Mut für das Neue Jahr

Das neue Jahr 2019 kann erfolgreich – lebensfördernd – erlebt und gestaltet werden, wenn der Mensch sich über einige Punkte im Klaren ist:

Erster Punkt: Leben auf der Erde

Der Mensch verlässt die Geborgenheit, Verbundenheit und Schöpferkraft in Gott (im Himmel) nur, weil er auf der Erde das Glück, das Vertrauen, das Mitgefühl und die Schöpfer- oder Schaffenskraft erleben kann. Er geht aus der Dimensionslosigkeit des Himmels (der geistigen Welt) in die drei Dimensionen der Erde.

Diese Möglichkeiten zu erleben, sind seine Motivation, die Erde aufzusuchen. Dennn er will sich entwickeln und Neues erleben. Dabei muss er Abenteuer bestehen und gefährliche Situationen bewältigen.

Der Lebensweg ist für jeden Menschen eine größere oder kleinere Heldentat.

Zweiter Punkt: Mut

Der Weg in die „fleischliche“ Inkarnation ist gefährlich.

Wenn wir die Kraft des Vertrauens, des Mitgefühls, des Veränderns und Neuschöpfens auf der Erde nicht hätten, würden wir uns niemals in den materiellen physischen Körper begeben und die Gefahren, die in der materiell physischen Welt bestehen, erleben. Keine Möglichkeit zu haben, dem Zustand der Todesangst, der Depression und der Zerstörungswut zu entfliehen, würde uns abschrecken zu inkarnieren.

Stattdessen umhüllen wir unser Ich mit dem geistigen Individual- und Seelenkörper, durchdringen es mit dem geistigen Lebenskörper und „ziehen“ das feste Kleid des geistig physischen Körpers „an“.

Nun sind wir auch Bürger der physischen Welt geworden und werden als Kind geboren. Das Abenteuer des Lebens auf der Erde kann beginnen.

Wir müssen aber in Kauf nehmen, dass unser physischer Körper neben seiner geistigen Existenz auch aus Materie und den elektromagnetischen Feldern besteht. Wenn wir aus irgendwelchen Gründen dies nicht nur in Kauf nehmen, sondern uns im Netz¹ der Wellen verfangen, können wir Symptome  z. B. des Autismus zeigen².

Wir sind in der anti-göttlichen Welt gefangen.

Auf der Erde werden das Materielle und die Felder wissenschaftlich erforscht. Die Ergebnisse dieser Forschungen überschwemmen uns, erleichtern unser Leben, bringen uns und die Erde aber auch an den Abgrund.

¹ Das Internet heisst nicht zufällig „Netz“
² Lorenz Wagner, «Der Junge, der zu viel fühlte». Europa-Verlag 2018

Dritter Punkt: Die Ich-Kraft

In der Materie und den Feldern will der Mensch mit seinem Ich wirken. Er würde mit seinem Ich niemals in die Materie und ihre Felder gehen, wenn er sein geistig ewiges Ich-Wesen opfern müsste. Die Lebenskunst ist, in der Materie sein Ich zu finden und zu stärken, ohne in der Materie zu versinken.

Auf der Erde können wir aufwachen und unser Ich bewusst wiederfinden.

Kinder

Weil bei Kindern das Ich noch sebstverständlich wirkt, schauen sie so glücklich und voller Vertrauen auf die Mitmenschen.

Je nach Umwelt verschwindet dieses Glück und Vertrauen in den Augen. Wir sehen dann tief melancholische, bleiche ernste Kindergesichter.

Vierter Punkt: Das Überwinden von Angst, Traurigkeit und Wut

Wenn wir auf der Erde unser Vertrauen, Mitgefühl und unsere Schöpferkraft kennen lernen, haben wir die Angst, die Traurigkeit und die Wut überwunden. Wir sind glückliche Ich-Wesen.

Falls wir aber die Freude des Ichs zum Spaß, die Angst des Ichs vor der Zukunft in Todesangst, die Traurigkeit in Depressionen erstarren lassen und die Wut in Zerstörungswut ausleben, sind wir ganz im Reich der anti-göttlichen Mächte gelandet und vergessen unser Ich – unseren Wesenskern – mit der Zeit.

Fünfter Punkt: Ego

Dann gibt es nur noch unser Ego, das sich mit dem Tod des Körpers auflöst.

Das Ego wird nur aus Körpermustern – materielle Körpermuster und wellenartige Seelenstrukturen³ – gebildet. Es ist nicht ewig.

Wir vernichten uns selbst durch dieses erstarrte Fühlen und Denken der Gegenmächte.

³ Es wird auch von der Wiedergeburt der Seele – nicht des individuellen Geistes – gesprochen. Gemäss den östlichen Religionen wird die Seele des Menschen solange als Stein, Pflanze, Tier oder Mensch wiedergeboren, bis sich die Seelenstrukturen aufgelöst haben. Da es gemäss dieser Religionen keinen ewigen Kern des Menschen gibt, gehen die aufgelösten Seelenstrukturen als Seelensubstanz dann ins Nirwana ein. Der Mensch ist als geistiges Individuum nicht mehr vorhanden, die Seelensubstanz aber eins mit dem Göttlichen. Eine ähnliche Anschauung hatte Averroës: Averroës war ein muslimisch-andalusischer Philosoph, Jurist, Arzt und arabischsprachiger Schriftsteller. Averroës verfasste fast zu jedem Werk von Aristoteles einen Kommentar. Er wurde 1126 geboren.

Sechster Punkt: Die Erde, ein Ort des Glücks

Nur auf der Erde können wir unser Glück wirklich finden. Im Himmel waren wir eine unpersönliche „Ich-Möglichkeit“. Wir waren ein nicht individuelles Wesen im Meer Gottes. Erst in den „Niederungen“ der Erde konnte der Mensch individuell glücklich, vertrauensvoll, mitfühlend, schöpferisch und verantwortlich werden.

Die Erde ist der Ort höchster Spiritualität.

Da die Menschen verschiedene Inkarnationen des individuellen Ich-Geistes auf der Erde hinter sich haben, gibt es immer mehr Menschen, die ihre Verantwortung ergreifen und ihre schöpferischen Fähigkeiten auf der Erde anwenden.

Möglichkeiten des Negativen

Die Möglichkeiten abzugleiten, sind auf der Erde sehr groß und ausserordentlich verschieden. Man kann auch intellektuell abgleiten und vom Geist sprechen, ohne geistig zu sein.

Man kann des Weiteren auch Vieles intellektuell verachten und doch diese verachteten Abläufe ausleben.

Der Mensch kann aus dem Elend der Anderen Profit schlagen.

Siebenter Punkt: Das Menschen-Ich

Unser Ich-Wesen ist glücklich und bodenlos optimistisch, sonst würde es sich nicht auf der Erde inkarnieren.

Die Auferstehungstat von Christus, die schon im Keim bei der Geburt des Jesuskindleins von Gott vorgesehen war, zeigt uns Menschen, wie wir auf der Erde leben und Gott finden können.

Oder allgemein gesagt:

Auf der Erde können wir als Mensch unseren ewigen Geist und Gott finden.

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