Die Sinneswahrnehmung
Die Welt wird mit Hilfe der Sinne wahrgenommen. Da die Sinnesorgane ihren Nerv haben, müssen wir zum Wahrnehmen auch das Nervensystem brauchen.
Wir nehmen also mit unserem Sinnes-Nerven-System wahr.
Wir nehmen nur wahr, was wir durch unser meist unbewusstes Denken und Fühlen schon kennen. Ganz wichtig ist, dass wir die Welt wahrnehmen wollen, sonst hören wir zum Beispiel mit gesunden Ohren nichts.
Ein Kleinkind, obwohl es normalerweise gesunde Sinnesorgane hat, nimmt am Anfang seines Lebens noch wenig mit den Sinnen wahr. Sein Hirn ist ja noch nicht ausgebildet.
Aussenraum
Unsere Sinnesorgane verbinden uns mit dem 3-dimensionalen Aussenraum oder der Sinneswelt. Wir beobachten die Sinneswelt.
Da wir durch unsere Sinne die Aussenwelt beobachten, ist keine Beobachtung gleich wie eine andere.
Das gilt auch für zwei und mehr Menschen. Bei jedem Menschen ist der Ort oder die Zeit des Beobachtens verschieden. Wenn ich meinen Sinn am gleichen Ort wie der andere habe, bin ich später am Beobachten. Beobachte ich zur gleichen Zeit wie ein anderer, ist mein Sinn nicht am gleichen Ort.
Die Sinneswahrnehmung ist demnach immer individuell.
Es gibt also für jeden Menschen eine eigene Sinneswahrnehmung. Dies führt oft dazu, dass man von verschiedenen Wahrheiten spricht. Ja man behauptet daher sogar, dass es keine objektive Wahrheit gibt.
Die Wahrheit findet man nie im Sinnlichen, denn sie ist geistig.
Innenraum
Wie wir schon gesehen haben, sind zur Wahrnehmung der Sinneswelt zwei Faktoren nötig:
Gesunde Sinnesorgane und das menschliche Denken.
Das menschliche Denken spielt sich in unserem Innenraum ab. Unsere Gedanken sprengen aber Raum und Zeit. Welche Geschwindigkeit und Dimensionen haben sie? Wir sprechen von Innenraum, meinen aber eine zeit- und raumlose geistige Umgebung.
Unsere unbewussten Gedanken, die aus dem Innenraum oder der geistigen Welt kommen, können wir auch mit Intuition bezeichnen.
Welche Intuitionen wir aus der geistigen Umgebung bewusst oder unbewusst aufnehmen, ist vom einzelnen Menschen abhängig. Über den Inhalt sind wir uns jedoch einig. So ergibt für jeden Menschen, der rechnen gelernt hat, 5+5=10, egal welche Sprache er spricht, ob er reich oder arm ist usw.
Durch die Intuitionen kommen aus der geistigen Umgebung Gedanken, die auch einen Gefühls- und Willensinhalt haben, in den menschlichen Innenraum.
Der Inhalt der Intuitionen ist für alle Menschen der gleiche, sonst wäre eine Verständigung nicht möglich. Die verschiedenen Menschen kommen nur schneller und tiefer als andere an den Inhalt heran.
Die Sinneswahrnehmungen individualisieren uns. Das Individuum bleibt auch im Tod erhalten, weil in unseren Innenraum die Zeit- und Raumlosigkeit hineinwirken.Denn wir existieren als ewiges Wesen im Raum und der Zeit. Wenn wir den Körper verlassen, sind wir ein noch individuelleres Wesen in der Ewigkeit.
