Körperentwicklung
Im letzten Blog haben wir gesehen, dass die körperliche Entwicklung nur gut vonstattengeht, wenn die natürlichen Gesetze wirken können und das Kind authentische menschliche Vorbilder erlebt.
Der Mensch als Natur- und Geistwesen wird dadurch ernst genommen.
Eine gesunde Körperentwicklung ist die Voraussetzung, dass sich die Geist-Seele mit Hilfe des einzigartigen Ichs des Menschen lebensfördernd individuell weiterentwickelt.
Aphoristisch:
Körper: Das Ich des Menschen und Gott bilden das „Körper-Instrument“, damit das Ich auf der Erde sein Leben nach seinem eigenen Willen in Freiheit gestalten kann.
Seele: Das menschliche Ich bildet schrittweise das Bewusstsein, das es braucht, um gezielt und bewusst das Leben zu führen. Das Ich kann immer individueller handeln. Es ist einzigartig und wird sich dessen bewusst.
Geist: Das individuelle Ich kann seinen Körper hellbewusst und schrittweise zum geistigen Leib umgestalten, wenn es vom Körper nicht mehr abhängig ist. Es ist ganz wach.
Das Ich lebt im Körper als Mensch auf der Erde, ist aber von ihm nicht mehr negativ beeinflusst.
Der Mensch ist nun ein schöpferisches Wesen, denn er ist ein Kind Gottes.
Hirnteile und Seele
Wie alle Hirnteile vom Menschen noch heute benützt und als Instrument des Ich gebraucht werden, hat der Mensch alle Seelenteile, die im Lauf der Evolution entstanden sind, zur Verfügung.
Die Hirnteile und Seelenglieder sind heute alle aktiv und sehr stark vernetzt.
Alle arbeiten als lebendes „Werkzeug“ zusammen, um dem Menschen ein Bewusstsein zu ermöglichen. Durch die verschiedenen Hirnteile hat er die materiellen Tools, um die verschiedenen Bewusstseinsstufen zu haben. Er kann auch entsprechend handeln und den Körper am Leben erhalten. Beispielsweise ist das Kleinhirn auch für Funktionen (Sprache) verantwortlich, die nur vom Gosshirn bekannt sind.
Das Gefühlshirn schüttete auch in der Frühzeit Hormone aus, die in der menschlichen Seele als Empfindungen auftauchen. Deshalb kann vom Menschen, der von Empfindungen in der Seele geleitet wird, gesprochen werden.
Das Ich-Wesen des Menschen wird sich aber erst nach der babylonischen und ägyptischen Zeit mit Hilfe des Grosshirns seiner bewusst. Der Mensch wird nun ein selbstbewusstes, individuelles Wesen. Dieser Prozess ist heute noch nicht abgeschlossen.
Auftreten des Seelenbewusstseins in der Geschichte
Als in der Evolution der Körper sich entwickelt hatte, bekam der Mensch in der historischen Zeit der ägyptisch/babylonischen Kultur zum Körperbewusstsein ein Seelen-Bewusstsein. Dieses Seelenbewusstsein stützte sich vor allem auf das Gefühlshirn ab. Es war für viele Menschen vorherrschend.
Die Menschen unterschieden damals noch nicht genau zwischen Realität, wie wir sie heute bezeichnen, und Seelenempfindungen. Bilder konnten Seelenbilder oder äussere Bilder sein. Sie erlebten das Seelenmeer überall, auch draussen. Legenden, phantastische Geschichten und Erzählungen entstanden, die alle einen wahren, realen Kern enthielten.
Nur die heutigen Menschen unterscheiden zwischen Wirklichkeit und Phantasie, die aus dem Innern kommt.
Das Gilgamesch-Epos
In der babylonischen Epoche fragten sich einige Menschen – wie Gilgamesch -, ob der Körper überhaupt das menschliche Ich oder den menschlichen Geist aufnehmen kann. Denn sie erlebten, dass wilde Empfindungen und nicht der bewusste, menschliche Geist die menschlichen Körper erfüllten.
Das Gilgamesch-Epos schildert die Geschichte Gilgameschs, eines Königs von Uruk, seine Heldentaten und Abenteuer, seine Freundschaft zu Enkidu, dessen Tod und Gilgameschs Suche nach der Unsterblichkeit.
Die volle Erkenntnis des unsterblichen Ich-Wesens Mensch konnte sich Gilgamesch noch nicht erringen, da er noch in der „Empfindungsseelenzeit“ lebte. Nur sein Freund Enkidu sprach vom ewigen menschlichen Geist, da er noch eine junge Seele war. Er war deshalb noch stark mit der geistigen Welt verbunden. Er starb, bevor Gilgamesch das Erlebnis des realen Ich auf der Erde haben konnte.
Heute leben wir alle in der Neuzeit. Wir sind nun fähig, uns ein klares, willenhaftes Bewusstsein zu schaffen und bewusst im Jetzt zu leben. Wir erleben die Welt und die anderen Menschen durch unsere geistigen Sinne als Schöpfung Gottes. In diesem Bewusstsein können wir uns ohne Dogmen der Kirche, der Esoteriker, der Wissenschaft usw. als göttliche, schöpferische, ewige, individuelle geistige Wesen fühlen.
