Freiheit, Gleichheit und Sozialität

Die drei von allen theoretisch gut geheissenen Begriffe „Freiheit, Gleichheit und Sozialität“ haben seit der Französischen Revolution, wo noch von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ gesprochen wurde, die Menschen bewegt.

Auch heute sind diese drei Ideale immer wichtiger. Es kommt aber darauf an, wo man sie anwendet. Die Freiheit in der Wirtschaft lässt den Stärksten dominieren. Die freie Marktwirtschaft kann nicht nachhaltig und sozial produzieren. Denn dies sind Faktoren, die das Produkt verteuern. Deshalb müssen Gesetze, die von der Gleichheit aller Menschen ausgehen, erlassen werden. Z. B. müssen Regelungen zum Umweltschutz und zur Sozialität gemacht werden. Deshalb weicht die freie Marktwirtschaft in Länder aus, wo Gesetze zum Umweltschutz und zu den Arbeitsbedingungen nicht greifen oder noch nicht bestehen. Bsp. Wasserqualität, Kinderarbeit, lange Arbeitszeiten, moderne Slaven usw.

Echte Sozialität kann nicht verordnet werden. Der Mensch muss sozial sein, weil ihm klar ist, dass er die Erde auf Kosten von allen ausbeutet und letztlich damit auch sich selbst schadet. Dasselbe gilt für die Gleichheit, die sehr schnell in „Vetternwirtschaft“ abgleiten kann, wenn die Gleichheit nur ungenügend durchgesetzt wird. Auch die Freiheit als Kreativität, als Lernprozess und als eine wichtige menschliche Eigenschaft, kann nicht verordnet werden.

Deshalb muss die Freiheit in der Wissenschaft, Kunst und Religion ermöglicht werden. Sonst haben wir eine Wissenschaft der Machthabenden, eine Kunst der Unterhaltung und der Spekulation und eine Religion, die eine Basis für Fanatiker bildet oder in toten Kirchen vom Staat am Leben erhalten wird. Die Freiheit ist im Geistesleben absolut nötig. Im Rechtsleben muss Gleichheit herrschen und im Wirtschaftsleben die Sozialität, wenn die Welt noch Jahrtausende bestehen soll.

Die Schule gehört zum Geistesleben und darf nicht vom Staat, der die Gleichheit aller Bürger garantieren muss, gestaltet werden. Sollen die immer drängender werdenden Probleme wie Burnout der Lehrer, was soll in den Lehrpläne stehen, wie sollen die Schulen organisiert werden, was ist der Zweck der Schulen usw., muss man die Schulen unabhängig vom Staat und der Wirtschaft machen. Sie müssen sich in Freiheit entfalten können. Natürlich gibt es auch in den Schulen Gebiete, in denen die Gleichheit und die Sozialität herrschen müssen. Die Schulen müssen aber selbst bestimmen können, wie sie sich organisieren und welche Inhalte für sie wichtig sind.

 

Dazu gehört die freie Schulwahl der Eltern, die auch die „freie Aufnahmewahl“ der Schule bedingt.

 

 

Was ist am Meisten beeinflussbar in der Schule

Bekannt geworden ist John Hattie durch die Hattie-Studie, eine Meta-Analyse über Meta-Analysen, die er in seinem Buch Visible learning präsentierte. Er stellte Indikatoren für gute Schülerleistungen zusammen.

Im April 2013 erschien die deutschsprachige Ausgabe von „Visible Learning“ unter dem Titel „Lernen sichtbar machen“ und im Januar 2014 erschien die deutschsprachige Ausgabe von „Visible Learning for Teachers“ unter dem Titel „Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen“.

Eine moderne Schule

 Die wichtigsten Veränderungen

1. Schüler: Ziel ist selbstbestimmtes Lernen.

 

 Potenzial des Schülers muss sich entfalten können. 

 

 2. Lehrperson: Ziel ist selbstbestimmter Lehrer im Team.

 

 Potenzial der Lehrpersonen muss sich entfalten können. 

Ergreift gute pädagogische Massnahmen

 

Ganzheitliche Pädagogik

 

Gutes Lehrerteam

 

Übungen zur Selbstentwicklung

 

Transparenz

 

 

 3. Schule: Sie muss schülergerecht sein.

 

LernatelierInputraum

Selbstgewählte Kurse

Blockunterricht am Nachmittag

Individuelle Projekte

 

Unterricht auch draussen

 

Fachleute beiziehen

 

Exkursionen

 

Lager

 

Fach: Herausforderung

 

Ruhezone

 

Gleitender Mittag

 

 

3. Schulleitung: Sie muss unter Einbezug des Teams transparent führen.

 

SchulverfassungHausordnung

 5. Zuhause: Eltern müssen am „gleichen Strick“ wie die Schule ziehen.

 

Elternarbeit wie:ElternabendeElternmitarbeit

Schulfest

 

Faktoren

Einen positiven, sehr hohen Einfluss haben:

Respektierung des Schülers als Person und LernendenLehrer-Schüler-BeziehungQualität des UnterrichtsEchtes

Verstehen statt Verabreichen von „Stoffwissen“

Einschätzung des Lehrers durch Schüler

 

Einen positiven, hohen Einfluss haben:

Erwartungen der Schüler an das eigene LernenGlaubwürdigkeit der Lehrer aus der Sicht der Schüler

Feedback zum Lernen

Kooperative Lernformen

Möglichkeit zum „Überspringen“

 

 

Geringen Einfluss haben:

Leistungsgruppierung innerhalb der Klassen

Fördergruppen für Hochbegabte

Geschlecht

Fachwissen der Lehrkraft

 

Keinen Einfluss haben:

Noten

Hausaufgaben

Leistungshomogene Klassen

Jahrgangsübergreifende Klassen

 

Negativen Einfluss haben:

Schulwechsel

Repetieren

TV, Natel-Missbrauch usw.