Vollständige Inkarnation
Der Mensch kann seinen lebendigen Körper mit seinem Ich-Geist und seiner Ich-Seele vollständig durchdringen. Dann ist er ganz zentriert und hellwach. Wenn er vollbewusst im Jetzt lebt, ist er glücklich, vertrauensvoll, mitfühlend und kreativ.
Er offenbart den vollbewussten, göttlichen Menschen auf der Erde. Er kann auch in seinem Handeln bewusst frei, bewusst liebevoll und bewusst sozial sein.
Der Mensch kann aber nicht immer vollbewusst und im Jetzt¹ leben. Seine normalen Gefühle sind ihm nicht ganz bewusst. Er kann verschiedene Gefühle wie Freude empfinden, Angst vor der ungewissen Zukunft haben, traurig und wütend sein. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl von Mischungen dieser Hauptgefühle.
Er offenbart den halbbewussten, göttlichen Menschen auf in der Welt.
¹ Wenn der Mensch im Jetzt lebt, sehr aufmerksam ist und alle Sinneskanäle aktiv „abstellt“ , meditiert er. Zuerst nimmt er nichts mit den Sinnen wahr. Es wird still. Der Mensch ist nun als geistiges Wesen bewusst und hellwach im Geist.
Empathie
Der Mensch erlebt sich und seine Umwelt. Er hat Selbsterkenntnis und fühlt, was in seiner Umgebung abläuft.
Der Mensch kann aber auch Gedanken in der Umgebung – im Raum -, die heute aktuell sind, fühlend erleben.
Diese Fähigkeit des Fühlens in der Umwelt und im Anderen wird mit Empathie bezeichnet.
Himmel auf Erden
Es gibt einen alten Auspruch: „Dieser Mensch lässt die Erde zum Himmel werden.“
Es kann auch das biblische Bild von der Jakobsleiter in diesem Zusammenhang gesehen werden:
Göttliche Ich-Wesen reichen sich die Arme und bilden so eine Leiter, die vom Himmel auf die Erde reicht.
Die unterste Stufe wird von Menschen dargestellt, welche die göttlichen Ideen auf der Erde im Sozialen, in den Künsten und in der Wissenschaft, auch im Materiellen umsetzen können.
Alle Kunst, offnet die Tür zum Himmel (Bsp. 9. Symphonie von Beethoven mit Text von Schiller, Bach usw.). So kann der Himmel sich auf der Erde offenbaren. Das geistige Licht scheint vom Himmel auf die Erde.
Drei Ideale
Die wichtigsten Ideen sind heute folgende drei Ideale: Freiheit, Gleichheit, Sozialität.
Diese Ideale sind nicht die Erfindung einzelner Menschen, sondern warten seit Jahrhunderten auf ihre Realisation in der Welt.
Alle geistig strebenden Menschen können dieselben Ideale haben: Freiheit des Ich-Geistes, Gleichheit der Seelen, Brüderlichkeit in der Sprache der Französischen Revolution (1789) oder heute Sozialität.
Diese Ideale liegen für viele Menschen in der Luft.
Die Menschen nehmen sie empathisch wahr oder erleben sie mit den Sinnen des Ichkörpers, ganz besonders mit dem Gedankensinn, ganz bewusst im Aussen.
Verdrängung der Ideale
Es gibt jedoch eine zweite Möglichkeit, die zur Verdrängung dieser Ideale führt. Die Menschen können sich vom Konsum, ihren egoistischen Trieben, von der Macht über Andere usw. ablenken lassen. Ihr Bewusstsein wird dann automatisch trüber.
Sie können nicht mehr realisieren, dass sie vom Weg der Ehrlichkeit zu sich und den Anderen abweichen.
Die Menschen werden dann gefühlslos und machtgierig. Statt die Sinne zu verfeinern, stumpf der Mensch sich ab, Die Menschen verfallen in Depressionen oder/und werden ein Keim der Zerstörung. Sie sind nicht mehr empathisch und können nicht mehr wahrnehmen, was im Innern der Anderen geschieht. Sie haben durch ihre Bewusstseinstrübung die Fähigkeit eingebüsst, die Ideale, die für alle Menschen «in der Luft liegen», wahrzunehmen.
Realisierung der Ideale auf der Erde
Gedanken sind nicht Privateigentum. Nur das «Schöpfen» der Gedanken muss jeder selbst machen oder er bekommt sie nicht.
Die Gedanken, besonders diese drei Ideale, leben in der göttlichen Welt, aber noch nicht auf der Erde.
Nur der empathische, ganz wache Mensch kann sie auf die Erde bringen und sie verwirklichen.
Heute wird es Vielen klar, dass ohne Freiheit im Denken, ohne Gleichheit der menschlichen Seelen und ohne Sozialität das Ende der menschenfördernden Erde naht.