Placebo

Placebos

Placebos sind Medikamente ohne Wirkstoff. Sie werden oft aus Mehl oder Zucker hergestellt. Der Arzt gibt sie wie echte Medikamente. Durch sein Auftreten, seinen Titel, seine Kompetenz, sein Wesen wirken sie oft gleich gut wie Medikamente mit geprüftem Wirkstoff. Die Farbe, die Konsistenz, der Preis der verabreichten Pillen sind auch ausschlaggebend.

Es gibt sogar Placebo-Operationen, d.h. man tut nur so, als ob man operieren würde. Der Effekt ist bei bestimmten Operationen der gleiche, aber der Aufwand ist fast derselbe. Man muss den Patienten im gleichen Sinn auf die Operation vorbereiten wie üblich. Der eigentliche Eingriff findet aber nicht statt.

Diese Medikamente und Operationen sind echte medizinische Hilfsmittel. Es ist kein Betrug.

Wir können daher sehen, dass die eigentliche Heilung immer vom menschlichen Willen ausgeht.

Ist man noch unbewusst, wird auch der  Wille von der ärztlichen Zuwendung angeregt, um die Heilung in Gang zu bringen. Man merkt nur nicht, wie wichtig der Arzt als Mensch ist.

Akupunktur und homöopathische Medikamente

Auch können die Akupunktur und homöopathische Medikamente durch einen Menschen gemacht und verabreicht (durch die  menschliche Zuwendung) die Heilung anregen. Sie wirken auf der Energiekörperebene und ihre Wirkungsmechanismen (schon das Wort trifft ihre Wirkungsweise nicht, da es sich auf einen mechanischen „Mechanismus“  bezieht) können nicht durch materielle Versuche nachgewiesen werden. Man braucht dazu feinere und qualitativ andere Methoden als die grob materialistischen.

“Geistheiler“

“Geistheiler“, die menschlich sind, berücksichtigen die Freiheit und die Liebe, das höchste Gut des Menschen. Geistheiler, die nur ihren Egoismus pflegen, wollen ihre Macht vermehren, viel Geld verdienen, sind oft Scharlatane (Betrüger) und machen den Menschen  von sich abhängig.

Die positiven Geistheiler können durch ihre Fähigkeiten den Willen des kranken oder verletzten Körpers so unterstützen, dass der Körper schneller geheilt wird. Sie heilen auf den unsichtbaren Ebenen wie die Energie-, die Seelen- und die Geistebene. Aber letztlich heilt immer der Patient mit seinem Willen seinen Körper.

Selbstheilung

Ist sich der Mensch über die Gründe seiner Krankheit oder seines Unfalls voll bewusst, sucht er die Schuld nicht in seiner Umgebung wie Viren, Ärzte, Pfleger, Temperaturen, Gegenstände usw., sondern weiss, dass er der Grund dieses „Körperschadens“ ist. Deshalb kann nur er selbst mit Hilfe von Ärzten, Heilern, Medikamenten und anderen Massnahmen sich selbst heilen.

Unter diesem Gesichtspunkt sind Placebos eine Massnahme, die ebenso gut wie andere zur Heilung beitragen kann. Placebos wirken wie Medikamente mit einem Wirkstoff! Das beweist uns, dass es noch andere Ebenen der Heilung gibt.

Mit den Placebo-Medikamenten dringen die materialistischen Mediziner auf die Energie-, Seelen- und Geistebene vor und heilen den Menschen. Nun sind sie echte Ärzte, die sich ihren Patienten zuwenden.

Als Arzt setzt man alle für die Heilung nötigen Massnahmen ein:  Man braucht also Operationen, Schmerzmittel, chemische Medikamente (materialistische Medizin), Pflanzenheilmittel, Akupunktur, Homöopathie, Geistheilung. Bei der materialistischen Medizin sieht man aber bewusst auf die Nebenwirkungen und ergänzt sie durch andere Massnahmen.

Durchschauen die Mediziner, dass man ohne Einbezug des Menschen nicht heilen kann und dass der Mensch kein toter Mechanismus ist, werden sie Akupunktur, Homöopathie und „Geistheilung“ als ihre Kunst einbeziehen. Sie versuchen zu sehen, welche Therapien und Medikamente für diesen individuellen Menschen das Beste erreichen. Vor allem werden sie den unsichtbaren menschlichen Willen als hauptsächlichsten Heilfaktor ernst nehmen.

Hüte I

Einsatz der Hüte

Gelber, grüner und roter Hut

Beim wachen Bewusstsein haben wir immer alle drei Hüte an. Der Schwerpunkt ist aber beim roten, grünen oder gelben Hut. Der Schwerpunkthut stellt das momentane  menschliche Bewusstsein dar und beherrscht die anderen Hüte.

Gelber Hut

Den gelben Hut haben wir nicht automatisch an. Wir müssen ihn uns aktiv (mit eigener Bemühung) überstülpen. Denn eine Bewusstseinsveränderung geschieht nicht von alleine. Wenn wir diesen Prozess machen, sind wir immer gegenwärtig und aufmerksam. In diesem Zustand sind wir menschlich, d.h. liebevoll zu uns und den anderen, konsequent, handeln entsprechend der Situation (wir können laut werden oder nichts sagen, lassen dem anderen seine Freiheit und helfen ihm (besonders bei Schülern) sie zu erreichen). Wir geben einen Rahmen, der, je mehr der andere ihn nicht mehr braucht, immer offener wird. Wir sind eine in sich ruhende Persönlichkeit, die gemäss der 4 Leitsätzen lebt. Wir sind ganz zentriert.

Grüner Hut

Wenn der Schwerpunkt beim grünen Hut liegt (unser Bewusstsein ist vor allem im Übergangszustand), können wir die 4 Leitsätze auch anwenden, können aber noch nicht alle Punkte gut erfüllen, da wir nicht immer in der Gegenwart bleiben können. Im Bewusstsein des grünen Huts glauben wir oft schon den gelben Hut übergestülpt zu haben, sind aber nicht immer in der Gegenwart angekommen oder werden von der Vergangenheit so angezogen, dass wir  im Leben unser übliches Bewusstsein haben. Wir sind dann meistens unter dem grünen Hut und fallen hin und wieder sogar ins Bewusstsein des roten Huts (unser Bewusstsein wird schon träumerisch, es ist dezentriert, aber es ist nicht eingeschlafen) zurück.

Schaffen wir es nur mit dem grünen Hut zu handeln, können wir die Situation auch zynisch betrachten  oder kalt denkerisch beurteilen. Wir werden nicht immer die beste Handlung durchführen. Meistens reagieren wir zu schnell oder gar nicht. Statt aus unserem Kern zu agieren, machen wir mit unserem Körper irgendetwas. Unser Körper schwatzt Negatives, bewegt sich unsachgemäss usw. Im Nachhinein bereuen wir meistens, was wir getan haben.

Eine andere Möglichkeit ist es, mit seinen Emotionen die Situation anzusehen und mit zu viel Wärme gefühlsmässig zu beurteilen und nicht optimal zu agieren.

Es gibt aber auch Körpermechanismen, die gut für uns (wie gehen, reden, reagieren usw.) sind. Dann werden aber die positiven Körpermuster und –strukturen wichtig. Die gute Erziehung zu Hause und in der Schule kommt zu tragen.

Als Gedanken- oder/und Gefühlstyp sind wir ja in beiden Fällen vom Körper bestimmt und noch nicht ganz zentriert. Deshalb dominiert immer noch der Körper, denn wir können uns noch nicht ganz durch unseren Geist bestimmen.

Roter Hut

Beim roten Hut ist die Gefahr gross, von unserem Körper nicht nur unsichtbar, sondern auch in den sichtbaren Handlungen dominiert  zu werden. Wir verlieren dann die Beherrschung und toben. Wir schreien und können sogar um uns schlagen. Solange wir noch erleben, dass unser  Seelenkörper und nicht mehr unser Individuum (Geist) die Oberhand hat, haben wir noch die drei Hüte an. Werden wir aber vollkommen besinnungslos und handeln wie ein Roboter, verlieren wir alle Hüte und benehmen uns wie im Schlaf. Nach dem Aufwachen aus diesem unmenschlichen Zustand sehen wir an den Zerstörungen, wie mit unserem Körper gewütet wurde. Wir sind entsetzt und fühlen uns schuldig, sobald wir die drei Hüte wieder übergestülpt haben.

 

 

Zusammenfassung

Sprechen wir vom gelben Hut, ist der grüne und rote Hut darunter. Deshalb können wir die Handlungen, die man mit dem grünen und roten Hut ausführen könnte, bestens verstehen und selber auch nachvollziehen. Denn wir sind Menschen in Fleisch und Blut und können alle in frühere Bewusstseinszustände zurückfallen. Die Bibel drückt diese Tatsache mit dem Satz „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach” aus.

 

Die Zentrierungszustände

Die Zentrierung

Wenn wir die dynamische Mitte zwischen dem Extrem nach oben und dem Extrem nach unten halten können, zentrieren wir uns.

Diese Mitte entsteht nicht von selbst. Man muss innerlich aktiv sein und sich immer bemühen. Man darf nicht nach oben in die Felder ausweichen und seinen Körper nicht ganz ergreifen oder nach unten sich zu stark mit der Materie seines Körpers verbinden und in die Materie fallen. Beim nach oben „Entwischen“ wird man leicht schwärmerisch und betont seine Gefühle auf ungute Weise, beim nach unten „Fallen“ versinkt man in seinem Körper und kann die Welt intellektuell sehen oder wird ganz allgemein stumpf. Auf beide Arten ist man egoistisch: Man wird entweder von seinen Emotionen oder von seinen kalten Gedanken, aber immer von seiner Körperlichkeit bestimmt.

Bsp aus der Weihnachtszeit:

Wenn wir die Gefühlswelt der Anbetung der Hirten übersteigern, „heben“ wir „ab“ und werden zu schwärmerischen und „kitschigen“ Christen.

Wenn wir die Gedankenwelt der Anbetung der drei Könige und der ganzen Bibel mit unserem kalten Verstand analysieren, schauen wir materialistisch auf das Christentum. Wir betrachten nur die irdische Seite von Jesus Christus und haben keinen Zugang zu seiner Göttlichkeit.

Erst wenn wir uns immer wieder das Gleichgewicht zwischen dem Menschen Jesus Christus und dem Gottessohn herstellen, handeln wir menschlich und sind im alten religiösen Sinn gute Christen.

Die Gegenwärtigkeit des Guten

Richtig menschlich und gut ist man nur gegenwärtig und  in der dynamischen Mitte. Man ist dann achtsam und bemerkt möglichst viel.

Man kann diesen Zustand aber nicht lange ohne innere Aktivität halten. Die Vergangenheit kann in unserem Bewusstsein dominieren, was früher gut war, wird schlecht oder sogar böse.

Das Gute und seine Verwandlung ins Böse

Das Gute muss der Mensch sich immer wieder neu schaffen, sonst wird es böse. Deshalb können gute, nur überlieferte Ideen böse werden. Jede Institution wie Kirchen, Firmen, Schulen verlieren ihre Stosskraft und können zu Grunde gehen oder erstarren, wenn nicht die Menschen jeder neuen Generation das Gute auf ihre Art neu schaffen. Nur gute Meinungen oder abstrakt gute Ideen, die von lebendigen Menschen nicht ergriffen und individuell ausgeführt (getan) werden, müssen sich in ihr Gegenteil verkehren. Deshalb findet man bei jeder Organisation gut gemeinte abstrakte Ideen, die in ihrer automatischen Anwendung unmenschlich sein können. Beispiele der Vergangenheit gibt es viele wie die Inquisition, die ehemaligen kommunistischen Staaten, das Kastenwesen im alten Indien usw.

Hält man passiv an etwas fest und durchdringt es in der Gegenwart nicht mehr, entstehen absurde, unmenschliche Gebilde wie z.B.

  • der chinesische Staat, der immer noch kommunistisch ist, sich aber äusserst kapitalistisch gebärdet.
  • die kapitalistischen Demokratien, welche die menschliche Freiheit nur deklarieren, diese aber in ihrem Schulsystem, in ihrer Politik und Technik nicht ernst nehmen.
  • verschiedenste Sekten, welche ihre Mitglieder bestimmen und manipulieren statt befreien.
  • Religionen, die unmenschlich sein können, obwohl ihre Kernaussagen den Menschen dienen wollen.
  • Wissenschaft, die eigentlich die Wahrheit herausfinden und nicht dem Geld dienen will.
  • Kunst, welche im Grunde genommen die Verbindung zwischen Wissenschaft und Religion schaffen könnte, aber vielfach der Scharlatanerie, dem Egoismus und Geld dient.

Man könnte noch viele Beispiele anfügen.

Der Übergangszustand

Rutschen wir nur ein bisschen aus der dynamischen Mitte, befinden wir uns im Übergangszustand. Wir leben vergangenheitsbestimmt im sogenannten Normalbewusstsein.

Die Dezentrierung

Bestimmen uns unsere unsichtbaren Körper oder verbinden wir uns zu stark mit der Materie unseres sichtbaren Körpers, sind wir ein dezentrierter Mensch.

Wir können dann ein verbissener Schwärmer oder ein harter Materialist, der nur den Körper akzeptiert, sein. Im ersten Fall besteht alles aus allgemeinem Geist, im zweiten nur aus Materie.

Den Menschen  als geistiges, seelisches und körperliches Wesen kennen und akzeptieren wir nicht.

Die verschiedenen Syndrome

Erscheinungsformen wie die verschiedenen Syndrome (ADS und ADHS, Autismus und Asperger, Depressionen und Manie, Mager- und Fress-Sucht usw.) treten immer öfter auf. Es sind verschiedene Formen der Willensschwächung und des blockiert und angetrieben Werdens durch den Körper. Er besteht ja aus dem sichtbaren physischen Körper und dem unsichtbaren Energie-, Seelen- und Individualkörper. Deshalb dominiert bei ADS, Autismus, Depression und Magersucht immer das Unsichtbare. Die Kraft des allgemeinen Willens kann den physischen Körper nicht ergreifen. Bei ADHS, Asperger, Manie und Fress-Sucht wird die Umwelt direkt negativ beeinflusst, weil der physische Körper von einem nicht individuellen Willen ergriffen und „gesteuert“ wird.

Zunahme von negativen Erscheinungen

Auch die Zunahme der Sekten, der  materialistische Weltanschauungen, der oft kriegerisch ausgetragenen Konflikte und menschenverursachten Katastrophen ist eine häufig erwähnte Tatsache.