Selber erkennen & erleben

Besonders heute in der Zeit des Corona-Virus, fragen die Menschen sich, wem sie trauen können und wem nicht. Experten und Spezialisten haben ein grosses Wissen, können aber z. B. von Geldinteressen manipuliert werden. Wer meint es gut mit den Menschen und wer will die Situation für die eigene Theorie (Esoteriker, Rassisten, Umweltschützer, Materialisten usw.) ausnützen?

Nur mit klarem Bewusstsein – mit nicht manipuliertem Denken, Fühlen und Wollen – und durch 100-prozentige, eigene innere Tätigkeit kann der Mensch sicher sein, dass er nicht manipuliert wird. Er muss nicht alles neu erfinden, aber er muss Kriterien haben, womit er etwas als Tatsache annehmen kann oder ablehnen muss. Diese Kriterien schafft er sich durch die oben erwähnte innere Tätigkeit.

Wie sieht diese innere Arbeit konkret aus?

Ganz allgemein beginnst du zuerst die Seele durch klares Denken zu reinigen oder zu läutern.

Dies führst du mit deinem Denken, Fühlen und Wollen, den verschiedenen Aspekten des Denkens in deiner Seele, durch.

In der Seele denkst, fühlst und willst du. Du wiederholst Gedankengänge, verschiedenste Gefühle steigen in dir auf und sinken wieder ab und du fasst Entschlüsse, die du mit deinem Körper umsetzt.

Nach der Läuterung oder Reinigung deiner Seele hast du dir ein Denken erworben, das nicht mehr manipuliert wird.

Das nicht manipulierte Denken ist gleichzeitig ein bewusstes Denken, Fühlen und Wollen.

Dann ist kein Gefühl oder Willensimpuls halbbewusst oder verschwindet sogar aus dem Bewusstsein. Du lebst nun als geistiger, bewusster Mensch auf der Erde.

Du erlebst dich als Schöpfer deiner Gedanken, deiner Gefühle und deiner Willensimpulse.

Die Gedanken haben einen Inhalt, den du laufend schöpfen musst.

Die Gefühle transformiert ins helle Bewusstsein des Geistes werden zum Bewusstseinszustand des Glücks, Vertrauens, Mitgefühls und der Kreativität oder einer Mischung daraus.

Deine Willensimpulse sind dir so klar, dass du die Verantwortung über alle deine Taten übernehmen kannst, denn die Motive deiner Handlungen sind für dich durchschaubar.

Im geistigen Bewusstsein hast du eine tiefere Selbsterkenntnis als im seelischen Ego-Bewusstsein. Du kennst nun deine Stärken und Schwächen und lässt dich nicht mehr unbewusst in den Abgrund ziehen.

Erst nachdem deine Seele geläutert ist, sollen die Lebensprozesse mit gezielten Atemübungen im Körper bearbeitet werden. Denn dadurch werden Emotionen frei, von denen du noch nicht wusstest, dass sie zu dir gehören. Du musst dazu eine innere Selbstsicherheit und Selbsterkenntnis haben, die durch die Grundübung erreicht wird.

Die Reinigung der Seele

Beim Reinigen oder Läutern des Denkens, Fühlens und Wollens erlebt der Mensch jenseits des Abgrunds den Geist. Er «macht» es selbst, daher muss er keinem Spezialisten glauben!

Über den Abgrund setzen kann der Mensch nur mit geläuterter Seele. Beim Läutern der Seele geht der Mensch ins Reich Gottes oder den Himmel auf Erden. Er wird dabei immer in Versuchung gebracht und in den Abgrund gezogen. Er kann aber immer wieder neu beginnen, wenn er aus dem Abgrund wieder herausklettert. Wenn er den Abgrund überwunden hat, erlebt er bewusst den Geist. Er erlebt sich als geistiges Wesen, das auch ohne Körper auf der Erde existiert.

Der Mensch weiss aus eigenem Erlebnis, dass der Tod nur eine Wandlung des Lebens ist.

Die Grundübung

Mit der Grundübung (auf diesem Link findest du eine kurze deltadynamische Abhandlung zur Grundübung) reinigst du dein Denken, Fühlen und Wollen. Da dein Wahrnehmen eine Kombination von Denken, Fühlen und Wollen und der Inputs deines Körpers (Sinneswahrnehmungen) ist, wird auch das Wahrnehmen geläutert oder entspricht der Wahrheit. Du unterliegst keinen Täuschungen mehr durch die Sinnesorgane.

Die Grundübung hat schon Rudolf Steiner als Nebenübung empfohlen. Gewisse Elemente stammen aus der östlichen Übungspraxis, wurden aber für die individuelle Persönlichkeit eines Menschen von ihm angepasst.

Eine geometrische Beschreibung der Grundübung

Die Grundübung folgt dem Menschen, den Leonardo da Vinci als 5-Stern im Kreis oder als Kreuz im Quadrat gezeichnet hat.

Der vitruvianische Mensch
  1. Du beginnst beim Kopf: Er ist das Zeichen für folgerichtiges Denken und aufmerksames Wahrnehmen.
  2. Dann durchquerst du den Kreis und kommst zum rechten Fuss: Du handelst entsprechend deinen Gedanken und Wahrnehmungen. Du bist frei im Handeln (Wollen), weil nur deine Gedanken und Beobachtungen dich motivieren.
  3. Du gehst direkt vom rechten Fuss zur linken Hand: Du bist nun in deinen Gefühlen offen.
  4. Dann verbindest du horizontal die linke Hand mit der rechten: Du siehst das Positive in Allem (Das Negative existiert auch auf dieser Welt, du gibst ihm jedoch kein besonderes Gewicht.).
  5. Von der rechten Hand gelangst du geradlinig zum linken Fuss: Du bist gleichmütig. Du lässt dich nicht von jedem Windchen beeinflussen. Dies braucht viel Willen.

Sechste Übung: Du kreist nun im Umkreis des Fünfsterns und bildest das Gleichgewicht zwischen denken, fühlen und wollen. Du bringst die Eigenschaften, die du dir durch die entsprechenden Übungen errungen haben, ins Gleichgewicht. Erst jetzt bist du ein ganzer Mensch.

Du bist kein Willensprotz, kein „Gefühlsdusler“ oder Schwärmer und kein kalter Denker ohne bewussten Willen und bewusste Gefühle.

Die 12 Sinne

Freiheit, Gleichheit und Sozialität

„Durch Denken über den Abgrund zum Erleben des individuellen menschlichen Geistes“ ist geistige Eigentätigkeit des Menschen von der schon Rudolf Steiner 1918 in Zürich in einem Vortrag sprach.

Diese Eigentätigkeit ist nur in Freiheit möglich.

Es ist nicht: Durch Körperarbeit ohne bewusstes Denken, ohne bewusstes Gehen über den Abgrund (ohne Läuterung der Seele) zum Geist zu gelangen. Durch Körperarbeit kommt man nur zum allgemeinen Geist, aber nie zum hell bewussten, individuellen göttlich menschlichen Geist. Dadurch handelt und erkennt man nicht in Freiheit.

Durch die geistige Eigentätigkeit erlebt man bei jedem Menschen einen geistig göttlichen individuellen Kern. Jetzt ist Religionsfreiheit möglich. Sie ist kein Gefühl mehr. Der göttliche Mensch auf der Erde ist gleich wie die Anderen.

Der Mensch erlebt nun die Gleichheit.

Wenn der Mensch sein Wollen im Denken gereinigt hat, ist er fähig, bewusst sozial zu sein.

Die Sozialität wird nun erlebt.

Mit Bewusstsein oder heller Wachheit kann man nur mit Denken, das in Freiheit aktiv „gemacht“ wird, die drei Ideale Freiheit, Gleichheit und Sozialität bewusst erfüllen.

Wissenschaft des nicht manipulativen Denkens für den Geist, Religionsfreiheit für die Seele und Sozialität für die Leiber sind nun keine einfach zu glaubenden Dogmen mehr! Sie tönen als mächtiger Dreiklang durch das All.

Jeder Mensch hat heute die Möglichkeit zum gegenwärtigen Geist zu gelangen. Jeder kann das Vertrauen haben, dass er dies kann. Dann erlebt er auch, was mit Freiheit, Gleichheit und Sozialität gemeint ist.

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