In einem Leben kann der Mensch nicht alle negativen Strukturen auflösen und sein Bewusstsein aktiv umwandeln. Er klammert auch nach einem bewusst geführten Leben immer noch an gewissen Strukturen, d. h. er pflegt gewisse Lieblingsmeinungen oder hat immer noch Vorurteile. Er ist von gewissen Süchten oder anderen Gewohnheiten noch nicht frei.
Er ist noch ein Mensch in Fleisch und Blut, der in gewissen Dingen von seinem Körper abhängig ist.
Auch wenn er viele geistige Übungen aktiv macht, erringt er sich seine Freiheit nicht sofort.
Im Osten ist sich der Mensch der Wiedergeburt bewusst und spricht schon immer von der Reinkarnation der menschlichen Seele. Er fasst sie jedoch mehrheitlich als Last auf, von der er sich befreien will. Er will das Rad der Wiedergeburt durchbrechen und ins Nirwana eingehen.
Im Westen war diese Tatsache ca. 2000 Jahre lang fast unbekannt. Wenn sich der westliche Mensch der Wiedergeburt wieder erinnert, kann er den östlichen Weg wählen und sich auch vorstellen, dass er in einem anderen seelischen Wesen – z. B. einem Tier – wiedergeboren wird.
Bei einer modernen spirituellen Selbsterkenntnis nimmt der Menschen sich nicht nur als seelisches, sondern auch als individuell geistiges Wesen, das in seinem lebendigen Körper lebt, wahr.
Die Wiedergeburt seiner Geist-Seele in einem anderen menschlichen Körper wird für ihn eine Entwicklungschance, um sich immer weiter zu entwickeln.
Natürlich kann er auch seine Chance verpassen und in der Entwicklung keine Fortschritte machen. Wir haben in den letzten Blogbeiträgen gelesen, dass der Mensch seine Bewusstseinsevolution immer selber wollen muss. Dies kann vielfach unbequem sein und man lässt sich oft bequemer mit dem Strom treiben.
Der menschliche Kern – sein Ich-Wesen- unterliegt der Wiedergeburt. Sie ist die Möglichkeit, sein Bewusstsein immer weiter zu steigern.
