anderen abtastet.

Ein weiterer Hinweis liegt in der Weisheit der Sprache. Die Sprache beschreibt den Kern der Persönlichkeit, das Delta oder das abgeglittene Ich oder Ego mit Worten des Tastsinnes:

„Sie hat einen weichen oder harten Kern. Sein Wesen ist aalglatt. Sie ist eine gummige Persönlichkeit. Er hat ein samtiges Wesen. Ihre Seele ist ausgefranst. Er hat eine raue Schale und weichen Kern.“

Der Gedankensinn

Der Gedankensinn ist der Spiegel des Lebenssinnes.

Der Gedankensinn als Sinn des Individualkörpers findet im Lebenssinn des physischen Körpers sein Abbild. Mit dem Gedankensinn nimmt der Mensch die Gedanken und Gefühle des Anderen bewusst wahr. Mit dem Lebenssinn nimmt er den Zustand seines Körpers wahr. Sein Körper ist für sein Ich-Wesen wie ein Stück Aussenwelt, das er mitgestalten konnte.

Ein Hinweis dazu zeigt sich, weil bekannt ist, dass ein Kind erst bewusst denken lernt, wenn es durch seinen Körper nicht abgelenkt wird und ihn beim Denken vergessen kann.

Ein weiterer Hinweis liegt wiederum in der Weisheit der Sprache.

Die Sprache spricht von lebendigen Gedanken, aufbauenden Gedanken, beweglichen Gedanken , erstarrten Gedanken, Gedanken zum „kotzen“, vergiftete Gedanken usw. Alles sind Adjektive, die beschreiben, wie der Zustand unseres Körpers zu erleben ist. Mit dem Lebenssinn können wir ihn charakterisieren.

Der Wort- oder Sprachsinn

Der Wortsinn ist der Spiegel des Eigenbewegungssinns.

Der Wortsinn als Sinn des Individualkörpers findet im Eigenbewegungssinn des physischen Körpers sein Abbild. Mit dem Wortsinn nimmt der Mensch die Geräusche des Anderen als menschliche Sprache bewusst wahr. Mit dem Eigenbewegungssinn nimmt er den Bewegungszustand seines Körpers wahr. Sein Körper ist für sein Ich-Wesen wie ein Stück Aussenwelt, das er mitgestalten konnte.

Ein Hinweis dazu zeigt sich, weil bekannt ist, dass ein Kind erst sprechen lernt, wenn es gehen kann.

Ein weiterer Hinweis liegt wiederum in der Weisheit der Sprache.

Der Mensch spricht von einer bewegten, langsamen, schnellen usw. Sprache, vom sprachlichen Absturz, von Worten, die uns erheben können, man wird von Worten getroffen, man kann mit der Sprache umgarnt werden usw. Wir hören Begriffe, die alle den Bewegungszustand des Körpers beschreiben. Mit unserem Eigenbewegungssinn können wir diese Zustände beschreiben.

Einige Spiele:

Beim Spielen werden immer viele Sinne gleichzeitig eingesetzt.

Bei den Spielen des Individualkörpers sind die Kinder und die Erwachsenen sehr fasziniert. Viele Spiele des Geistes im Körper müssen noch erfunden und geübt werden. Bewusster Einsatz des Ich-, des Gedanken- und des Wortsinns sind dazu nötig.

Auch die anderen Sinne werden gebraucht, sind aber weniger wichtig.

Ich-Spiele

Mensch oder Maschine: Mit einer Binde vor den Augen oder durch einen Vorhang abgedeckt muss man entscheiden, ob man einen Menschen wahrnimmt, ob ein Mensch Musik spielt, spricht oder ein Automat (Computer) usw.

Ankunft: Ein Haustier (Hund) merkt schon einige Kilometer, bevor eine Person zu Hause ist, dass sie auf dem Heimweg ist. Diese Tatsache könnte auch zu Spielen Ideen geben, da der Mensch diese Fähigkeiten auch hat, aber meistens abgelenkt ist. Viele Ideen zu Ich-Spielen können wir bei Sheldrake und Bauer finden.

Rupert Sheldrake ist ein britischer Autor und Biologe. 1981 stellte er eine Hypothese auf, nach der sogenannte morphische Felder existieren, die die Entwicklung von Strukturen beeinflussen sollen. Seine Hypothesen werden in den Naturwissenschaften oft abgelehnt, obwohl jeder mit seinen Haustieren oder selbst viele Hinweise auf die Wirksamkeit der morphischen Felder erfahren kann.

Gedanken/Gefühls-Spiele

Joachim Bauer ist ein deutscher Arzt mit Ausbildung als Internist, Psychiater und Psychosomatischer Mediziner. Er ist Universitätsprofessor an der Universität Freiburg und als solcher im Bereich Psychoneuroimmunologie tätig. Er hat den Jahrgang 51.

In seinem Buch „Warum ich fühle, was du fühlst“, – intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelzellen – stellt er dar, weshalb durch die Spiegelzellen, die der Wahrnehmung der Gedanken und Gefühle im elektromagnetischen Feld auf Distanz dienen, eine Erklärung für die morphischen Felder von Rupert Sheldrake gegeben werden kann. Ausserdem wird aufgezeigt, dass die geistigen Sinne ein Spiegelbild der körperlichen sind. Wenn unser Bewusstsein hellwach ist, können wir die geistigen Sinne bewusst einsetzen.

Mit dem normalen Bewusstsein sind wir empathisch und verstehen intuitiv, was andere fühlen. Dies ist wissenschaftlich abgesichert.

Buch „Warum ich fühle, was du fühlst“: Gähnen steckt an, ein Lächeln macht uns froh: Intuitiv verstehen wir, was andere fühlen, können die Freude oder den Schmerz anderer mitempfinden. Die Erklärung dieser geheimnisvollen Phänomene liegt in den Spiegelneuronen, die erst vor kurzem erforscht wurden. Erstveröffentlichung: 2005

Welches Gefühl schwingt mit?

Wie der menschliche Körper sich aus vier Körpern zusammensetzt, gibt es auch vier Hauptgefühle, die bei einem Gefühl mitschwingen können. Sie sind: Freude, Angst, Traurigkeit und Wut.* Ein sehr wacher Mensch merkt, welches Hauptgefühl vorherrschend ist.

*Siehe Possibility Management

Spiel: Eine Person schildert ein Gefühl, das sie hat. Der Mitspieler muss sagen, welches Gefühl vorherrscht. Regeln und Bewertungen kann man selbst herausfinden.

Gedankenlesen: An einen Menschen bildhaft denken mit Geburtsdatum usw. Der Spieler schaut, wie viele Punkte er bekommt.

Empathiespiele: Der Spieler kommt herein. Die Anwesenden machen zuerst ab, an was sie denken oder fühlen, ob sie wütend sind, verlogen, liebevoll usw. Danach wechselt man den Spieler aus. Jeder Spieler merkt sich seine Punkte.

Wort-Spiele

Eigene Spielideen: Viele Anregungen zu eigenen Wortspielen kann man bekommen, wenn man „Wortspiele“ googelt.

Witze erzählen: wer lacht, muss auch die Pointe erklären.

(Die Anderen geben Punkte. Wer 3x erklärte, muss seine Punkte zusammenzählen. Der Spielleiter schreibt auf und bestimmt am Schluss den Sieger.)

Wortbedeutung: verschiedene Bedeutungen des gleichen Wortes in verschiedenen Sprachen, was bedeutet das Wort eigentlich, welches Bild steht dahinter (Kohlkopf ist Bild für den Kopf eines Menschen, la tête ist der Kopf eines Menschen, er bezeugt etwas – témoigner-)

Bewertungen individuell bestimmen!

Der Mensch auch als kosmisches Wesen

Der Mensch ist mit seinem Individualkörper nicht nur individuell im materiellen Körper auf der Erde, sondern auch individuell im Individualkörper, der Bestandteil des riesigen elektromagnetischen Felds ist.

Der Mensch kann sein Ich nicht nur im physischen Körper zentrieren, sondern auch im Aussen stabilisieren.

Sein Ich-Wesen oder Delta durchdringt nicht nur seinen Körper, sondern auch seine Seele und seinen Geist.

Der mikrokosmische Ich-Mensch ist der Mensch, der uns bekannt ist. Durch geistiges Erwachen merken wir aber auch, dass wir ein makrokosmischer Ich-Mensch sind. Wir sind daran unser Bewusstsein nicht nur im Mikrokosmos zu schaffen, sondern auch im Makrokosmos.

Unser Ich-Geist durchdringt nicht nur seinen Körper auf der Erde, sondern auch das ganze Weltall. Wir sind nicht nur ein unbedeutendes Staubkorn im unendlichen Weltall, wie der Materialismus uns weismachen will.

Wir sind so gross wie das Weltall (der unendliche Weltraum)!

Wir sind ein göttliches Wesen, das die Dimensionen des Raumes und der Zeit verlassen kann, und auch ausserhalb von Raum und Zeit lebt.

Wir sind ewige Wesen!

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