Das Denken und das Gehirn braucht es auf sinnlicher Ebene, um die Wahrnehmung der Sinneswelt zu haben. Sie ist also auch mit dem Denken durchdrungen. Dass das Denken die Sinneswahrnehmung auch durchdringen muss, kann man zum Beispiel am blinden Fleck und am vollständig Machen oder „Ausfüllen“ der Flächen sehen. Wie die Hirnforschung zeigt, „rechnen“ wir mit den Hirnteilen die Flächen aus und ergänzen die fehlenden Flächen mit dem gleichen Hintergrund wie üblich. Wir vollbringen mit dem Hirn eine Denkleistung, die beim Wahrnehmen eine einheitliche Fläche zeigt, obwohl wir mit den Sinnesorganen diese einheitliche Fläche nicht sehen. Auch bei diesem Beispiel sehen wir, dass ohne das Denken nichts wahrgenommen wird. Wenn man das Hirn als Werkzeug des materiellen Denkens mit einem Computer ergänzt, kann man sagen, dass das Gehirn besser als ein Computer rechnet. Mit den Sinnesorganen zusammen nimmt es die berechnete Sinneswelt wahr. Die wahrgenommene Sinneswelt entsteht also als sichtbare Sinneswelt durch Denken und Beobachten der Strukturen durch unser Zutun.
Man kann die Sinneswelt ohne Denklen nicht erkennen. Beim „Glotzen“ mit den gesunden Sinnesorganen sieht man im Extremfall nichts. Wenn man etwas erkennt, also automatisch sieht, ist schon automatisch das Denken dabei!
Auch die göttlich geistige Welt nimmt man durch Denken und Beobachten wahr. Das Denken ist dann leibfrei oder rein. Es beinhaltet auch das Fühlen und Wollen. Die Sinnesorgane haben keinen materiellen Körper mehr. Der Mensch bildet diese nur durch seine Tätigkeit. Das Beobachten findet nun nicht mehr in den Strukturen statt, sondrern man schaut in die göttlich geistige Welt. Man schaut nun die Qualitäten und beobachtet nicht mehr die strukturierten Quantitäten. Wie man die göttlich geistige Welt als Bild sehen kann, beschreibe ich in meinem übernächsten Buch „Das Deltagramm“. In der Delta Dynamik kann man zuerst die geistig göttliche Welt gedanklich, nicht beeinflusst von der Materie, erleben. Man ist ja im Körper und lebt auf der Erde.
