Mein gegenwärtiges Lächeln öffnet das Tor zum andern Ich.

Das Lächeln ist etwas sehr Spezielles. Im Lächeln „schaut“ das gegenwärtige Ich-Bin-Wesen einen Augenblick aus dem G-Feld in die physische Welt. Im Lächeln ist der Mensch ganz präsent, ohne Egostruktur, ohne Absichten, falls es echt ist. Dieses Durchscheinen des G-Felds lässt keinen Menschen kalt. Man lächelt zurück und erlebt denselben Prozess. Man ist berührt vom Wesen des Andern. Im Moment des Lächelns geschieht ein nonverbaler Austausch auf der Ebene der Ich-Bin-Wesen. Der Mensch vereinigt sich mit dem wahren Menschen ausser Raum und Zeit. Die Egostrukturen schweigen einen kurzen Moment.
Auf Befehl kann man nur so tun, als ob man lächelt. Die Bewegung der Gesichtsmuskeln mit Absicht zu lächeln führt nur zu einem Grinsen.

Das wahre Lächeln wird erst durch den Menschengeist, der sich der Gesichtsmuskulatur bedient, zum Lächeln. Wird die Gesichtsmuskulatur durch die Egostruktur verändert, entsteht Mimik, die den eigenen Absichten dient, die den anderen Menschen nicht in seinem innersten, ewigen Wesen ansprechen will und kann.

Lächeln ist eine urmenschliche Äusserung!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert